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St. Moritz zum fünften Mal WM-Schauplatz

Beim 48. Kongress des Internationalen Skiverbandes (FIS) im südkoreanischen Sabuk sind am Donnerstag diverse Weltmeisterschaften vergeben worden. Die alpine Ski-WM 2017 findet zum insgesamt achten Mal in der Schweiz, und zwar in St. Moritz, statt.

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Die Schweizer Kandidatur setzte sich im einzigen Wahlgang mit 12:3 Stimmen gegen den schwedischen Mitbewerber Aare durch, nachdem der vermeintliche Hauptkonkurrent Cortina d’Ampezzo (ITA) seine Kandidatur ebenso kurzfristig wie überraschend zurückgezogen hatte. Offenbar war man sich in Italien der Chancenlosigkeit gewiss. St. Moritz veranstaltet bereits zum fünften Mal nach 1934, 1948, 1974 und 2003 die WM, das ist neuer Rekord.

ÖSV mit besten Erinnerungen

Besonders an die letzten Titelkämpfe in der Schweiz hat Österreich gute Erinnerungen: Michael Walchhofer holte Gold in der Abfahrt, ohne je davor eine Weltcup-Abfahrt gewonnen zu haben. Super-G-Weltmeister wurde Stephan Eberharter vor Hermann Maier. Im RTL holte Hans Knauß die Silbermedaille, nur in Slalom und Kombination gingen die ÖSV-Herren damals leer aus.

Jubel von Michael Walchhofer nach seinem Abfahrtssieg bei der Ski-WM 2003

APA/EPA/Keystone/Karl Mathis

Abfahrer Michael Walchhofer holte in St. Moritz seinen einzigen WM-Titel

Bei den Damen krönte sich Michaela Dorfmeister zur Super-G-Weltmeisterin, in der Abfahrt belegte Alexandra Meissnitzer ex-aequo den zweiten Platz. Silber gab es auch im Slalom durch Marlies Schild, die vor Nicole Hosp blieb. Die Tirolerin eroberte dafür dann in der Kombination Silber. Mit insgesamt achtmal Edelmetall - davon dreimal in Gold - gewann Österreich die Medaillenwertung.

Skiflug-WM 2016 am Kulm

Bereits festgestanden war, dass die Skiflug-Weltmeisterschaft 2016 turnusgemäß wieder am Kulm bei Bad Mitterndorf/Tauplitz in Österreich durchgeführt wird. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gratulierte: „Es stand zwar bereits fest, trotzdem muss man sich erst einmal bewerben. Und schiefgehen kann immer etwas.“

ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner versprach: „Wir werden die bestmöglichen Weltmeisterschaften organisieren.“ Als einziger Kandidat erhielt Sierra Nevada in Spanien den Zuschlag für die kombinierte Ski-Freestyle/Snowboard-WM 2017.

Nordische WM wieder im Norden

Die Nordische-WM 2017 geht in Lahti in Finnland in Szene. Lahti behielt im dritten Wahlgang gegen Planica (SLO) die Oberhand. Die Entscheidung kam überraschend, weil bereits 2015 mit Falun eine nordeuropäische Stadt WM-Gastgeber ist. „Lahti ist ein ausgezeichneter Ort mit vielen Zuschauern. Wir haben es aber wieder nicht geschafft, die WM nach Mitteleuropa zu bekommen“, sagte ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel.

Am Freitag wird dann der FIS-Vorstand für die nächsten zwei Jahre gewählt, 19 Kandidaten gibt es für die 16 verfügbaren Plätze im FIS-Council. Die Wiederwahl von ÖSV-Präsident Schröcksnadel gilt als fix, FIS-Präsident Gian Franco Kasper selbst ist bereits bis 2014 gewählt. Auch der Weltcup-Kalender wird am Freitag abgesegnet.

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