Themenüberblick

„Schritt für Schritt nach vorne“

Mit der neuerlichen Wahl zu Österreichs Fußballer des Jahres hat David Alaba seinen Status als herausragender heimischer Kicker einzementiert. Dennoch bleibt der 20-Jährige gewohnt bescheiden. Als einen Ansporn für weitere starke Leistungen im Bayern- und ÖFB-Trikot sieht Alaba die Auszeichnung. Das für ihn persönlich sehr lehrreiche Jahr 2012 ließ der Jungstar im APA-Interview noch einmal Revue passieren.

Dass die Bundesliga-Trainer angesichts der von ihm gezeigten Leistungen keine andere Wahl hatten, als für Alaba zu stimmen, wollte der gebürtige Wiener nicht so stehen lassen. „Das sehe ich nicht so“, betonte Alaba. „Es hat viele österreichische Spieler gegeben, die in diesem Jahr großartige Leistungen brachten - sowohl die Legionäre als auch die Spieler in der österreichischen Bundesliga.“ Er selbst habe jedenfalls einiges erlebt: Stammplatz bei den Bayern erobert, Champions-League-Erfolge, dann Finalsperre, dazu eine schwere Verletzung.

David Alaba

APA/Robert Jaeger

David Alaba hat im Alter von 20 Jahren im Profifußball schon einiges erlebt

„Es war im Großen und Ganzen sehr positiv“, meinte Alaba zu seinem Jahresrückblick. „Ich habe viele Schritte nach vorne gemacht. Es hat neben vielen Höhen auch Tiefen gegeben, zum Beispiel die Sperre im Champions-League-Finale und vor allem die Verletzung. Da bin ich Gott sehr dankbar, dass er mir die Kraft gegeben hat, wieder zurückzukommen. Ich kann aus diesem Jahr in jeder Hinsicht viel mitnehmen.“ Ziele für das nächste Jahr seien ebenfalls noch zur Genüge vorhanden.

Konkurrenzkampf beflügelt

„Vorerst einmal will ich mit Bayern Meister werden“, stellte Alaba klar. „Und wenn wir wieder ins Champions-League-Finale kommen sollten, wäre das ein Traum. Für mich persönlich hoffe ich, dass ich weiterhin so viele Spiele wie möglich für Bayern machen kann.“ Der Meistertitel scheint den Bayern ohnehin nicht mehr zu nehmen - ob die Bayern derzeit stärker sind als in der Vorsaison? „Wir halten zusammen, es hat sich ein großartiger Teamgeist entwickelt“, sagte Alaba. „Außerdem sind im Sommer sehr gute Spieler dazugekommen. Das erhöht den Konkurrenzkampf und tut jedem Einzelnen gut.“

Man dürfe auch die letzte Saison nicht schlechtreden, immerhin habe man bis zum Schluss in drei Bewerben um den Titel gekämpft. „Dann hat leider das Glück gefehlt. Aber dreimal Zweiter zu werden ist ganz sicher nicht unser Anspruch“, weiß Alaba um die Wertigkeiten in München, wo er sich auch weiterhin als Linksverteidiger behaupten muss. „Trainer Jupp Heynckes sieht mich im Moment links in der Viererkette. Aber er weiß auch, dass ich mich im Mittelfeld wohler fühle.“

Brasilien 2014 als großer Traum

Ebenfalls klargestellt hat Alaba immer, dass er seine unmittelbare Zukunft hundertprozentig bei Bayern sieht. „Man hat seine Träume, aber im Moment mache ich mir darüber keine Gedanken“, so der ÖFB-Youngster. „Ich versuche, Schritt für Schritt nach vorne zu gehen und meine Ziele zu erreichen.“ Das gelte natürlich auch für die Nationalmannschaft unter Cheftrainer Marcel Koller.

„Wir haben alle einen großen Traum, dass wir bei der WM 2014 dabei sind“, sagte Alaba zum Ziel der Ziele für die ÖFB-Auswahl. „Leider haben wir in Kasachstan wichtige Punkte liegengelassen, doch wir haben noch viele Spiele, auf die uns der Trainer gut vorbereiten wird.“ Die Chance sei noch da. „Wir haben eine großartige Mannschaft, die das erreichen kann“, so Alaba. „Außerdem haben wir uns 2012 deutlich verbessert.“

Links: