Ein attraktives Spiel ohne Treffer
Das Spitzenspiel der sechsten Runde der tipp3-Bundesliga zwischen Red Bull Salzburg und Rapid hat am Sonntag vor 15.500 Zuschauern ein 0:0 gebracht. Die Hütteldorfer hatten vor der Pause ein klares Übergewicht. Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Gastgeber über weite Strecken als bessere Mannschaft.
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Zu einem Torerfolg reichte es für sie aber auch deswegen nicht, weil der überraschend von Beginn an aufgebotene Neo-„Bulle“ Stefan Maierhofer beim Debüt für den Vizemeister ausgerechnet gegen seinen Ex-Club farblos blieb. Die Salzburger erzielten damit nach sechs Runden erst sieben Tore. Noch schlechter ist die Bilanz von Rapid, das erstmals seit 2003 zum vierten Mal in Serie keinen Treffer erzielt hat und bei einem Torverhältnis von 4:4 hält.

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Maierhofer arbeitete viel, der Torerfolg blieb ihm beim Einstand aber versagt
Rapid trotz Derby-Pleite mit Selbstvertrauen
Die 0:3-Derby-Schlappe vor einer Woche hatte bei Rapid scheinbar überhaupt keine Spuren hinterlassen. Die Gäste begannen voller Selbstvertrauen, attackierten früh und brachten die Salzburger vor allem in den ersten 15 Minuten gehörig in Bedrängnis.
In der 3. Minute lief der wieder als Solospitze aufgebotene Hamdi Salihi nach Hofmann-Pass allein auf Eddie Gustafsson zu, scheiterte aber am „Bullen“-Schlussmann, der sieben Minuten später bei einem Schuss von Steffen Hofmann neuerlich sein ganzes Können aufbieten musste. Gefährlich wurde es auch in der 13. Minute, als Salzburg-Stürmer Alar nach einem kurz abgespielten Freistoß das Außennetz traf.
Salzburgs Probleme mit Systemumstellung
Die Hausherren hatten in dieser Phase dem 4-2-3-1 Rapids mit Deni Alar und Christopher Trimmel an den Flügeln und dem verbesserten Hofmann im Zentrum überhaupt nichts entgegenzusetzen, was möglicherweise auch mit ihrer veränderten Spielanlage zu tun hatte. Wegen der Hereinnahme von Maierhofer zugunsten von Leonardo, der wegen einer leichten Muskelverhärtung vorerst geschont wurde, stellte Coach Ricardo Moniz von einem 4-3-3 auf ein 4-4-2 um, dessen Umsetzung dem Vizemeister große Probleme bereitete.
Erst nach rund 20 Minuten kam eine gewisse Stabilität ins Salzburger Spiel, und prompt trat auch Maierhofer in Erscheinung. In der 26. Minute setzte der Niederösterreicher einen Kopfball deutlich über das Tor. In der 36. Minute verfehlte er eine Freistoßflanke von Christoph Leitgeb knapp und kurz vor der Pause wurde der 29-Jährige fälschlicherweise wegen Abseits zurückgepfiffen - allerdings wäre Maierhofer ohnehin an Helge Payer gescheitert.
Moniz reagiert in der Pause
Moniz reagierte in der Pause auf Rapids Überlegenheit, die sich unter anderem in einem Eckballverhältnis von 10:1 manifestierte: Der in der 7. Minute für den verletzten Dusan Svento gekommene Linksverteidiger Jefferson war gegen Trimmel völlig überfordert und musste den Platz für Ibrahim Sekagya räumen, außerdem agierte Maierhofer ab sofort als Solospitze mit Gonzalo Zarate und Alan an den Flügeln und Jakob Jantscher im offensiven Zentrum.
Dadurch erhielten die Salzburger ein spielerisches Übergewicht, was jedoch nur zu Halbchancen führte - Payer war bei Schüssen von Zarate (48.), Jantscher (54.) und vom eingewechselten Leonardo (77.) auf dem Posten. Die einzige Rapid-Chance in den zweiten 45 Minute - einen Schuss von Schrammel - parierte Gustafsson in der 83. Minute.
Wenige Sekunden vor Schluss verhinderte Trimmel einen Torschuss von Alan aus kurzer Distanz - der Brasilianer verletzte sich dabei ohne Fremdeinwirkung und musste mit Verdacht auf Kreuzbandriss vom Platz getragen werden.

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Der Gesichtsausdruck von Alan lässt nichts Gutes hoffen
Fünftes Remis in Serie für Rapid in Salzburg
Die Hütteldorfer, für die es von den knapp 1.000 mitgereisten Fans wieder keine organisierte Unterstützung gab, warten seit dem 7:0 am 23. März 2008 auf einen vollen Erfolg in Wals-Siezenheim, holten aber auch in den jüngsten fünf Auswärtsduellen mit Salzburg immer ein Remis. Allerdings beendeten sie die bereits vierte Partie en suite ohne Torerfolg und warten seit dem 23. Juli (2:0 in Wiener Neustadt) auf einen Sieg.
Die seit zwölf Ligapartien ungeschlagenen Mozartstädter wiederum konnten ihre Heimschwäche unter Moniz weiterhin nicht ablegen. Unter dem Niederländer steht die Bilanz vor eigenem Publikum bei zwei Siegen, vier Remis und zwei Niederlagen.
Stimmen zum Spiel:
Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): „Die vielen Spiele sind sehr intensiv, deswegen haben wir in der ersten Hälfte große Probleme mit dem Tempo von Rapid gehabt. In der zweiten Hälfte haben wir das repariert. Wir sind aber zu spät ins Spiel gekommen, um noch drei Punkte zu holen. Das Kreuzband von Alan ist zu 99 Prozent gerissen. Wir sind alle geschockt von der schweren Verletzung. Das ist eine Katastrophe für ihn und uns. Maierhofer hat gezeigt, dass er eine sehr wertvolle Verstärkung werden kann.“
Peter Schöttel (Rapid-Trainer): „Aufgrund der ersten Hälfte trauere ich den drei Punkten nach. Aber Salzburg hat sich in der zweiten Hälfte gesteigert, wir haben unserem hohen Tempo Tribut zollen müssen. Insofern kann ich mit dem Punkt leben, hätte aber schon auf ein Ende der Torsperre gehofft. Die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie gut ist und dass sie noch besser wird. Wir haben uns den Punkt mehr als verdient. Schade, dass wir in der ersten Hälfte nicht die Chancen gemacht haben, Gustafsson hat aber auch gut reagiert.“
Stefan Maierhofer (Salzburg-Stürmer): „Leider habe ich kein Erfolgserlebnis gehabt. Rapid war in der ersten Hälfte besser, aber in der zweiten hatten wir zwei gute Chancen. Ich stelle mich in den Dienst der Mannschaft. Wenn die anderen die Tore machen, bin ich auch zufrieden. Ich glaube, es war eine ordentliche Leistung von mir, auch wenn man gesehen hat, dass es noch nicht so harmoniert nach drei Trainings.“
Steffen Hofmann (Rapid-Kapitän): „Aufgrund der Chancen hätten wir das Spiel gewinnen müssen, vor allem in der ersten Hälfte hatten wir drei, vier gute Möglichkeiten. Im Moment fehlt uns in einigen Situationen das nötige Quäntchen Glück. Aber man hat gesehen, dass wir kämpfen, und irgendwann wird sich das Blatt wieder wenden und werden die Chancen wieder reingehen.“
Tipp3-Bundesliga, sechste Runde
Sonntag:
Salzburg - Rapid 0:0
Red-Bull-Arena, 15.500 Zuschauer, SR Eisner
Salzburg: Gustafsson - Schiemer, Pasanen, Hinteregger, Svento (7. Jefferson/46. Sekagya) - Jantscher, Leitgeb, Lindgren, Zarate (71. Leonardo) - Maierhofer, Alan
Rapid: Payer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Soma, Schrammel - Heikkinen, Pichler - Trimmel, Hofmann (90. Nuhiu), Alar (80. Katzer) - Salihi (65. Gartler)
Gelbe Karten: Pasanen, Jantscher, Zarate bzw. Schrammel, Heikkinen, Schimpelsberger, Pichler
Die Besten: Gustafsson, Hinteregger bzw. Heikkinen, Trimmel, Hofmann
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