Themenüberblick

„Der Meister ist zurück“

Nach der verpassten Chance auf den Geldregen in der UEFA Champions League hat sich Puntigamer Sturm Graz in der tipp3-Bundesliga wieder von der meisterlichen Seite präsentiert. Zwar machte es Gegner SC Wiener Neustadt den Steirern am Samstag nicht allzu schwer, der 5:0-Kantersieg gegen die Niederösterreicher zeigte aber die klare Aufwärtstendenz beim aktuellen Meister.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

„Das war ein Zeichen der ganzen Mannschaft, dass wir heuer wieder vorne mitspielen wollen. Wichtig war, dass wir in der Tabelle an der Spitze dran bleiben“, sagte Doppeltorschütze Andreas Hölzl. Und der erstmals in der Liga treffsichere Darko Bodul ergänzte: „Wenn man 5:0 zu Hause gewinnt, sieht man, dass Sturm keine schlechte Mannschaft ist. Der Meister ist zurück mit gutem Fußball.“

Jubel von Darko Bodul (Sturm)

GEPA/David Rodriguez

Der im Sommer verpflichtete Bodul erzielte seine ersten beiden Tore

Noch höherer Sieg wäre möglich gewesen

Nur eine Spielhälfte bot die Elf von Peter Stöger den Hausherren in der Grazer UPC-Arena Paroli. Nach dem 0:2 durch den ersten Streich von Bodul fielen die Neustädter aber gänzlich auseinander. Am Ende verpasste Sturm vor den Augen der Spione der Europa-League-Gegner Anderlecht und AEK Athen sogar ein noch höheres Schützenfest. Zur Belohnung gab es für die schwarz-weißen Kicker von Trainer Franco Foda zwei freie Tage.

Beirren lassen wollte sich der Meister vor der Partie weder vom kurzfristigen Ausfall von Jürgen Säumel noch der Verstimmung zwischen Foda und Patrick Wolf, der gar nicht im Kader aufschien. Das 0:2 gegen BATE Borisow vergessen machen, lautete die Devise der Steirer. „Wichtig war, dass man nach so einem Spiel wieder aufsteht. Und das haben wir eindrucksvoll bewiesen“, erklärte Foda, der in den vergangenen Tagen auch als Psychologe gefragt war.

Bodul spielt sich in die Herzen der Fans

Zittern musste Sturm nur einmal, als der Ex-Grazer Edin Salkic Teamkeeper Christian Gratzei beim Stand von 0:0 per Kopf prüfte. Es war jedoch Wiener Neustadts einzige zählbare Topchance. Noch dazu erwies sich die Hintermannschaft der Niederösterreicher als zu fehleranfällig und ermöglichte so auch Bodul seine ersten Erfolgserlebnisse in der Liga. Der kroatisch-österreichische Doppelstaatsbürger spielte sich mit zwei Toren und einigen technischen Gustostückerln in die Herzen der Fans.

Dabei sind die Grazer nach dem Ausfall von Torjäger Kienast weiter auf der Suche nach einem zusätzlichen Angreifer. Ginge es nach Bodul, ist diese Suche nicht nötig. „Ich denke nicht, dass wir ein Stürmerproblem haben bei Leuten wie Muratovic, Szabics und mir“, scherzte der 22-Jährige. Dennoch soll der Kader verstärkt werden. Wie Foda verriet, ist diesbezüglich ein weiteres Gespräch mit Präsident Gerald Stockenhuber geplant. „Bis zur Winterpause ist es noch ein hartes Programm und man könnte noch etwas machen“, betonte der Deutsche.

Szabolcs Safar

GEPA/Mario Kneisl

Safar erlitt einen Nasenbeinbruch

Wacker verliert Stammgoalie

Wacker Innsbruck muss dagegen vorerst ohne seinen Stammtorhüter auskommen. Szabolcs Safar erlitt beim 1:1 in Mattersburg bereits in der ersten Minute bei einem Zusammenstoß mit Alois Höller, der eine Gehirnerschütterung davontrug, einen Nasenbeinbruch. Der 21-jährige Markus Egger kam daher zu seinem Bundesliga-Debüt.

Wacker-Trainer Walter Kogler warf den Mattersburgern daraufhin vorsätzliche Härte vor. „Ich verstehe das nicht. Es hätte auch andere verletzte Spieler geben können“, kritisierte der ehemalige ÖFB-Teamverteidiger. Das wollte Franz Lederer nicht auf sich sitzen lassen, attestierte Kogler schlechten Stil. „Uns absichtliche Härte zu unterstellen, ist mehr als untergriffig“, betonte der Mattersburg-Coach.

Links: