Heimsieg gegen Kapfenberg
SV Josko Ried hat sich am Sonntag aus dem Tabellenkeller der tipp3-Bundesliga geschossen. Der ÖFB-Samsung-Cupsieger bezwang in der sechsten Runde SV Kapfenberg zu Hause mit 1:0 (1:0), den entscheidenden Treffer erzielte Anel Hadzic. Die Steirer, die erst in der Schlussphase für Offensivakzente sorgten, verloren somit auch das siebente Oberhausmatch der Geschichte in Ried.
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Vor Anpfiff stand Oliver Glasner noch einmal im Mittelpunkt. Am Tag seines 37. Geburtstags wurde das Rieder Urgestein mit Urkunde, Torte, Blumen und Golfausrüstung in die Pension verabschiedet, auch in dieser will Glasner spätestens ab 2012 den Innviertlern in einer noch nicht fixierten Form erhalten bleiben. Im Rahmen der offiziellen Verabschiedung wurde er zum Ehrenkapitän der Rieder ernannt.
„Ich kann einen wunderbaren Blick zurückwerfen. Ich bin 1992 nach Ried gekommen. Und wenn ich vergleiche, wie der Verein damals dagestanden ist und wie er jetzt dasteht, da sind Welten dazwischen. Ich freue mich, dass ich bei dieser Entwicklung dabei sein durfte und dazu auch etwas beitragen konnte“, so Glasner.
Hausherren von Beginn an gefährlicher
Seine Ex-Kollegen waren drei Tage nach dem 0:5 im Play-off der UEFA Europa League in Eindhoven von Beginn an die gefährlichere und bessere Mannschaft. Nach einem von Kapfenberg-Goalie Raphael Wolf entschärften Freistoß von Hadzic (12.) stellten die Rieder in der 20. Minute auf 1:0. Eine Freistoß-Flanke von Thomas Hinum segelte durch den Strafraum, Hadzic beförderte den Ball aus leicht abseitsverdächtiger Position per Kopf via linker Innenstange ins Tor.

GEPA/Walter Luger
Hadzic (re.) erzielte sein erstes Saisontor
Die Rieder hätten eigentlich mit einer beruhigenden 2:0-Führung in die Pause gehen müssen, doch das Schiedsrichterteam rund um Christian Dintar entschied bei einem Tor von Daniel Royer (42.) zu Unrecht auf Abseits. Erst nach 52 Minuten erzeugten die Gäste zum ersten Mal ein wenig Gefahr, ein Kopfball von Roman Prokoph ging am rechten Eck vorbei.
Kapfenberg bereits drei Spiele ohne Torerfolg
Bei einem Royer-Volley (63.), einem Schuss von Casanova (68.) und einer Chance von Ivan Carril (85.) verpassten die Hausherren das 2:0. Obwohl die Kapfenberger in der Schlussphase erstmals richtig Druck aufbauten, gab es an ihrer dritten Ligapleite ohne erzielten Treffer en suite nichts mehr zu rütteln.
Stimmen zum Spiel:
Paul Gludovatz (Ried-Trainer): „Das war ein ganz wichtiger Dreier. Jetzt können wir uns richtig auf die nächsten drei Spiele gegen unsere unmittelbaren Tabellenkonkurrenten (Innsbruck, Admira, Wr. Neustadt, Anm.) fokussieren.“
Anel Hadzic (Ried-Torschütze): „Es war ein komisches Tor. Ich habe versucht, das Beste aus diesem Ball zu machen. Wir haben die Europacup-Niederlage gegen Eindhoven gut verkraftet, gegen so ein Team darf man ausscheiden. Aber kräftemäßig waren es sehr schwere 90 Minuten.“
Werner Gregoritsch (Kapfenberg-Trainer): „Unser Problem ist, dass wir in einer Negativserie stecken. Die Mannschaft hat aber mit ihrer Leistung deutlich gezeigt, dass sie da rausmöchte. Die Niederlage war völlig unnötig.“
Tipp3-Bundesliga, sechste Runde
Sonntag:
Ried - Kapfenberg 1:0 (1:0)
Keine-Sorgen-Arena, 5.300 Zuschauer, SR Dintar
Tor: Hadzic (20.)
Ried: Gebauer - Hadzic, Reifeltshammer, Riegler - Basala-Mazana (81./Rotpuller), Hinum, Schreiner - Royer, Casanova, Nacho (63./Lexa) - Zulj (69./Carril)
Kapfenberg: Wolf - Sharifi, Mavric, Taboga, Welnicki (57./Wendler) - Erkinger, Gucher (76./Kröpfl) - Micic, Gregoritsch (65./Ordos), Felfernig - Prokoph
Gelbe Karten: Hadzic, Hinum bzw. Taboga, Micic
Die besten Spieler: Hadzic, Royer, Hinum bzw. Prokoph
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