Erster Titel für Norwegens Herren
Das norwegische Herren-Team hat am Mittwoch bei den nordischen Ski-Weltmeisterschaften in Val di Fiemme die noch fehlende Goldmedaille im Langlauf gewonnen. Favorit Petter Northug setzte sich über 15 km in der freien Technik in 34:37,1 Minuten klar durch.
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Der 27-Jährige verwies den Schweden Johan Olsson mit 11,8 Sekunden Vorsprung auf Platz zwei, die Bronzemedaille erkämpfte sich Northugs Landsmann Tord Asle Gjerdalen mit einem Rückstand von 22,3 Sekunden. Der Ski mit dem richtigen Schliff war bei steigenden Temperaturen während des Rennens entscheidend.

GEPA/Philipp Brem
Northug (mi.) freute sich über das erste Langlauf-Gold für Norwegens Herren
Beim Material zogen die zu den Favoriten zählenden Russen Nieten, Tour-de-Ski-Sieger Alexander Legkow wurde nur 25. (2:28 Minuten Rückstand). Aber auch Skiathlon-Weltmeister und Olympiasieger Dario Cologna (8./1:21 zurück) aus der Schweiz und der Schwede Marcus Hellner (17./2:09 zurück) blieben offensichtlich wegen des Materials unter ihren Möglichkeiten.
ÖSV-Läufer im geschlagenen Feld
Die Österreicher landeten allesamt im geschlagenen Feld. Johannes Dürr blieb hinter den Erwartungen zurück und belegte als bester ÖSV-Läufer mit 3:12,2 Minuten Rückstand den 43. Platz. Max Hauke (3:19,1 zurück) wurde 45., und Bernhard Tritscher (3:31,5 zurück) belegte den 51. Rang. Aurelius Herburger, der bei zehn Kilometern bereits 3:52,5 Minuten Rückstand hatte, stieg vor der nächsten Zwischenzeit bei 11,8 Kilometern aus gesundheitlichen Gründen aus dem Rennen aus.

APA/Barbara Gindl
Dürr (mi.) blieb hinter den Erwartungen zurück
„Ich war heute nicht auf der Höhe und habe von Anfang an nicht reingefunden“, sagte Österreichs zurzeit stärkster Distanzläufer Dürr. Der Niederösterreicher hatte im Skiathlon als 15. noch eine tolle Leistung gezeigt und liebäugelte auch über 15 Kilometer mit einem Top-15-Ergebnis. „Ich weiß zwar, dass die Form stimmt, aber es war heute nicht mein Rennen“, sagte der 25-Jährige. „Es werden auch wieder bessere Tage kommen.“
Starkes Rennen von Hauke
Ein starkes Rennen lieferte hingegen Hauke. Für den 20-jährigen Steirer, der kaum einmal im Weltcup dabei ist, war das Rennen eine Standortbestimmung im Vergleich mit der Elite. „Wahnsinn, es war heute Gänsehaut pur“, sagte Hauke, der sich bei seinen Serviceleuten bedankte. „Ich habe gemerkt, dass die Ski gut gehen und ich mich sehr gut fühle. Ich bin einfach drauflosgelaufen und habe gehofft, irgendwie die letzte Runde zu schaffen“, ergänzte der Steirer.
Auch Dürr freute sich über die Leistung seines ÖSV-Teamkollegen. „Gratulation an Max, der ein tolles Rennen gezeigt hat. Diese Bewerbe bringen uns als Mannschaft wichtige Erfahrungen, durch die wir auch als Team in Zukunft wachsen werden“, glaubt Dürr an eine positive Weiterentwicklung der ÖSV-Langläufer. Für Hauke kam auch unerwartet, dass er vor Tritscher lag. „Es überrascht mich, dass ich vor Berni bin, weil er eigentlich immer stärker war. Aber wie gesagt, heute bin ich ein gutes Rennen gelaufen“, sagte der Steirer.
Tritscher „konnte nicht mehr zusetzen“
Neben dem Vorarlberger Herburger haderte auch der Salzburger Tritscher etwas mit seiner körperlichen Verfassung. „Ich habe mich in der ersten Runde noch gut gefühlt, in der zweiten aber schon schwere Beine gehabt. Ab da konnte ich nicht mehr zusetzen. Mein Ziel war ein Top-30-Ergebnis. Es wollte einfach nicht sein. Man kann es nicht erzwingen“, so der 24-Jährige.
Herren 15 km Freistil
| 1. |
Petter Northug |
NOR |
34:37,1 |
| 2. |
Johan Olsson |
SWE |
+ 11,8 |
| 3. |
Tord Asle Gjerdalen |
NOR |
22,3 |
| 4. |
Ivan Babikov |
CAN |
53,6 |
| 5. |
Sjur Röthe |
NOR |
1:03,0 |
| 6. |
Calle Halfvarsson |
SWE |
1:09,5 |
| 7. |
Aivar Rehemaa |
EST |
1:12,4 |
| 8. |
Dario Cologna |
SUI |
1:21,1 |
| 9. |
Axel Teichmann |
GER |
1:25,7 |
| 10. |
Daniel Richardsson |
SWE |
1:26,8 |
| 43. |
Johannes Dürr |
AUT |
3:12,2 |
| 45. |
Max Hauke |
AUT |
3:19,1 |
| 51. |
Bernhard Tritscher |
AUT |
3:31,5 |
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