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Kärntner setzt auf gute Form

In seiner Lieblingsdisziplin soll es für Daniel Mesotitsch nach zweimal „Blech“ endlich mit der ersten WM-Einzelmedaille klappen. Der Kärntner baut am Dienstag (15.15 Uhr, live in ORF eins und im Livestream) in Ruhpolding im Einzel über 20 km, dem traditionellsten aller Biathlon-Bewerbe, auf seine gute Form und hofft nach den beiden undankbaren vierten Plätzen auch auf ein wenig Glück.

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„Im Einzel ist viel möglich, da gehöre ich immer zu den Mitfavoriten. Mit ein bisschen Glück ist die Medaille drinnen. Die Ergebnisse im Sprint und in der Verfolgung versprechen einiges, vielleicht bin ich ja am Dienstag der gefeierte Held“, erklärte der 35-Jährige, der sich seit mehr als zehn Jahren in der Weltspitze hält.

Biathlet Daniel Mesotitsch nimmt das Gewehr von seiner Schulter

GEPA/Felix Roittner

Mesotitsch hat von den vierten Plätzen bei dieser WM genug

Eine Einzelmedaille bei Großereignissen fehlt ihm aber noch. Auch bei Olympia 2010 war er als Fünfter im Massenstart nahe dran gewesen, mit der Staffel holte er Silber. Nach seinem bisher besten WM-Auftakt sei die Chance jedenfalls groß wie selten zuvor, und außerdem sei es langsam auch an der Zeit, findet der Rosentaler. „Ich glaube schon, dass ich mir eine Medaille schön langsam verdient hätte.“

„Kann es locker angehen“

Unter Druck setzen lassen will er sich aber nicht. „Ich kann es locker angehen. Vielleicht kommt meine Zeit ja noch“, sagte der zweimalige WM-Staffel-Medaillengewinner und meinte damit nicht nur den Dienstag, sondern auch den Massenstart-Bewerb am Sonntag. Drei seiner bisherigen fünf Weltcup-Podestplätze, davon zwei Siege, hat er in seiner Lieblingsdisziplin über 20 km geschafft. In den zwei Einzelrennen des heurigen Winters waren es die Ränge fünf und zwölf.

Der Einzelwettkampf mit einer Strafminute pro Fehlschuss und niedrigerem Lauftempo kommt dem treffsicheren Schützen entgegen. „Meine Laufform stimmt, im Schießen passt es auch - das stimmt mich positiv. Ich werde das abarbeiten, was ich kann. In der Loipe bin ich konkurrenzfähig, und wenn ich treffe, ist alles möglich“, bekräftigte der dreifache Familienvater.

„Zeit, dass er einmal oben steht“

ÖSV-Cheftrainer Reinhard Gösweiner ist auch der Meinung, dass „Meso“ längst fällig für eine Medaille ist. „Das Einzel ist sein Rennen. Er kann ohne Druck laufen und verdient hätte er es sich sowieso. Er hatte zweimal nicht das Glück. Es wird Zeit, dass er einmal oben steht. Und das Selbstvertrauen müsste nach den guten Leistungen auch da sein“, sagte Gösweiner am Montag im Gespräch mit der APA.

Mesotitsch war am ersten WM-Wochenende der einzige Lichtblick im ÖSV-Team. Die ehemaligen WM-Medaillengewinner Christoph Sumann und Dominik Landertinger und auch Simon Eder blieben weit hinter den Erwartungen zurück. Mesotitsch hofft, dass sich die Teamkollegen an seinen starken Leistungen hochziehen können. „Ich habe ja selber schon Rennen verhaut. Es hat mir immer getaugt, wenn Kollegen vorne sind. Ich glaube, dass das auch dem Team Auftrieb gibt“, betonte er und glaubt an eine gute zweite WM-Woche der gesamten Mannschaft. „Ich denke schon, dass wir stärker unterwegs sein werden.“

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