„Ich habe Scheiß gebaut“
Marko Arnautovic hat sich nach der Nichtnominierung für die kommenden ÖFB-Länderspiele enttäuscht gezeigt. In einem Interview mit der „Bild“ (Freitag-Ausgabe) sagte der 22-jährige Bremen-Legionär: „Natürlich, gegen die Deutschen wäre ich gerne dabei gewesen. Jetzt kann ich die Mannschaft nur im Hotel und auf der Tribüne unterstützen, nicht auf dem Platz.“
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Auch Arnautovic vermutet, dass die Auseinandersetzung in der Kabine mit Stefan Maierhofer nach dem EM-Qualispiel in Istanbul (0:2) der Grund für den Verzicht von Teamchef Dietmar Constantini gewesen sei. „Aber in Bremen habe ich ja zuletzt auch nicht oft gespielt“, betonte er. Ob das überhaupt das Ende seiner ÖFB-Teamkarriere bedeute, glaubt der Stürmer offenbar nicht. „Keine Ahnung, was beim nächsten Mal passiert. Ich weiß ja nicht, ob er (Constantini, Anm.) dann überhaupt noch Trainer ist. Man liest da so einiges.“

GEPA/Witters/Tim Groothuis
Marko Arnautovic am Scheideweg
„Ich war ja auch kein Engel“
Dass er sich ändern muss, ist Arnautovic aber offenbar bewusst, auch bei Werder Bremen. „Ich war ja auch kein Engel hier. Es gab ein paar Vorfälle, an denen ich schuld bin. Ich weiß, dass ich mich ändern muss, das muss nicht immer gesagt werden“, so das „Enfant terrible“, dem vorgeworfen wird, sein Talent durch unbedachte Verhaltensweisen zu verschleudern. Er habe ohnehin schon vor Wochen begonnen, sich zu ändern, beteuerte Arnautovic in dem Interview.
„Vor dem Spiel gegen Dortmund habe ich Scheiß gebaut. Seitdem konzentriere ich mich nur auf Fußball - nicht auf den Zirkus neben dem Platz.“ Aufgefallen sei ihm aber schon, „dass ich nichts ändern muss, wenn ich Tore mache. Spiele ich schlecht, soll ich mich ändern.“ Bei den Änderungen hätten ihm Gespräche in Bremen mit Klaus Allofs und Thomas Schaaf geholfen, aber auch seine Familie.
Garantie für Werder-Fans
„Ich habe hier viel auf den Deckel bekommen. Das war auch okay so. Aber nächste Saison will ich es besser machen“, sagte Arnautovic. Konkret: „Drei Tore in 25 Spielen sind eine schlechte Leistung bei meinem Können. Hier wird mehr von mir erwartet, ich erwarte selbst mehr. Ich garantiere, dass ich nächste Saison häufiger treffe!“
Fehlen wird beim EM-Qualifikationsschlager Österreich gegen Deutschland nicht nur Arnautovic, sondern auch Bastian Schweinsteiger. Der 87-fache DFB-Teamspieler sagte wegen der Folgen eines Zehenbruchs für die kommenden drei Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Uruguay (29. Mai), Österreich (3. Juni) und Aserbaidschan (7. Juni) ab. Der 26-Jährige hatte in den vergangenen Wochen trotz Zehenbruchs gespielt. Der deutsche Teamchef Joachim Löw nimmt nach DFB-Angaben keine Nachnominierung vor.
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