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Nullnummer zwischen Austria und Rapid

Das 301. Wiener Fußballderby hat am Sonntag nahtlos an das vorangegangene Duell der beiden Erzrivalen Austria und Rapid angeknüpft. Wie schon im Februar im Happel-Stadion endete das Kräftemessen zwischen Violett und Grün-Weiß auch in der Generali Arena torlos.

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Dieses enttäuschende Unentschieden nützt allerdings Rapid wohl etwas mehr als der Austria: Die Hütteldorfer liegen damit als Tabellenzweiter sechs Runden vor Schluss der tipp3-Bundesliga weiterhin einen Punkt hinter Salzburg, der Rückstand der drittplatzierten Favoritner auf den Spitzenreiter beträgt nach wie vor fünf Zähler.

Kreativer Offenbarungseid

Nicht nur die kühle Witterung, auch der Unterhaltungsfaktor erinnerte frappant an das langweilige Derby vor zwei Monaten. Zwar war bei beiden Teams mehr Leidenschaft und Wille zum Spiel nach vorne zu spüren, auf die Qualität der Partie hatte das aber praktisch keinen Einfluss. Hüben wie drüben hagelte es Fehlpässe, die 12.919 Zuschauer bekamen bestenfalls in Ansätzen einen geordneten Spielaufbau zu sehen.

Deni Alar (Rapid) gegen Roman Kienast (Austria)

GEPA/Christopher Kelemen

Alar (l.) und Kienast im direkten Duell

Logische Konsequenz des kreativen Offenbarungseids war die völlige Harmlosigkeit beider Teams vor dem gegnerischen Tor. Für einen Hauch von Gefahr sorgten lediglich ein Schuss von Kienast (22.) beziehungsweise ein Kopfball von Nuhiu (23.), die jeweils das Ziel verfehlten. In der 37. Minute schnappte Rapid-Goalie Königshofer dem heranbrausenden Leovac den Ball vom Fuß.

Großchancen bleiben aus

Auch die zweite Hälfte brachte bei stärker werdendem Regen zunächst keine Besserung, erst nach rund einer Stunde schien sich die allgemeine Tristesse zu verflüchtigen: In der 59. Minute konnte Königshofer einen Weitschuss von Gorgon erst im Nachfassen parieren, eine Minute später wurde ein Jun-Schuss aus guter Position abgeblockt, in der 61. Minute rutschten Jun und Kienast an einem Querpass von Suttner vorbei, und praktisch im Gegenzug landete ein Schuss von Trimmel in den Armen von Austria-Goalie Lindner.

In der Folge erhöhte die Austria mit der Einwechslung von Linz in der 66. Minute das Risiko leicht, mehr als Halbchancen durch Mader (72./Königshofer auf dem Posten) und Klein (76./Schuss deutlich am langen Eck vorbei) schauten jedoch nicht heraus. Auf der Gegenseite verbaute sich Alar in der 89. Minute mit einer schlechten Ballannahme selbst eine gute Einschussmöglichkeit.

Verletzungspech für Rapid

Ansonsten kamen die Rapidler kein einziges Mal vielversprechend vor das Tor der Gastgeber und verloren obendrein zwei Spieler wegen Verletzungen. Katzer musste schon in der ersten Hälfte offensichtlich aufgrund von Muskelproblemen passen, nach dem Seitenwechsel wurde Prokopic mit einer Knieverletzung vom Platz getragen.

Hofmann stand nach seiner Muskelblessur erst gar nicht im Kader und konnte daher nicht verhindern, dass die Hütteldorfer erstmals seit 2004/05 eine Saison ohne Derby-Sieg beenden. Die Austria wiederum wartet schon seit Mai 2010 auf einen Sieg gegen Rapid in ihrem Heimstadion.

Tipp3-Bundesliga, 30. Runde

Sonntag:

Austria - Rapid 0:0

Generali Arena, 12.919 Zuschauer, SR Lechner

Austria: Lindner - Klein, Rogulj, Ortlechner, Suttner - Dilaver, Mader - Gorgon, Jun (66. Linz), Leovac (61. Liendl) - Kienast (78. Stankovic)

Rapid: Königshofer - Schimpelsberger, Sonnleitner, Pichler, Katzer
(33. Schrammel) - Heikkinen, Prokopic (67. Grozurek) - Trimmel (65.
Kulovits), Alar, Drazan - Nuhiu

Gelbe Karten: Dilaver, Gorgon bzw. Drazan, Grozurek

Die Besten: Ortlechner, Jun bzw. Pichler

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