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Pointner bilanziert nach WM zufrieden

Österreichs Skispringer haben in dieser Saison den Nimbus der Unbesiegbarkeit ablegen müssen - auch bei der WM. Mit Gold im Team-Bewerb (Großschanze) in Predazzo bescherten die ÖSV-Adler in ihrem letzten Bewerb den Fans aber noch die ersehnte Goldmedaille, die Schlierenzauer im Einzelspringen davor nicht geschafft hatte.

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Es war wieder Schlierenzauer, der sich von der Normalschanze auf die WM-Silbermedaille gestürzt - und wie schon im Verlauf der Saison über die nicht mehr so ausgeglichen starke Mannschaft hinweggetäuscht hatte. Die Goldmedaille im abschließenden Team-Bewerb am Samstag schmeckte daher so manchem Beteiligten noch besser als viele der vorangegangenen Erfolge der österreichischen Wundermannschaft.

„Wenn man kämpfen muss, ist Gold mehr wert“, hatte ÖSV-Kotrainer Alexander Diess gemeint. Und das Team hat dieses Gold im wahrsten Sinn des Wortes auf einem Bein geholt: Manuel Fettners Husarenstück sorgte auch international für Schlagzeilen und hat den bisher weniger bekannten Adler mit einem Schlag berühmt gemacht. Und dann war da auch noch ein angeschlagener Thomas Morgenstern mit Knieproblemen, ein sich etwas zu sehr in Materialgrübeleien verlierender Schlierenzauer und ein zur rechten Zeit aufblühender Wolfgang Loitzl.

Genugtuung nach Kritik

Dass es in manchen Medien davor schon scharfe Kritik in Richtung der sportlichen Führung gegeben hatte, steigerte deren Genugtuung nach dem Triumph im Team-Bewerb. „Man hat die Chance genützt, auf das Team hinzuhauen, obwohl wir schon zwei Medaillen gehabt haben, aber der Druck war für uns nicht größer als bei der WM davor“, sagte ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner.

Mit Team-Gold, Mixed-Silber und Schlierenzauers Einzel-Silbermedaille bilanzierte Pointner durchaus zufrieden. Wie immer wollte er in Sachen WM-Mannschaftstitel niemanden hervorheben, auch wenn er für Fettners tolle Akrobatik noch am Trainerturm den Hut gezogen hatte. „Der Held an sich ist für mich die ganze Mannschaft. Es war schon im Vorfeld ganz schwierig, das hat man auch im Einzel gesehen.“

Schlierenzauer habe einfach (zu sehr) nach dem perfekten Material gesucht. „Gregor hat den Drang gehabt bei dieser WM, sich vom Material her so abzusichern und das beste Package zu finden, das hat er nicht gefunden.“ Das sei aber auch eine wichtige Erfahrung in Richtung Olympia in Sotschi. „Es war wieder eine schöne Reise in die Zukunft.“

„Bleiben die Superadler“

Ob nun, trotz der Team-Goldmedaille, die Zeit der „Superadler“ vorbei ist? „Diese Superadler, diese fünf, werden für mich immer Superadler bleiben. Das hängt nicht von Erfolgen ab, die haben Geschichte geschrieben, das wird für mehrere Jahrzehnte so bleiben“, erklärte Pointner, weil dieses Quartett auf und abseits der Schanzen Geschichte geschrieben und den Stellenwert des Skisprungsports hinaufgeschraubt habe.

„Wenn ich einmal einen Doktortitel gemacht habe, dann bleibt mir der auch für mein Lebtag lang - und die fünf bleiben für mich immer die Superadler“, erläuterte Pointner, dessen Vertrag noch bis Sotschi läuft. Aber auch darüber hinaus zu bleiben, könnte sich Pointner vorstellen. „Es war, ist und wird eine ganz tolle Zeit als Cheftrainer sein. Das steht jetzt schon fest. Mal schauen, was die Zukunft sagt. Ich brenne nach wie vor, bin mit 100 Prozent dabei.“

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