Magaths „wichtigster Mann“
Vom Gegner geachtet, von den Fans geliebt, vom Trainer gelobt: „Raul ist unser wichtigster Mann, nicht nur im Spiel, sondern in unserer gesamten fußballerischen Arbeit und unserem Zusammenleben. Er wird von den Mitspielern gesucht und akzeptiert“, schwärmte Schalke-Coach Felix Magath nach der Dreitoregala der spanischen Stürmerlegende am Samstag gegen Köln.
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„Ich bin glücklich und zufrieden, aber nicht nur wegen der Tore, sondern weil wir als Mannschaft erfolgreich sind“, sagte Raul, der sich wie nach seinem Hattrick gegen Bremen vor vier Wochen den Spielball als Trophäe schnappte - „für meine Kinder“. Beim 3:0 gegen Köln bescherte der 33-jährige Torjäger dem FC Schalke 04 mit seinem zweiten Bundesliga-Triplepack einen versöhnlichen Hinrundenabschluss und nährte beim Tabellenzehnten zugleich die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Aufholjagd in der Rückrunde.
Fünf Zu-null-Siege in Serie
Die Europacup-Plätze sind für den Champions-League-Achtelfinalisten wieder in Reichweite. „Wir haben berechtigte Hoffnungen, noch in den internationalen Wettbewerb zu kommen. Platz fünf ist nun unser nächstes Ziel“, kündigte Magath an. Eine derart schwache Serie wie die vier Niederlagen zum Saisonstart schloss der 57-Jährige für die Zukunft aus. „Es ist nicht denkbar, dass wir so eine Phase noch mal erleben.“
Der Aufwärtstrend lässt sich eindrucksvoll mit Zahlen untermauern: Schalke gewann die zurückliegenden fünf Pflichtspiele daheim gegen St. Pauli, Bremen, Olympique Lyon in der Champions League, Bayern München und Köln allesamt zu null und erzielte 15 Tore. „Wir haben uns stabilisiert“, betonte Christoph Metzelder, dessen Formkurve die Leistungsentwicklung der Elf widerspiegelt.
Debakel in Kaiserslautern leitete Wende ein
„Ich bin vielleicht so etwas wie ein Symbol für unsere Hinrunde“, sagte der Abwehrchef, der Rauls Wert unterstrich. „Er hat sich nicht nur als Goalgetter bewiesen, auch als Vorbereiter macht er eine gute Figur und hat für uns eine enorme Bedeutung.“ Der Spanier erzielte immerhin seine Saisontore sieben bis neun. Neben dem ersten Saisonheimsieg gegen St. Pauli gilt eine deftige Pleite in der Pfalz als Initialzündung für die Schalker Trendwende.
„Was uns den letzten Tick gegeben hat, war die 0:5-Klatsche in Kaiserslautern. Das war ein Ereignis, das alle betroffen hat“, sagte Magath, der danach den Weihnachtsurlaub auf fünf Tage kürzte und Jermaine Jones ins Regionalliga-Team verbannte. In einer internen Teamsitzung rauften sich die Spieler zusammen. „Weil es so nicht weitergehen konnte“, sagte Kapitän Manuel Neuer.
17. Runde
| Freitag, 17. Dezember: |
| Mönchengladbach |
Hamburger SV |
1:2 |
| Samstag, 18. Dezember: |
| Bremen |
Kaiserslautern |
1:2 |
| Nürnberg |
Hannover |
3:1 |
| Wolfsburg |
Hoffenheim |
2:2 |
| Frankfurt |
Dortmund |
1:0 |
| Schalke |
Köln |
3:0 |
| St. Pauli |
Mainz |
2:4 |
| Sonntag, 19. Dezember: |
| Leverkusen |
Freiburg |
2:2 |
| Stuttgart |
Bayern München |
3:5 |
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