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Zwei Brasilianer im Mittelpunkt

Nach vier Runden ist in der tipp3-Bundesliga nur noch ein Team ohne Niederlage - Titelfavorit Red Bull Salzburg. Die „Bullen“ stürmten am Sonntagnachmittag mit einem 3:1-Sieg bei Cupsieger Josko Ried an die Tabellenspitze. Maßgeblich beteiligt am Erfolg waren erneut die beiden Brasilianer Alan und Leonardo, die je einmal trafen.

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Doch neben ihren spielerischen Qualitäten und dem Zug zum Tor sorgen die beiden Ballkünstler auch immer wieder für Aufregung. Hatte es vor drei Wochen beim Spiel gegen Wacker Innsbruck heftige Rassismusvorwürfe gegen die Tiroler wegen Neuzugang Leonardo gegeben, so flog Alan am Sonntag wegen einer Undiszipliniertheit nach einem Zweikampf mit Hadzic vom Platz (59.). Auch Leonardo musste in einigen Szenen von seinen Mitspielern zurückgehalten werden, um nicht Gefahr zu laufen, ebenfalls frühzeitig unter die Dusche geschickt zu werden.

„Das darf nicht passieren“

Entsprechend verstimmt war danach trotz des Sieges und des Sprungs an die Tabellenspitze Trainer Ricardo Moniz über das Verhalten von Alan. „Nicht zufrieden bin ich mit einigen Situationen, wie zum Beispiel der Geschichte von Alan. Auch wenn er von einem Gegenspieler durch Fouls ständig provoziert wird, muss er souverän und ruhig bleiben. Das muss er lernen“, sagte der 47-Jährige, Alan sei „noch lange kein fertiger Spieler“.

Von seinem Teamkollegen Christoph Leitgeb musste sich der Brasilianer ebenfalls Kritik gefallen lassen. „In der Pause haben wir darüber gesprochen, dass wir ruhig bleiben müssen, und nur 15 Minuten später verliert Alan die Nerven. Das darf nicht passieren. Ich denke, es wird eine Geldstrafe für ihn geben“, gab der Mittelfeldspieler zu Protokoll.

Leonardo fiel dagegen abgesehen von seinem Ärger über die raue Gangart des Gegners diesmal fast ausnahmslos positiv auf. Nicht nur beim frühen 1:0 (7.) ließ er sein riesiges Talent aufblitzen, auch ein tolles Solo über das halbe Spielfeld konnte erst von Ried-Tormann Gebauer gestoppt werden (62.). „Leonardo hat natürlich Qualität, ist ein super Beitrag für die österreichische Liga, aber er ist noch nicht genial“, weiß Moniz, dass auch in dem 28-Jährigen noch mehr steckt, als er bisher gezeigt hat.

Leonardo und Alan (Red Bull Salzburg)

GEPA/Felix Roittner

Spielerisch läuft für das brasilianische Duo derzeit alles nach Plan

Salzburgs Erfolgslauf geht weiter

„Die drei Punkte hier machen mich sehr glücklich. Die Entwicklung der ganzen Mannschaft stimmt, aber wir müssen geduldig bleiben“, betonte der Erfolgscoach nach dem bereits neunten Salzburger Auswärtssieg und insgesamt 15. Pflichtspiel ohne Niederlage en suite. Dabei hatte der Niederländer für das Ried-Match mit Sekagya (gesperrt), Douglas, Mendes, Schiemer, Pasanen, Zarate und Offenbacher (alle verletzt) gleich sieben Spieler vorgeben müssen. „Wir haben die vielen Verletzungen gut abgefangen“, lautete das zufriedene Resümee von Moniz.

Erfolgsgaranten in der Europa League

Leonardo und Alan sollen am Donnerstagabend im Europa-League-Play-off-Hinspiel bei Omonia Nikosia erneut für Tore sorgen. Sie hatten die Salzburger ja mehr oder weniger im Alleingang in die entscheidende Phase geschossen: Alan hatte zum Auftakt einen lupenreinen Hattrick gegen Liepajas Metalurgs erzielt und auch zweimal gegen FK Senica getroffen. Leonardo wiederum sorgte für den 1:0-Siegestreffer beim Heimspiel gegen Senica und war auch im Rückspiel einmal erfolgreich.

„Ich hoffe, es geht auch heuer wieder gegen Nikosia gut“, erinnerte Stürmer Roman Wallner an das Vorjahr, als die Zyprioten in der dritten Runde der Champions-League-Qualifikation mit 1:1 (auswärts) und 4:1 (heim) ausgeschaltet worden waren. „Wir dürfen sie aber auf keinen Fall unterschätzen, sie wollen sicher Revanche für das Ausscheiden im Vorjahr. Wir müssen also aufpassen.“

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