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So ein Rennen kommt nur alle zwei Jahre

Bode Miller verlor einen Stock, Aksel Lund Svindal schied aus, Didier Cuche verpasste eine Medaille: Dafür nutzte Christof Innerhofer am Mittwoch beim Herren-Super-G bei der WM in Garmisch-Partenkirchen die Gunst der Stunde. Mit deutlichem Vorsprung auf Hannes Reichelt (+ 0,60 Sekunden) holte sich der 26-jährige Italiener seine erste Medaille bei einem Großereignis.

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Fehlerfrei war kein Rennläufer über die eisige, dunkle, wellige und selektive Strecke gekommen. Alle Fahrer stöhnten über die anspruchsvolle Aufgabe. Zahlreiche Fahrer sahen das Ziel der Kandahar nicht. Von 73 gemeldeten Fahrern kamen 41 ins Klassement. Am besten meisterte Innerhofer die Aufgabe. Italien hat damit innerhalb von drei Weltmeisterschaften zweimal Super-G-Gold für sich verbucht. 2007 in Aare hatte Patrick Staudacher zugeschlagen, 2009 gewann Cuche.

Laute Freude beim Sieger

Im Ziel riss der Südtiroler aus Bruneck die Arme in die Höhe und schrie seine Freude laut hinaus. „Ich konnte von oben bis unten attackieren, das ist mir diese Saison noch nicht sehr oft gelungen“, so Innerhofer. Zwar standen die großen Favoriten nach der rasanten Fahrt des Italieners noch am Start. Aber der WM-Vierte von 2009 wusste zumindest schon, dass er mit der Zeit von 1:38,31 Minuten auf eine Medaille hoffen durfte. Am Ende wurde es Gold für den 26-Jährigen, der den großen Sieganwärtern ein Schnippchen geschlagen hatte.

Bode Miller bestreitet den Super-G mit nur einem Stock

Reuters/Dominic Ebenbichler

Viel Applaus für „One Stick Bode“ nach seinem zwölften Platz.

„Ich habe Bode Miller gesehen, der hat auch voll riskiert. Ich hab’ mir gedacht: So muss man heute fahren“, sagte Innerhofer, der im Dezember 2008 in der Abfahrt von Bormio seinen einzigen Weltcup-Sieg gefeiert hatte. „Während der Fahrt habe ich mir gesagt: Christof Vollgas, so ein Rennen ist nur alle zwei Jahre. Du bist immer nur 80 Prozent gefahren, jetzt fährst du volle Kanne“, sagte der Südtiroler, der damit alte „Wunden“ heilen wollte. 0,05 Sekunden hatten Innerhofer vor zwei Jahren zum WM-Edelmetall gefehlt, bei Olympia schrammte er um 0,08 Sekunden an einer Medaille vorbei. Diesmal dominierte er die Konkurrenz, während viele Favoriten scheiterten.

Eine Show mit großem Unterhaltungswert bot einmal mehr Bode Miller, der während der Fahrt ein Tor touchierte und dabei einen Stock verlor. Der US-Amerikaner ließ sich davon nicht beirren, kämpfte weiter und einen Vorsprung von einer Sekunde auf den zu dem Zeitpunkt führenden Baumann heraus, ehe er rund zweihundert Meter vor dem Ziel nach einer weiteren Schwierigkeit aufgab und aufrecht ins Ziel fuhr. Der Riesenapplaus des Publikums war ihm sicher. „Das Licht ist einfach zu schlecht auf diesem Eis. Dann noch die Balance zu gewinnen, das ging einfach nicht bis unten“, meinte Miller, der Zwölfter wurde.

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