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Titelrennen völlig offen

Das Titelrennen in der tipp3-Bundesliga bleibt auch in den letzten sechs Runden völlig offen. Topfavorit Red Bull Salzburg verabsäumte es am Samstag, sich von den Verfolgern abzusetzen. Nach einer Unachtsamkeit in der 93. Minute reichte es bei Sturm Graz nur zu einem 2:2. „Wir hätten uns absetzen können“, ärgerte sich Salzburg-Trainer Ricardo Moniz.

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Nach dem verschenkten Sieg in der mit 11.360 Zuschauen besetzten UPC Arena in Graz könnten den „Bullen“ in der Abschlussrechnung zu Saisonende nämlich gerade diese beiden Punkte auf den Meistertitel fehlen. Kommt es doch am 6. Mai in Wien noch zum direkten Duell mit Verfolger Rapid. Davor empfangen die Hütteldorfer Meister Sturm und gastieren in Ried.

David Mendes da Silva kniet am Boden und schlägt mit den Händen auf den Rasen

dapd/Markus Leodolter

Die beiden Punkte könnten Salzburg im Meisterrennen noch fehlen

Salzburg stehen ein Heimspiel gegen Ried und ein Gastspiel bei den im Frühjahr stark aufspielenden Mattersburgern bevor. „Wir haben uns selbst zwei Punkte geklaut. Dieses Remis trifft uns hart“, sagte Moniz, der vor allem das Defensivverhalten seiner Elf beim Ausgleich in der Nachspielzeit kritisierte.

Harte Kritik am Defensivverhalten

„Einige Spieler bei uns unterschätzen, wie wichtig die Rückwärtsbewegung ist“, erklärte Moniz. Torschütze Patrick Wolf war bei einer Freistoßflanke von Darko Bodul am langen Eck praktisch ungedeckt. „Es gibt klare Zuweisungen. Jeder kann von einem Profispieler erwarten, dass er die auch einhält“, meinte Torhüter Alexander Walke. „Es sind zwei verlorene Punkte.“

Sturm bleibt im Europacup-Rennen

Für „Sturm neu“ ist es ob des Spielverlaufs ein gewonnener. Die Grazer sind punktegleich mit der Admira (1:1 gegen Wacker Innsbruck) Fünfter und damit trotz des peinlichen Outs im Cupviertelfinale gegen Hartberg immer noch im Rennen um die Europacup-Plätze. Die Blamage beim Zweitligasschlusslicht hat ultimativ auch den Abschied von Meistermacher Franco Foda bedeutet - wenngleich der neue Sportchef Paul Gludovatz diesen längst für „überfällig“ gehalten hat.

Im Spiel eins nach Foda änderte dessen langjähriger Assistent Thomas Kristl als Interimscoach das System von 4-4-2 auf 4-1-4-1. „Die Mannschaft hat sich aber im Endeffekt selbst aufgestellt“, verwies der Deutsche auf die vielen Verletzungen. „Ich habe nur noch 16 Feldspieler zur Verfügung gehabt.“

Foda-Nachfolger setzt auf Jugend

Mit einem Durchschnittsalter von 24,5 Jahren schickte Kristl die jüngste Sturm-Mannschaft seit mehreren Jahren aufs Feld, wollte dafür aber nicht die Lorbeeren einheimsen. „Das ist die Mannschaft von Franco Foda und von sonst niemandem“, betonte dessen Weggefährte. Kristls Chancen auf den Cheftrainerposten gelten als gering, läuft sein Vertrag doch mit Saisonende aus. Anfang Mai will Gludovatz einen Foda-Nachfolger präsentieren.

Bis dahin soll sich Sturm in den Europacup-Plätzen festgesetzt haben. Nächsten Sonntag geht es gegen Rapid, Kristl beobachtete den Rekordmeister bereits im Derby. „Wir gehen sehr positiv in die Zukunft. Konditionell ist die Mannschaft sehr gut drauf, da ist noch einiges möglich“, versicherte Sturms Interimscoach. „Der Zug nach Europa ist noch nicht abgefahren“, ergänzte Innenverteidiger Thomas Burgstaller.

Schonkost in der Südstadt und Wr. Neustadt

Eine Punkteteilung gab es auch zwischen der Admira und Innsbruck. „Das Unentschieden hilft keinem“, meinte Admira-Trainer Dietmar Kühbauer. Auch die Tiroler wissen sich als Siebenter noch im Kampf um die Europa League. „Dafür brauchen wir aber einen Lauf“, erinnerte Torschütze Julius Perstaller. „Mit Unentschieden wird es schlecht ausschauen.“

Gleiches gilt für Schlusslicht Kapfenberg im fast aussichtslosen Kampf um den Klassenerhalt. Nach einem 0:0 im direkten Duell fehlen weiterhin zwölf Zähler auf den Vorletzten Wr. Neustadt, einer mehr ist es auf den Achten Mattersburg. Die Burgenländer unterlagen beim Europa-League-Anwärter Ried 0:2.

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