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Tiroler bastelt an Comeback

Benjamin Raich kann wieder lachen. Einige Monate nach seiner schweren Knieverletzung bei der Ski-Weltmeisterschaft in Garmisch-Partenkirchen denkt der Tiroler an eine Rückkehr auf die Skipisten dieser Welt. „Mit dem Heilungsverlauf bin ich sehr zufrieden“, sagte der 33-Jährige, der aber den Zeitplan für ein Comeback seinem Körper überlässt.

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Es gehe darum, geduldig und konsequent weiterzuarbeiten und „keinen Blödsinn zu machen“, meinte Raich bei seinem ersten öffentlichen Auftritt seit der Verletzung im Sanatorium der Barmherzigen Schwestern in Innsbruck, wo der zweifache Olympiasieger an seinem Comeback arbeitet. Raich hatte sich im Teambewerb der Titelkämpfe im Februar ohne Sturz einen Riss des vorderen Kreuzbandes im linken Knie zugezogen und musste operiert werden.

Erste schwere Verletzung

Für den Tiroler war das vorzeitige Saisonende eine ungewohnte Erfahrung. Erstmals in 14 Jahren im Weltcup hatte der Verletzungsteufel bei Raich in dieser Härte zugeschlagen. „Damals war es eine schwierige Situation“, erinnert sich der 33-Jährige an seine geistige Verfassung nach der Verletzung. Jetzt denkt Raich wieder zuversichtlich an die Zukunft. Vor allem der Heilungsprozess stimmt den Lebensgefährten von Slalom-Königin Marlies Schild positiv.

Benjamin Raich beim Gewichtheben

GEPA/Andreas Pranter

Raich demonstriert vor Journalisten die Belastbarkeit seines operierten Knies.

„Der Zustand ist optimal, auch wenn er noch nicht die maximale Leistung bringen kann“, meinte auch Raichs behandelnder Physiotherapeut Wolfgang Margreiter. Derzeit stünde der Athlet bei 45 bis 60 Prozent seines Leistungsvermögens. Bis zum Winter will man aber behutsam vorgehen, um nicht einen Rückschlag zu erleiden. „Jedes Training ist ein kleines Abenteuer für Benni, denn er muss sich komplett umstellen“, so Margreiter.

Start bei Saisonauftakt wackelt

Die Frage, die sich nicht nur die Fans stellen: Wird Raich beim traditionellen Saisonauftakt in Sölden bereits wieder am Start stehen? „Sicherlich ist dies ein Ziel, aber nur, wenn ich hundert Prozent fit bin“, so der Tiroler, „wichtig wird sein, wie mein Gefühl auf Schnee ist“. Mehr oder weniger fix ist Raichs Fehlen beim Überseetraining der ÖSV-Herren. Aber ganz ausschließen will es der dreifache Weltmeister, in Absprache mit Cheftrainer Mathias Berthold, dann doch nicht. Raich: „Wenn es mich kitzelt, kann ich kurzfristig anreisen.“

Das Gefühl auf Schnee will Raich frühestens Mitte oder Ende August ausprobieren. Dabei hört der Gesamtweltcup-Sieger von 2006 ganz auf seine innere Stimme: „Mein Körper gibt den Zeitplan vor.“ Der Pitztaler hat aus den Erfahrungen einiger ehemaliger Kollegen seine Lehren gezogen. „Ich habe mit Fritz Strobl gesprochen, der brauchte nach der gleichen Verletzung fünf Jahre und wurde dann Olympiasieger“, so Raich, der aber mit einem verschmitzten Lächeln hinzufügte: „Aber so viel Zeit habe ich nicht mehr.“

Hirscher wieder voll dabei

Eine gute Nachricht für alle Skifans kommt auch aus dem Lager von Marcel Hirscher. Der 22-jährige Salzburger, der Anfang Februar beim Riesentorlauf in Hinterstoder einen Kahnbeinbruch im linken Fuß erlitten hatte, steht bereits wieder voll im Training. Hirscher bereitet sich bereits wieder mit den Slalom-Herren im Raum Zell am See auf die kommende Weltcup-Saison vor.

„Es sieht sehr gut aus. Laut meinen Ärzten darf ich wieder alles machen. Das ist für mich eine super Sache“, wird der Salzburger in einer ÖSV-Aussendung zitiert. Nachwirkungen seiner Verletzung spürt Hirscher nicht mehr. „Ich habe einige Tage schon auf Schnee trainiert. Es war gut für mich zu sehen, dass alles wieder so funktioniert, wie es vor meiner Verletzung war“, so der Technikspezialist.

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