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Lange Pause droht

Das Gletschertraining in Norwegen war für Mario Stecher keine Reise wert. Der Wahltiroler musste das Trainingslager der Nordischen Kombinierer auf dem Sognefjell-Gletscher in Norwegen wegen anhaltender Kniebeschwerden vorzeitig beenden. Die bittere Diagnose: Stecher muss sich in Innsbruck einer weiteren Operation unterziehen.

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Der 33-Jährige, der am 17. Juli Geburtstag feiert, reiste bereits am Sonntag vom Trainingslager im hohen Norden ab. Bei Untersuchungen in Innsbruck stellte sich heraus, dass eine Operation unausweichlich ist. „Betroffen sind Meniskus und Knorpel. Was genau gemacht werden muss, kann erst im Laufe der Operation genau entschieden werden“, so Stecher in einer Aussendung des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV).

Cheftrainer rechnet mit Comeback

Der gebürtige Steirer hat die Vorbereitung auf die kommende Saison mehr oder weniger abgehakt. „Ich rechne schon mit einer etwas längeren Pause“, so Stecher. Er hatte sich das rechte Knie ursprünglich im Jänner bei einem Trainingssprung in Seefeld verletzt. Damals waren ein Kapseleinriss und ein eingerissener Knorpel diagnostiziert worden. Stecher war dennoch bei der WM im Februar im Einsatz und holte mit dem Team zweimal Gold.

Die neuerliche Operation könnte auch der Anfang vom Ende der Karriere des Routiniers sein, der in seiner Karriere neben zweimal WM-Silber und einmal WM-Bronze mit dem Team 2006 und 2010 Olympiagold und 2002 Olympiabronze gewann. Von dieser Spekulation will zumindest Cheftrainer Bard Jörgen Elden nichts wissen. „Mario hat sehr viel Routine, und ich bin überzeugt, dass er die Pause gut verkraftet und im Winter seine Leistung bringen wird“, so der Norweger. Im Frühjahr hatte das ÖSV-Team mit Felix Gottwald bereits eine Führungsfigur wegen Rücktritts verloren.

Dauerregen in Norwegen

Das Trainingslager der Kombinierer stand auch sonst unter keinem guten Stern. Starker Dauerregen erschwerte den Athleten das Leben. „Ich habe so etwas noch nie erlebt“, so Elden, der sich dennoch über den Einsatz seiner Schützlinge erfreut zeigte. „Ich bin mit den Fortschritten sehr zufrieden. Jeder Athlet hat dem Wetter getrotzt und äußerst professionell gearbeitet“, lobte der Cheftrainer.

Bernhard Gruber nahm die Wetterkapriolen mit Humor. „Wir sind hierhergekommen, um zu trainieren. Dem Wetter kann man auch etwas Positives abgewinnen: Zu Hause wird es uns sicher nie so treffen, dann gibt’s auch keine Ausreden“, so der Salzburger.

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