Kritik am November-Termin
Cristiano Ronaldo, Wayne Rooney, Xavi, Robin van Persie und Bastian Schweinsteiger - die Liste der Topspieler, die am Mittwoch ihren Nationalteams fehlen, ist lang. Einige der Stars werden von ihren Trainern geschont, viele andere fallen wegen Verletzungen oder Krankheiten aus.
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Der November-Termin für die Nationalteams sorgt immer wieder für Unmut und Diskussionen. Denn für viele Auswahlspieler stehen zu diesem Zeitpunkt der Saison in ihren Clubs entscheidende Wochen in Champions League, Europa League und in den nationalen Ligen an.
„Die November-Termine werden jedes Jahr diskutiert“, sagte DFB-Teammanager Oliver Bierhoff in Amsterdam. Teamchef Joachim Löw pflichtete bei: „Daran scheiden sich die Geister. Aber das ist nicht das erste Mal, auch die letzten fünf Bundestrainer vor mir hatten diese Diskussionen.“
DFB misstraut Spielern nicht
Löw erwischte es vor dem Prestigeduell mit den Niederländern besonders schlimm. Gleich acht Stammspieler meldeten sich ab. Sami Khedira, Holger Badstuber und Mario Gomez fielen verletzungsbedingt schon länger aus, am Sonntag und Montag kamen noch die Last-Minute-Absagen von Schweinsteiger, Mesut Özil, Miroslav Klose, Toni Kroos, Jerome Boateng und Marcel Schmelzer. Dass einige der Verletzungen vorgeschoben sein könnten, glaubt Bierhoff nicht: „Wir haben so viel Vertrauen in die Spieler und die Vereine.“
Schwacher Trost für Löw: Auch Bondscoach Louis van Gaal muss auf Stürmerstar Van Persie, Wesley Snijder und Goalie Maarten Stekelenburg verzichten.
Stars verletzt oder geschont
Englands Teamchef Roy Hodgson musste ohne die Stürmerstars Rooney und Theo Walcott von Manchester United bzw. Arsenal sowie Chelsea-Verteidiger Ashley Cole nach Schweden reisen. Auch Jermain Defoe und Alex Oxlade-Chamberlain fehlen. Zudem kamen Absagen von Jonjo Shelvey, Kyle Walker und Aaron Lennon.

Reuters/Darren Staples
Wayne Rooney und Ashley Cole sind in Schweden nicht dabei
Cristiano Ronaldo fehlt wegen einer Platzwunde über dem linken Auge bei Portugals Testspiel in Gabun. Sein französischer Real-Madrid-Kollege Karim Benzema fällt ebenfalls aus. Außerdem wird die „Equipe Tricolore“ ohne Verteidiger Gael Clichy gegen Italien antreten. Die Gastgeber in Parma können den Franzosen um Bayern-Star Franck Ribery ebenfalls nicht in voller Stärke entgegentreten. Trainer Cesare Prandelli verzichtete auf Mittelfeldstar Daniele De Rossi (AS Roma) nach dessen Roter Karte am Wochenende.
Spaniens Trainer Vicente del Bosque hingegen wollte einigen Stars den Trip nach Panama ersparen. Xavi Hernandez, Xabi Alonso, Jose Reina, Alvaro Arbeloa und Fernando Torres blieben zu Hause. Verletzt fehlen dem Weltmeister David Silva, Carles Puyol und Gerard Pique.
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