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„Ich bin sehr zufrieden“

Vier Medaillen haben die österreichischen Athleten bei der nordischen WM in Val di Fiemme nach elf Bewerben geholt. Zur Halbzeit ziehen die Sportlichen Leiter des ÖSV, Ernst Vettori (Skispringen, Kombination) und Markus Gandler (Langlauf), eine positive Bilanz - allerdings nicht ohne kleinen Wermutstropfen.

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Kombinierer Mario Stecher (Vizeweltmeister Einzel), Skisprung-Überflieger Gregor Schlierenzauer (Vizeweltmeister im Einzel sowie im Mixed), Jacqueline Seifriedsberger mit Einzel-Bronze und Silber im Mixed sowie die ebenfalls im Mixed aufgebotenen Thomas Morgenstern und die blutjunge Chiara Hölzl sorgten für eine bisher durchaus erfreuliche Ausbeute. Einziger wirklicher Wermutstropfen ist wohl der Ausgang des Team-Bewerbs der Kombinierer. Da war eindeutig mehr möglich als Rang fünf, schließlich hatte das ÖSV-Team lange geführt.

„Ich bin sehr zufrieden mit der ersten Woche. Wir haben in allen Disziplinen Skispringen, Damen-Skispringen und Kombinieren Gott sei Dank eine Medaille geholt. Das ist für die einzelnen Teams wichtig, und wir haben in der ersten Woche unsere Vorgabe mit vier Medaillen einmal erfüllt“, konstatierte Vettori bei der Medaillenfeier im Österreich-Haus in Predazzo.

Mario Stecher

GEPA/Wolfgang Jannach

Kombinierer Mario Stecher überraschte mit Silber im Einzel-Bewerb

Vettori: „Toller Job“ von Teenager Hölzl

„Grandios“ sei die Einzelmedaille Stechers nach seiner Verletzungspause gewesen, und Bronze von Seifriedsberger könne man „gar nicht hoch genug bewerten“, da die Oberösterreicherin doch erst kurz zuvor überhaupt ihren ersten Weltcupsieg gefeiert hatte. „Natürlich haben auch Gregor und Thomas eine wirklich gute Woche gehabt.“

„Am meisten gefreut“ hat sich Vettori mit Hölzl. „Sie springt mit 15 im Team mit einem Morgenstern, Schlierenzauer und Seifriedsberger, war Startspringerin auch noch, hatte noch nie diese Rolle und macht so einen tollen Job“, war Vettori angetan. Schon im Einzel habe sie mit Rang neun alle überrascht.

Vettori sieht nun für „seine“ restlichen vier Bewerbe auf der Großschanze gute Chancen: Nicht nur Titelverteidiger Schlierenzauer, auch dessen vier Kollegen hätten gute Möglichkeiten. „Auch in der Kombi sehe ich auf der Großschanze eher Vorteile als auf der kleinen“, glaubt der Tiroler, der den zwei ausständigen Team-Bewerben ebenso mit Spannung entgegensieht. „Insofern können wir schon sehr beruhigt und voller Zuversicht in die zweite Woche gehen.“

Ernst Vettori

GEPA/Thomas Bachun

Ernst Vettori blickt auf eine erfolgreiche erste WM-Woche zurück

Gandler: „Das Soll ist absolut erfüllt“

Bei den Langläufern hingen die Trauben weit höher, von Medaillen ist man hier noch weit entfernt. Dennoch war es eine sehr erfolgreiche Woche für das kleine Loipenteam, auch hier wurden fast alle Ziele erreicht. „Das Soll ist absolut erfüllt“, erklärte Gandler. „Wir haben im Sprint mit Kati (Smutna, Anm.) ein bisschen ein wehes Auge, da wäre ein Finale drin gewesen“, meinte er zum 13. Platz der Wahltirolerin.

Markus Gandler

GEPA/Philipp Brem

Markus Gandler ist zufrieden: „Das Soll ist absolut erfüllt“

Im Skiathlon wurden mit den Rängen 18 von Smutna und 29 von Teresa Stadlober sowie Platz 15 durch Johannes Dürr die Erwartungen erfüllt. „Joe ist bis zum Schluss dabei geblieben und hatte nur 16 Sekunden Rückstand auf Platz eins. Da sieht man, wie dicht die ganze Sache ist. Dieses Ergebnis war schon ein Traum und im Team-Sprint sind die Jungs (Bernhard Tritscher, Harald Wurm, Anm.) knapp ins Finale hineingekommen und haben sich dann wirklich super verkauft. Sie haben sich nicht versteckt und sind offensiv auf Platz sieben gelaufen“, freute sich Gandler.

„Können in Weltklasse mitmischen“

Die erste WM-Woche ist für die ÖSV-Langläufer nahezu perfekt verlaufen. Das verstehe man nur, „wenn man weiß, wo die Mannschaft noch vor zwei Jahren war“. „Wir haben nach Oslo eine Abenteuerreise gemacht und den Jungen gezeigt, was Langlauf ist.“ Nun habe man auch eine Damen-Staffel und mit Stadlober eine Junioren-Weltmeisterin. „Das ist so ein Lebenszeichen im Langlauf, das man braucht. Hoffentlich nehmen es die jungen Mädels und Burschen zu Hause auf, dass Österreicher wieder in der Weltklasse mitmischen können.“

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