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Schwede bekundet Interesse

Der erste Teamkader nach der Ära Dietmar Constantini für die ausbleibenden Spiele der EM-Qualifikation in Aserbaidschan und Kasachstan ist seit Dienstag Gewissheit. Auch die Suche nach dem Nachfolger des Tirolers läuft weiter auf Hochtouren. Ein Name, der zuletzt immer mehr in den Vordergrund drängt, ist Lars Lagerbäck. Der ehemalige schwedische Teamchef war bereits zu Gesprächen in Wien.

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Bereits am Montag war der 63-Jährige zu einem Gespräch mit der ÖFB-Führungsspitze in die Bundeshauptstadt gereist. Lagerbäck bestätigte auf dem Internetportal fotballskanalen.se die Reise nach Wien. Details zu den Gesprächen wollte der Trainer jedoch nicht preisgeben. Nur, dass ihm der Ausflug an die Donau gefallen habe, ließ Lagerbäck wissen. „Ich habe ein Wiener Schnitzel gegessen, und es war sehr gut“, sagte der Schwede.

Erfolg mit Schweden

Lagerbäck, der es als Spieler nur bis in die dritte Leistungsstufe geschafft hatte, ist nach Christoph Daum und Otto Rehhagel der nächste international erfolgreiche Trainer auf dem Teamchef-Wunschzettel des Österreichischen Fußball-Bundes (ÖFB). „Man hat angefragt“, bestätigte der Mann aus Katrineholm, der sich vor allem während seiner Zeit als schwedischer Teamchef einen Namen in der Szene machte, „aber man weiß ja nicht, wie viele andere auch gefragt wurden.“

Von 2000 bis 2004 teilte er sich mit Tommy Söderberg die Leitung des Teams und führte die Mannschaft zur WM 2002 in Japan und Südkorea und zur Euro 2004 in Portugal. Bis 2009 war Lagerbäck alleine für die „Blau-Gelben“ verantwortlich und spielte mit dem Team bei der WM 2006 in Deutschland und der EM 2008 in Österreich und der Schweiz im Konzert der Großen mit.

Erst in der Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika zeigte Lagerbäck Abnützungserscheinungen und trat nach verpasster Quali zurück. In Südafrika war der Schwede dennoch am Werk. Als Teamchef Nigerias war für Lagerbäck jedoch die WM nach der Vorrunde bereits wieder vorbei.

Lars Lagerbäck in seiner Zeit als Nigeria-Teamchef

AP/Matthias Schrader

Bei der WM 2010 fand Lagerbäck nicht den richtigen Draht zu Nigerias Spielern

Deutsch als Hindernis?

Ein Engagement beim ÖFB wäre für den 63-Jährigen, der in der Zwischenzeit als TV-Experte arbeitet, eine Rückkehr auf die Trainerbank. Dass Lagerbäck fachlich das Anforderungsprofil des ÖFB erfüllen würde, bestätigte auch Interimsteamchef Willi Ruttensteiner in seiner Funktion als Sportdirektor am Rande der Kaderpräsentation am Dienstag: „Er ist ein Fachmann.“

Einziges Hindernis könnte die Sprache sein. Denn laut ÖFB-Präsident Leo Windtner muss Constantinis Nachfolger besser Deutsch sprechen als dessen Vorgänger Karel Brückner. Die Deutschkenntnisse Lagerbäcks sollen zwar besser sein als jene des Tschechen, trotzdem unterhielt sich Ruttensteiner bei einem Treffen am Rande der U19-EM 2007 in Oberösterreich mit dem Schweden laut eigener Aussage doch lieber auf Englisch.

Sollte Lagerbäck für den ÖFB trotz möglicher Sprachprobleme die Nummer eins auf der Wunschliste sein, ist Eile angebracht. Denn auch Island und Wales sollen bereits Interesse an den Diensten des 63-Jährigen angemeldet haben. Lagerbäck selbst bleibt vorerst gelassen. „Wenn das stimmt, dann ist das sehr erfreulich. Es ist immer schön, wenn Interesse da ist“, so der Trainer gegenüber fotballskanalen.se.

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