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Festspiel gegen Schalgiris

Der vierte Einzug in die Europa-League-Gruppenphase ist für Red Bull Salzburg nur noch Formsache. Der heimische Tabellenführer gewann am Donnerstag in Salzburg das Play-off-Hinspiel vor 7.900 Zuschauern gegen Schalgiris Vilnius auch in dieser Höhe völlig verdient mit 5:0 (3:0) und muss sich somit für das Rückspiel in einer Woche keine Sorgen um den Aufstieg mehr machen.

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Die „Bullen“ spielten mit viel Elan, ließen in der Defensive wenig zu, überbrückten das Mittelfeld schnell und kombinierten gegen den defensiv eingestellten Gegner in der Offensive zur Freude des Publikums fast nach Belieben. Jonatan Soriano (29., 37.) und Sadio Mane (40.) schossen für die Elf von Trainer Roger Schmidt bereits in der ersten Hälfte eine komfortable Führung heraus. Nach der Pause erhöhten nochmals Soriano mit seinem dritten Treffer (63.) und Martin Hinteregger (68.) zum 5:0-Endstand. Salzburg hielt über 90 Minuten nicht nur das höhere Tempo, sondern verfügte auch über die besseren Einzelspieler.

Jubel von Salzburg

GEPA/Mathias Mandl

Soriano durfte sich von seinen Kollegen gleich dreimal feiern lassen

„Fasten your Seatbelt“

Die Checklist eines Flugzeugpiloten und einen Salzburg-Jet hatten die „Bullen“-Fans auf der Südtribüne als Signal für den erwarteten Abflug in die Europa-League-Gruppenphase installiert, und ihre Mannschaft hob auch gleich richtig ab. Mane prüfte bereits nach 49 Sekunden Vilnius-Tormann Armantas Vitkauskas mit einem Schuss auf die kurze Ecke. Drei Minuten später strich ein Ilsanker-Fernschuss knapp über das Tor.

Etwas überraschend verzichtete Salzburg-Trainer Schmidt in der Startelf aus taktischen Gründen auf die Dienste von Jakob Jantscher und Marco Meilinger. Dafür sollten Stefan Ilsanker als defensiver Sechser und Stefan Hierländer in der Offensive für Druck sorgen. Kevin Kampl agierte diesmal weiter rechts. Die Ergebnisse des litauischen Tabellenführers (1:0-Heimsieg, 1:2-Auswärtsniederlage) in der Europa-League-Qualifikation gegen Lech Posen nötigten den Salzburgern im Vorfeld einigen Respekt ab.

Fan-Choreographie von Salzburg

GEPA/Felix Roittner

Die Salzburger Fans waren schon vor dem Anpfiff vom Aufstieg überzeugt

Salzburg drängt auf das 1:0

Salzburg setzte sich jedoch schnell in der Hälfte der Litauer fest, fand aber noch keinen Weg durch die dichtgestaffelte, oft neunköpfige Abwehr der Gäste. Die lauerten auf Konter, versuchten ebenfalls schnell in die Spitze zu spielen. Die Angriffe endeten aber spätestens im Abwehrzentrum beim sicheren Andre Ramalho. Dafür endeten Salzburgs Torversuche, die sich vor dem Spiel noch mehr Effizienz bei der Verwertung von Torchancen vorgenommen hatten, vorläufig alle bei Vitkauskas, der einen Kampl-Schuss über die Latte drehte (13.) und einen Mane-Kracher (16.) wegschlug.

Dass die Litauer nicht gewillt waren, die Salzburger schalten und walten zu lassen, bewies das kompromisslose Einsteigen von Andrius Skerla bei einem Alan-Vorstoß (18.), was vom mazedonischen Schiedsrichter Aleksandar Stavrev gnädigerweise nur mit Gelb geahndet wurde. Salzburgs Offensivmaschinerie lief jedoch weiter wie geschmiert. Ein Soriano-Kopfball, ein Klein-Schuss und ein wunderbar angetragener Alan-Weitschuss (26.) brachten in der Folge aber alle nichts ein - bis zur 29. Minute.

Soriano und Mane knacken den Abwehrriegel

Alan hatte sich rechts durchgetankt, ließ Arturas Zulpa stehen, zog in den Strafraum, Vitkauskas flog an Alans Stanglpass auf Soriano vorbei - und der Spanier drückte den Ball zum verdienten und bejubelten 1:0 über die Linie. Das Führungstor war für Salzburg kein Grund zum Durchschnaufen, ein Soriano-Schuss auf das lange Eck verfehlte nur knapp sein Ziel (34.). Drei Minuten später verwerte der spanische Torjäger aber eine Kampl-Maßflanke von rechts aus spitzem Winkel mit dem Kopf zum 2:0 (37.).

Jonatan Soriano erzielt das 2:0

APA/KRUGFOTO

Sorianos zweiter Streich - die Rettungsversuche des Goalies sind umsonst

Der Rettungsversuch von Vitkauskas kam knapp hinter der Linie aber doch zu spät. Dann durfte auch Mane ran. Der 21-jährige Senegalese verwerte einen Heber von Soriano in den Sechzehner mustergültig ins lange Eck zum 3:0. (40.). Mit dem 3:0 im Rücken begannen die Salzburger auch zu zaubern. Soriano und Alan demonstrierten mit kurzen Haken und Ferslern spanisch-brasilianische Spielfreude.

Keine Torpause nach der Pause

Nach der Pause dauerte es bis zur 63. Minute ehe Soriano sein Torkonto auf drei Treffer aufstockte. Er knallte eine kraftvolle Hierländer-Flanke im Sprung volley unter die Latte zum 4:0. In der 67. Minute holte sich der Spanier seine Standing Ovations ab und Valon Berisha löste den Torjäger ab. Aber auch ohne Soriano fanden die Salzburger den Weg ins Tor von Schalgiris. Hinteregger jagte nach einem Corner einen Flugkopfball in die Maschen - 5:0 (68.). Das vermeintliche 6:0 (73.) durch Berisha wurde wegen Abseits zu Recht nicht gegeben.

Es fiel dann auch nicht mehr, obwohl Salzburg in der Schlussphase durchaus noch das halbe Tor-Dutzend vollmachen wollte. Die seltenen Schalgiris-Angriffe versandeten weiterhin kurz nach der Mittellinie, dafür schoben die Litauer in der Defensive Salzburgs Torambitionen einen Riegel vor. Die letzte gute Chance vergab der eingewechselte Christoph Leitgeb in der Schlussminute - beim Endstand von 5:0 und dem sicheren Einzug in die EL-Gruppenphase aber kein Beinbruch.

Martin Wagner, ORF.at aus Salzburg

UEFA Europa League, Play-off-Hinspiel

Donnerstag:

Salzburg - Schalgiris 5:0 (3:0)

Stadion Wals-Siezenheim, 7.885 Zuschauer, SR Stavrev/MKD

Torfolge:
1:0 Soriano (29.)
2:0 Soriano (37.)
3:0 Mane (40.)
4:0 Soriano (63.)
5:0 Hinteregger (68.)

Salzburg: Gulacsi - Klein, Ramalho, Hinteregger, Ulmer - Kampl (89./Leitgeb), Hierländer, Ilsanker, Mane (78./Meilinger) - Alan, Soriano (67./Berisha)

Schalgiris: Vitkauskas - Freidgeimas, Peric, Skerla, Vaitkunas - Zulpa - Leliuga (46./Janusauskas), Komolow, Kuklys (79./Zagurskas), Silenas (46./Nyuiadzi) - Bilinski

Gelbe Karten: Keine bzw. Skerla, Komolow

Die Besten: Kampl, Soriano, Hinteregger, Alan bzw. Vitkauskas

Rückspiel am 29. August in Vilnius

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