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Die Spieler sind gefordert

Red Bull Salzburg ist das Starensemble der tipp3-Bundesliga. Dennoch stellt der Club derzeit keinen Stammspieler in der österreichischen Nationalmannschaft. Das stört auch Trainer Ricardo Moniz. Die Schuld dafür sieht der 47-jährige Niederländer aber nicht bei Teamchef Dietmar Constantini. Stattdessen nimmt er seine Spieler in die Pflicht.

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Jakob Jantscher befand sich für das Testspiel am Mittwoch gegen die Slowakei zwar im ÖFB-Aufgebot, kam aber nicht zum Einsatz. Christoph Leitgeb ist in Salzburg Stammspieler, war von Constantini aber mehrfach nicht nominiert worden und hat dem Team daher den Rücken gekehrt.

Moniz’ Antwort auf die Frage, ob die beiden ehemaligen Sturm-Spieler unter ihm als Teamchef derzeit im Nationalteam zum Einsatz kämen, war klar: „Nein.“ Sie müssten noch härter an sich arbeiten. Gleiches gelte für die Nachwuchshoffnungen Georg Teigl, Daniel Offenbacher und Marco Meilinger, die bei der U20-WM in Kolumbien nicht über Kurzeinsätze hinausgekommen waren.

„Sie müssen sich Gedanken machen“

Auch bei Nationaltrainern Vertrauen zu erwecken, müsse laut Moniz das Ziel sein. „Das ist genau das, was uns fehlt. Das Potenzial ist top, aber du musst auch konkret sein.“ Der Anspruch von Red Bull sei es, Spitzenspieler zu entwickeln. „Wenn sie nicht ausgewählt werden, muss irgendetwas fehlen“, so Moniz. „Sie müssen sich Gedanken machen, was sie ändern können.“

Moniz fordert viel - bedingungslosen Einsatz, dazu zwei bis drei Trainings pro Tag. „Qualität kannst du nicht kaufen“, erinnerte der Niederländer, der im April seinem Landsmann Huub Stevens als Salzburg-Coach nachgefolgt war. „Unsere Philosophie ist es, Spieler zu entwickeln“, sagte Moniz. Daher müssten auch Leistungsschwankungen in Kauf genommen werden. „Da bin ich eigensinnig“, sagte der ehemalige Techniktrainer.

„Das ist unsere Aufgabe“

Constantini, mit dem er am Dienstag im Rahmen einer Terminkonferenz in Klagenfurt zusammengetroffen war, nahm Moniz wegen der kurzen Teamcamps in Schutz: „Er hat nicht die Zeit, um Spieler weiterzuentwickeln. Das ist unsere Aufgabe.“

Am Wichtigsten sei allerdings der diesbezügliche Wille der Spieler. Teigl, Offenbacher und Meilinger etwa seien vergangene Woche angeschlagen von der U20-WM zurückgekehrt - und ohne Erfolgserlebnis. „Sie sind physisch und mental müde zurückgekommen“, sagte Moniz. Sie alle hätten viel Potenzial - aber auch noch viel zu beweisen.

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