Nunmehr zwölffache Weltmeisterin
Marit Björgen ist wie vor zwei Jahren bei ihrer Heim-WM in Oslo auch bei den nordischen Titelkämpfen in Val di Fiemme die erfolgreichste Athletin. Die 32-Jährige eroberte am Samstag im 30-km-Langlauf in der klassischen Technik schon ihre vierte Goldmedaille bei den 49. Weltmeisterschaften.
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Björgen, die zuvor schon im Sprint, im Skiathlon und mit der Staffel triumphiert hatte und über zehn km Freistil Zweite geworden war, setzte sich 3,7 Sekunden vor der Polin Justyna Kowalczyk durch und drehte damit das Resultat der Olympischen Spiele in Vancouver um. Ihre norwegische Landsfrau Therese Johaug, die 10-km-Weltmeisterin und Titelverteidigerin, sicherte sich Bronze (+ 8,7). Dieses Trio hatte sich schon früh vom Rest des Feldes abgesetzt. Mit dem Respektabstand von 1:38,3 Minuten kam mit Heidi Weng eine weitere Norwegerin als Vierte ins Ziel. Österreicherin war keine am Start.

APA/Barbara Gindl
Björgen ließ Kowalczyk im Zielsprint keine Chance
„Wollte diese Goldmedaille unbedingt“
Björgen hält nun bei zwölf WM-Titeln, nur zwei fehlen noch auf die Bestmarke der Russin Jelena Wälbe. „Ich wollte diese Goldmedaille unbedingt, in Vancouver hatte ich den Sieg so knapp verpasst“, erklärte die Norwegerin. „Auf den letzten zehn Kilometern, als es immer wärmer wurde, wollte ich nicht vorne laufen, um Kraft zu sparen, im Finish habe ich den Windschatten genützt und auf der Zielgeraden angegriffen.“
Die Zahl der Medaillen und Rekorde würden ihr nicht so viel bedeuten, beteuerte Björgen. Nein, sie sei nicht die Größte aller Zeiten. „Ich bin Langläuferin und lebe hier und jetzt. Aber hier fünf Medaillen zu holen, damit bin ich sehr zufrieden.“ Sie hatte während der Saison wegen leichter Herzrhythmusstörungen pausiert und nach dem Verzicht auf die Tour de Ski die WM zu ihrem Höhepunkt erklärt.
Herren-Marathon am Sonntag
Die Langlaufbewerbe der WM werden am Sonntag mit den 50-km-Rennen der Herren (klassisch) abgeschlossen. Petter Northug, der Dreifachchampion von Oslo, hat dabei die Chance, seine dritte Goldmedaille nach dem 15-km-Bewerb und der Staffel zu holen. „Ich habe einen Plan, aber es wird sehr schwierig, auch wegen der hohen Temperaturen“, sagte der Superstar.
Damen 30 km klassisch
| 1. |
Marit Björgen |
NOR |
1:27:19,9 |
| 2. |
Justyna Kowalczyk |
POL |
+ 3,7 |
| 3. |
Therese Johaug |
NOR |
8,7 |
| 4. |
Heidi Weng |
NOR |
1:38,3 |
| 5. |
Nicole Fessel |
GER |
1:49,0 |
| 6. |
Anna Haag |
SWE |
2:05,7 |
| 7. |
Kerttu Niskanen |
FIN |
2:12,8 |
| 8. |
Anne Kyllönen |
FIN |
2:16,1 |
| 9. |
Kristin Störmer Steira |
NOR |
2:16,5 |
| 10. |
Masako Ishida |
JPN |
2:19,1 |
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