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Ein gutes Trio ist zu wenig

Der erhoffte Schub für das wichtige EM-Quali-Spiel gegen Deutschland blieb beim Test in Klagenfurt gegen die Slowakei aus. Nur Martin Harnik, David Alaba und der eingewechselte Erwin Hoffer zeigten jenen Schwung, der im Juni noch etwas Hoffnung auf einen erfolgreichen Herbst gegeben hatte. Der Großteil des Teams blieb unter den Erwartungen.

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Christian Gratzei: Befriedigend
Die meiste Zeit unterbeschäftigt sorgte der Sturm-Schlussmann bei seiner ersten Aktion mit einer unnötigen Flugeinlage für entrüstetes Raunen auf den Rängen. Hatte später beim 0:1 Pech, dass der Ball via Stange und seinen Rücken den Weg ins Tor fand. Beim zweiten Treffer gegen den strammen Schuss von Robert Jez chancenlos. Rehabilitierte sich ein wenig mit einer Glanzparade nach einem Schuss von Erik Jendrisek.

Florian Klein: Befriedigend
Unauffällig solide an der rechten Seite. Offensiv schaltete sich der Austrianer aber zu wenig ein. An der Mittellinie war mit seinen Angriffsbemühungen meist Schluss. Dass er mehr kann, zeigte Klein beim Anschlusstreffer: Seine präzise Flanke landete direkt auf dem Scheitel von Hoffer.

Emanuel Pogatetz: Befriedigend
Der Hannover-Verteidiger agierte im Abwehrzentrum gewohnt robust und kompromisslos. Die Harmonie mit Dragovic war aber in entscheidenden Szenen nicht wirklich gegeben.

Aleksandar Dragovic: Nicht genügend
Agierte zögerlich, ließ beim ersten Treffer der Slowaken Torschützen Juraj Kucka zu leicht an den Ball. Auch beim zweiten Treffer war der Basel-Legionär nicht im Bilde und spielte lieber den aufmerksamen Zuseher, als engagiert zu attackieren.

Christian Fuchs: Befriedigend
Vom einen oder anderen Stoppfehler abgesehen eine gewohnt solide Partie des Neo-Schalkers. Versuchte auch ohne Kapitänsschleife dem Spiel auf der linken Seite Schwung zu geben. Der letzte Pass wollte jedoch nicht gelingen.

Julian Baumgartlinger: Genügend
Rackerte unauffällig im Mittelfeld, blieb aber in der Offensive farblos. Servierte den Slowaken allzu oft leichtfertig den Ball und brachte damit die Hintermannschaft unnötig ins Schwitzen. Kein gelungener Abend für den Mainzer Legionär, der in der Nachspielzeit sogar noch den Ausgleich am Fuß hatte.

Stefan Kulovits: Genügend
Fand in seinem vierten Länderspiel nie richtig in die Partie. Der Rapidler lief dem Ball und den Slowaken zu oft hinterher. Musste zur Pause Daniel Royer Platz machen.

Zlatko Junuzovic: Nicht genügend
Versuchte dem Spiel Akzente zu geben, rannte sich aber bevorzugt an der slowakischen Abwehr fest. Den „tödlichen“ Pass vermisste man bei Österreichs Fußballer des Jahres an diesem Abend vergeblich. In Minute 55 war sein enttäuschender Arbeitstag beendet.

David Alaba: Gut
Vorne, hinten, links, rechts - vor allem zu Beginn war der 19-Jährige überall zu finden. Ließ mit sehenswerten Haken die Slowaken teilweise alt aussehen und hatte die Führung am Fuß. Die Slowaken bekamen den Bayern-Spieler aber immer besser in Griff.

Martin Harnik: Gut
Das vom Ligastart in Deutschland gewonnene Selbstvertrauen schlug sich auch im Nationalteam nieder. Neben Alaba vor allem in der ersten Hälfte der auffälligste Spieler im Angriff. Fand bei einem wuchtigen Kopfball in Everton-Goalie Jan Mucha seinen Meister, ein sehenswertes Solo wurde ebenfalls nicht mit einem Treffer belohnt. Probierte es in der zweiten Hälfte einen Tick zu oft alleine.

Marc Janko: Befriedigend
Wartete zwar geduldig auf seine Chancen, bekam aber zu wenig brauchbare Bälle serviert. Gegen die robuste slowakische Abwehr war der Stürmer allzu oft nur Zweiter und hing dadurch die meiste Zeit in der Luft. Versuchte sich Raum zu schaffen, rannte aber viele leere Kilometer.

Daniel Royer: Genügend
Kam zur Pause für Kulovits, fiel aber so wie der Rapid-Spieler so gut wie gar nicht auf. Wirkte bei seinem dritten Länderspiel etwas verloren und hilflos.

Erwin Hoffer: Gut
Ersetzte den schwachen Junuzovic nach zehn Minuten der zweiten Hälfte. Wurde seinem Ruf als Klagenfurt-Spezialist gleich mit seinem ersten richtigen Ballkontakt und dem Anschlusstreffer gerecht. Sein Tor zum vermeintlichen Ausgleich fiel einer Abseitsentscheidung des Schiedsrichters zum Opfer.

Karl Huber, ORF.at aus Klagenfurt

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