Keine Interimslösung
Dietmar Constantini bleibt wie vertraglich vereinbart bis zum Jahresende Teamchef des österreichischen Nationalteams. Der Tiroler wird die Mannschaft trotz der misslungenen EM-Qualifikation auch in den verbleibenden beiden Spielen gegen Aserbaidschan und Kasachstan betreuen. Das gab ÖFB-Präsident Leo Windtner am Mittwoch in Wien bekannt.
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„Es ist offensichtlich, dass es keinen Bruch zwischen den Spielern und dem Teamchef gibt. Eine Interimslösung hätte keinen Sinn“, sagte Windtner. Der Vertrag mit Constantini wird aber wie erwartet nicht mehr verlängert. Bis November will der ÖFB-Präsident gemeinsam mit dem Vorstand einen neuen Trainer für das Nationalteam gefunden haben. „Die Suche beginnt aber sofort“, stellte der Oberösterreicher klar.
„Für jede Lösung offen“
Ob am Ende eine österreichische Lösung oder ein ausländischer Trainer gefunden wird, ließ Windtner offen. „Ich bin für jede Lösung offen. Ich bin für die beste Lösung, die zu uns passt“, so der Oberösterreicher. Bei Constantini bedankte sich der ÖFB-Präsident für seine Arbeit und die Fortführung der Geschäfte bis Ende des Jahres.
„Ich möchte Constantini danken, es ist keine Selbstverständlichkeit, dass er das macht. Wichtig ist, dass es einen kontinuierlichen Übergang gibt“, so Windtner. Constantini selbst will sich an der Diskussion über seinen Nachfolger nicht beteiligen. „Dass ein Trainer den nächsten Trainer vorschlägt, habe ich noch nie gehört“, sagte der Tiroler.
Nur sieben Siege
Constantini war am 4. März 2009 als Nachfolger von Karel Brückner ernannt worden. Allerdings gelang es auch dem 56-jährigen Tiroler nicht, das ÖFB-Team zu einer Endrunde zu führen. Am Dienstag wurde mit einem 0:0 gegen die Türkei die letzte theoretische Chance auf eine Teilnahme an der EM 2012 verspielt. In 23 Spielen unter Constantini gab es lediglich sieben Siege, aber 13 Niederlagen.
In den jüngsten zehn Spielen feierte die Nationalmannschaft nur einen Sieg, dem stehen sieben Niederlagen gegenüber. Als Favoriten auf die Nachfolge als Teamchef gelten laut diversen Medien Sturm-Graz-Trainer Franco Foda, der Deutsche Starcoach Christoph Daum, aber auch Ried-Trainer Paul Gludovatz und U21-Teamchef Andreas Herzog. Selbst der Name Otto Rehhagel wurde bereits ins Spiel gebracht.
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