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„Schalke ist Gänsehaut“

Der innerdeutschen Transfer von Christian Fuchs ist fix. Der 25-jährige Niederösterreicher wechselt von Mainz 05 zu Schalke 04, wo er einen Vertrag über fünf Jahre erhält. Der Wechsel hatte sich schon am Wochenende abgezeichnet, als das Fachmagazin „kicker“ den bevorstehenden Transfer vermeldete.

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Fuchs kann aufgrund einer Ausstiegsklausel aus seinem Vertrag bei den Mainzern, die ihn erst mit Saisonende fix von Bochum erworben hatten, austreten. Die Ablösesumme soll bei knapp unter fünf Millionen Euro liegen, der 25-Jährige wollte sich dazu aber nicht äußern.

Laut Fuchs-Berater Thomas Böhm hatte es mehrere Anfragen aus dem In- und Ausland gegeben, darunter auch aus der Premier League. „Es spricht für Christian, dass er sich für Schalke entschieden hat, weil er der Meinung ist, dass die deutsche Bundesliga zu den professionellsten und sportlich besten Ligen der Welt gehört“, so Böhm.

Christian Fuchs hält Schalke 04 Trikot

APA/MPW-1060/GOLLATZ

Christian Fuchs (li.) mit neuem Dress und Berater Thomas Böhm.

Genau, was Schalke braucht

Laut Schalke-Sportvorstand Horst Heldt ist Fuchs genau jener Spieler, den die „Königsblauen“ für die Verteidigung suchen: „Er hat seine Klasse in der Bundesliga bereits beim VfL Bochum und bei Mainz 05 unter Beweis gestellt, zudem seinen Anteil daran, dass sich die Mainzer in der abgelaufenen Spielzeit erstmals sportlich für den Europapokal qualifizieren konnten. Christian verleiht mit seinen Freistößen und präzisen Pässen auch dem Offensivspiel wichtige Impulse. Das belegen acht Torvorlagen in der abgelaufenen Bundesliga-Saison.“

„Großes Kino“ vor vollem Haus

Auch Fuchs ist sich sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben: „Schalke bedeutet für mich Gänsehaut. Der Club zählt zu den nationalen Topclubs und konnte international schon öfter positiv auf sich aufmerksam machen. Als ich mit Bochum zum ersten Mal auf Schalke gespielt habe, war ich beeindruckt – das werde ich nie vergessen. Schalke hat fast 100.000 Mitglieder, hat den UEFA-Pokal gewonnen, stand letzte Saison im Halbfinale der Champions League. Schalke ist großes Kino.“

An Anpassungsschwierigkeiten glaubt der Niederösterreicher nicht. „Ich glaube, dass meine Art, Fußball zu spielen, zum Club passt. Ich bin ein kämpferischer, körperbetonter Fußballer. Ich bin mir auf dem Platz für nichts zu schade. Ich rackere bis zur letzten Minute, setze mich voll ein. Auch als Typ passe ich hierher. Ich bin bodenständig, kann das Leben der Menschen, die auf der Tribüne sitzen, einschätzen und weiß, dass wir Fußballprofis im Vergleich zu vielen Fans ein privilegiertes Leben führen.“

„Jetzt kommt Ruhe in meine Karriere“

Nach seinem dritten Vereinswechsel innerhalb von drei Jahren will der Ex-Mattersburg- und -Bochum-Spieler nun sesshaft werden. „Ich verspreche: Jetzt kommt Ruhe in meine Karriere. Ich habe bewusst einen Vertrag auf vier Jahre unterschrieben. Ich möchte lange bei Schalke bleiben und eine sportliche Heimat finden.“

Die Chancen dafür stehen laut Schalke-Manager Horst Heldt gut. „Auf seiner Position in der Abwehrkette hat Schalke in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichsten Gründen keine dauerhafte Lösung präsentieren können. Fuchs verfügt über die sportlichen Voraussetzungen, diese künftig darstellen zu können. Er hat seine Klasse in der Bundesliga bereits beim VfL Bochum und bei Mainz 05 unter Beweis gestellt“, betonte Heldt.

Fuchs setzt damit die „Österreich-Tradition“ bei Schalke fort. Die erste historische Verbindung datiert vom 22. Juni 1941, als der SK Rapid im Endspiel um die deutsche Meisterschaft in Berlin gegen die „Knappen“ einen 0:3-Rückstand in ein 4:3 verwandelte. 1958 führte dann der Wiener Edi Frühwirth als Trainer die Schalker zum siebenten und bisher letzten Meistertitel. In weiterer Folge spielten die beiden Wiener Franz Hasil und Hans Pirkner, der Tiroler Kurt Jara und zuletzt von 2003 bis 2004 auch der Steirer Edi Glieder für den Ruhrpott-Verein. Außerdem wurde Schalke von Juli 1975 bis März 1976 vom Wiener Max Merkel betreut.

Kommende Saison in Europa League dabei

Mit Mainz hatte sich Fuchs in dieser Saison als Fünfter sensationell für die Europa League qualifiziert. Die in der Champions League überraschend bis ins Halbfinale vorgestoßenen Schalker sind als Cupsieger ebenfalls für die Europa League startberechtigt. In der Meisterschaft hatte es für die „Königsblauen“ nur zu Rang 14 gereicht.

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