Wie sich das Team vorbereitet
Österreichs Fußballer müssen sich am Freitag im WM-Qualifikationsmatch in Astana gegen Kasachstan nicht nur mit einem unangenehmen Gegner und einem Zeitunterschied von vier Stunden herumschlagen, sondern auch mit einem ungewöhnlichen Spielfeld.
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In der Astana Arena wird auf Kunstrasen gekickt, weshalb Christian Fuchs und Co. sämtliche Trainingseinheiten in dieser Woche in Bad Tatzmannsdorf auf Plastikgrün absolvierten. Für die ÖFB-Internationalen und ihren Teamarzt Richard Eggenhofer stellt die Umstellung auf den künstlichen Untergrund eine besondere Herausforderung dar.
„Das verursacht Probleme vor allem im Bereich der Patellasehne, der Achillessehne und des Schambeins. Deshalb mussten wir bei vorbelasteten Spielern, die in der Vergangenheit zum Beispiel Knieverletzungen hatten, das Training genau dosieren, was gut gelungen ist“, sagte der Mediziner.
Natur statt Kunstrasen
Die ÖFB-Elf ist jedenfalls auf das Spiel fokussiert. „Sie verlieren nicht einmal einen Gedanken daran, auf welchem Untergrund sie spielen.“ Ganz ausblenden können Ivanschitz und Co. den Kunstrasen aber auch wieder nicht, schließlich verhält sich der Untergrund anders als natürlicher Rasen.
„Unterschiede gibt es zum Beispiel beim Dämpfungsverhalten, bei der Rutschphase, bei schnellen Richtungsänderungen oder bei Tacklings“, erklärte Eggenhofer, der übrigens aus medizinischer Sicht wenig von der Vorgehensweise der FIFA hält, die Austragung von Spielen auf Plastikgrün massiv zu forcieren. „Ich bin der Meinung, dass Fußball auf Naturrasen ausgetragen werden sollte.“
Zeitunterschied wird ignoriert
Auch dem zweiten großen Hindernis in Kasachstan, der Zeitumstellung, will das ÖFB-Team ein Schnippchen schlagen, indem es sie einfach ignoriert. Kasachstans Hauptstadt ist der mitteleuropäischen Sommerzeit vier Stunden voraus, deswegen begann das Abschlusstraining von Christian Fuchs und Co. am Donnerstag in der Astana Arena erst um 22.30 Uhr Ortszeit.
Die Spieler kamen erst deutlich nach Mitternacht ins Bett, sollten dafür aber möglichst lange schlafen - schließlich wird das WM-Qualifikationsspiel am Freitag gegen Kasachstan erst um 22.00 Uhr Ortszeit angepfiffen. Laut ÖFB-Arzt Richard Eggenhofer würde es keinen Sinn ergeben, sich nach der lokalen Zeit zu richten. „Die Zeitumstellung wird die Spieler nicht wirklich tangieren, weil wir nur kurz in Kasachstan sind“, erklärte der Mediziner.
Ausschlafen für Dienstag
Die Rückkehr aus Kasachstan ist für Samstag 4.25 Uhr MESZ avisiert, danach ist Ausschlafen im Mannschaftshotel in Wien angesagt. „Es sollte kein Problem sein, dass die Mannschaft bis zum zweiten Spiel am Dienstag in Wien regeneriert ist“, erklärte ÖFB-Sportwissenschaftler Gerhard Zallinger.
Der Oberösterreicher sieht in der langen An- und Rückreise rund um das Spiel im 4.695 Flugkilometer von Wien entfernten Astana generell keine große Herausforderung. „Damit umzugehen ist keine Raketenwissenschaft. Außerdem sind die Spieler das Reisen gewöhnt, und auch die späte Beginnzeit kommt uns entgegen.“
Eigene Köche und Lebensmittel in Astana
Nicht nur für die Regeneration, auch für die richtige Ernährung der Spieler ist gesorgt, denn der ÖFB schickte bereits Köche und Lebensmittel nach Astana. Am Spieltag stehen laut Eggenhofer wie vor jedem Ländermatch unter anderem Rindfleisch und Fisch auf dem Speiseplan. Die Hauptmahlzeit nehmen die Kicker fünf Stunden vor dem Anpfiff ein, dreieinhalb Stunden vor dem Beginn gibt es noch einmal eine Jause mit Nudelgerichten oder auch Kuchen.
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