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Zweiter Triumph in Australien

Novak Djokovic hat am Sonntag die Australian Open gewonnen. Der 23-jährige Serbe setzte sich im Finale gegen den gleichaltrigen Briten Andy Murray nach 2:39 Stunden Spielzeit glatt mit 6:4 6:2 6:3 durch.

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Für Djokovic, der im Halbfinale Titelverteidiger Roger Federer eliminiert hatte, war es nach 2008 der zweite Triumph in Melbourne, dafür erhält er ein Preisgeld von rund 1,6 Millionen Euro. Murray verlor hingegen auch sein drittes Endspiel bei einem Grand-Slam-Turnier.

Novak Djokovic

Reuters/Daniel Munoz

Novak Djokovic durfte nach drei Jahren wieder den Melbourne-Pokal küssen.

Der Schotte verpasste damit auch die Chance, eine fast 75-jährige Durststrecke der britischen Tennis-Herren zu beenden. Letzter Major-Sieger von der Insel ist nämlich weiter Fred Perry, der den letzten seiner acht Grand-Slam-Titel 1936 bei den US Open geholt hatte.

Eine klare Sache

Das Endspiel wurde zu einer überraschend einseitigen Angelegenheit. Die Nummer drei der Welt war der Nummer fünf in allen Belangen überlegen. Im ersten Satz gelang Djokovic das erste Break des Spiels zum 6:4. In der Folge zog der Serbe auf 5:0 davon und fixierte wenig später die 2:0-Satzführung. Auch im dritten Durchgang hatte Murray große Probleme mit dem eigenen Service und machte nach dem 3:3 kein Game mehr.

Nach seinem zweiten Triumph bei den Australian Open warf Djokovic seinen Schläger im hohen Bogen in die Zuschauerränge und zog sich unter dem Jubel der Fans bis auf die Hose aus. Damit positionierte er sich endgültig als Kronprinz der zuletzt schwächelnden Dominatoren Rafael Nadal und Roger Federer.

Der derzeit beste Spieler der Welt

Knapp zwei Monate nach dem historischen Davis-Cup-Sieg mit Serbien krönte der 23-Jährige zwei perfekte Wochen. Zwar wird Djokovic in der am Montag erscheinenden Weltrangliste weiter nur als Nummer drei geführt, derzeit ist der Serbe aber der beste Spieler auf der Tour.

„Ich widme diesen Titel meiner Familie und dem serbischen Volk. Es sind schwere Zeiten, aber wir versuchen jeden Tag, unser Land so gut wie möglich zu repräsentieren“, sagte der Patriot. Zahlreiche serbische Auswanderer feierten ihren Nationalhelden, der in Schuhen in den serbischen Farben rot, blau und weiß jedem Ball hinterherhechtete und auch aus aussichtslos scheinenden Situationen noch zu Punkten kam.

Murray auch im dritten Anlauf ohne Satzgewinn

Murray verlor hingegen auch sein drittes Grand-Slam-Finale, nachdem er bereits 2010 in Melbourne und 2008 bei den US Open einen Schritt vor dem Titelgewinn jeweils von Federer gestoppt worden war. Noch immer hat der Schotte in einem Major-Endspiel keinen Satz gewonnen.

Andy Murray

APA/EPA/Joe Castro

Andy Murray blieb auch in seinem dritten Grand-Slam-Finale ohne Satzgewinn.

„Es fühlt sich etwas besser an als im vergangenen Jahr, aber natürlich ist man enttäuscht“, sagte Murray. „Novak hat unglaublich gut gespielt und hätte in dieser Verfassung wohl jeden Spieler der Welt geschlagen.“

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