Mit zweimal Laufbestzeit zum 100. Erfolg
Marcel Hirscher hat am Sonntag im ersten Slalom der neuen Weltcup-Saison seine Podestserie auf perfekte und eindrucksvolle Art fortgesetzt. Der 24-jährige Salzburger gewann das Rennen in Levi mit zweimaliger Laufbestzeit 0,62 Sekunden vor Teamkollege Mario Matt und sorgte damit für den 100. Slalom-Sieg der ÖSV-Herren. Auf Rang drei landete überraschend der Norweger Henrik Kristoffersen (0,93).
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Neben Hirscher und Matt schaffte auch Benjamin Raich einen guten Start in die Slalom-Saison. Der Tiroler belegte mit einem Rückstand von 1,79 Sekunden den achten Rang. Reinfried Herbst kam auf Platz 13 (+ 2,20). Der Deutsche Felix Neureuther, der nach dem ersten Durchgang noch auf Platz zwei gelegen war, stürzte im zweiten Lauf spektakulär. Er fuhr nach einem „Salto“ aber weiter und belegte den 27. und letzten Rang. Vorjahressieger Andre Myhrer und Manfred Pranger verpassten nach schweren Fehlern im Steilhang die Qualifikation für die Entscheidung.

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Das Siegerbild von Levi: Mario Matt, Marcel Hirscher und Henrik Kristoffersen
„Habe meine Erwartungen übertroffen“
Das Maß aller Dinge war aber ohnehin wieder Hirscher. Der Gesamtweltcup-Sieger, der sich in Schweden speziell auf den flachen Hang in Levi vorbereitet hatte, feierte seine elften Slalom-Sieg und seinen 19. Weltcup-Erfolg insgesamt. Überdies schaffte der 24-Jährige zum zehnten Mal in Folge den Sprung auf ein Slalom-Podest. Vor allem im zweiten Durchgang unterstrich Hirscher mit traumwandlerischer Sicherheit seine aktuelle Ausnahmestellung.
„Mein Läufe waren super. Meine Stärke war es nie, in flachen Teilen schnell zu sein, das ist mir hier sehr gut gelungen“, freute sich Hirscher nach seinem ersten Levi-Sieg über die Erweiterung seiner Fähigkeiten. „Ich habe meine Erwartungen übertroffen. Es steckt sehr viel harte Arbeit dahinter, und ich bin froh, dass ich das umsetzen konnte“, erklärte der ÖSV-Star, den auch der dritte Platz des 19-jährigen Kristoffersen nicht überraschte. „Ich habe ihn schon mehrfach erwähnt. Die jungen Fahrer kommen schnell, da müssen wir Gas geben und dranbleiben.“
„Oldie“ Matt stellt Rekord auf
Ein Läufer, der dem Ansturm der Jungen ebenfalls noch standhält, ist Matt, der sich in Levi nicht nur über einen sehr guten Start in die neue Saison, sondern auch über einen Rekord freuen durfte. Der Tiroler avancierte mit 34 Jahren, sieben Monaten und acht Tagen zum ältesten Podestfahrer im Herren-Slalom. „Ich bin sehr froh über diesen zweiten Platz. So gut bin ich schon lange nicht mehr in eine Saison gestartet. Ich freue mich, dass ich meine Trainingsleistungen umsetzen konnte“, sagte der zweifache Weltmeister.
„Perfekt ist es nur, wenn man ganz oben steht“, machte Matt aber klar, dass er noch mehr will. „Ich weiß ja vom Training, dass ich im Steilen sogar schneller sein kann als Marcel“, gab sich der Routinier selbstbewusst. „Denn ich weiß, wo ich die Zeit, die ich heute im Steilen liegengelassen habe, suchen muss.“ Sein Respekt vor Hirscher war dennoch groß: „Er fährt perfekt und komplett am Limit.“

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Nach seiner Disqualifikation im Vorjahr carvte Matt diesmal auf Rang zwei
Neo-Coach Pfeifer von Auftakt angetan
Matts um 14 Jahre jüngerer Bruder Michael schied hingegen bei seinem Weltcup-Debüt ebenso wie Manuel Wieser (23) im ersten Durchgang aus. Der 35-jährige Herbst war indes mit seinem Saisonstart zufrieden, sieht aber auch noch Luft nach oben. „Es war wie in der Vorbereitung. Ich habe sehr schnelle Abschnitte, aber im Flachen komme ich nicht vom Fleck. Daran muss ich noch arbeiten. Ich bin auf einem guten Weg, weiß aber auch, dass ich noch ein bisschen Aufholbedarf habe“, erklärte der Salzburger.
Neo-Gruppenchef Marko Pfeifer war vom Start natürlich besonders angetan, schließlich gelang der erste Doppelsieg seit Adelboden im Jänner (ebenfalls Hirscher vor Matt). „Viel besser als Marcel kann man nicht mehr fahren, aber Mario ist dran. Er ist in diesem Winter gut für einen Sieg“, war der Trainer überzeugt. Pfeifer lobte ausdrücklich auch Raich („Das ist ein guter Trend“) für Platz acht. „Die Rückbesinnung auf den Slalom hat sich ausgezahlt.“
Herren-Slalom in Levi
| Endstand: |
| 1. |
Marcel Hirscher |
AUT |
1:45,42 |
| 2. |
Mario Matt |
AUT |
1:46,04 |
| 3. |
Henrik Kristoffersen |
NOR |
1:46,35 |
| 4. |
Ivica Kostelic |
CRO |
1:46,64 |
| 5. |
Mattias Hargin |
SWE |
1:46,71 |
| 6. |
Patrick Thaler |
ITA |
1:47,15 |
| 7. |
Jean-Baptiste Grange |
FRA |
1:47,17 |
| 8. |
Benjamin Raich |
AUT |
1:47,21 |
| 9. |
Sebastian-Voss Solevaag |
NOR |
1:47,24 |
| 10. |
Steve Missillier |
FRA |
1:47,36 |
| 11. |
Ted Ligety |
USA |
1:47,38 |
| 12. |
Fritz Dopfer |
GER |
1:47,48 |
| 13. |
Reinfried Herbst |
AUT |
1:47,62 |
| 14. |
Adam Zampa |
SVK |
1:47,65 |
| 15. |
Leif Kristian Haugen |
NOR |
1:47,68 |
| 16. |
Stefano Gross |
ITA |
1:47,74 |
| 17. |
Julien Lizeroux |
FRA |
1:47,94 |
| 18. |
Markus Larsson |
SWE |
1:48,03 |
| 19. |
Naoki Yuasa |
JPN |
1:48,13 |
| 20. |
Michael Janyk |
CAN |
1:48,18 |
| 21. |
Giuliano Razzoli |
ITA |
1:48,20 |
| . |
Alexander Koroschilow |
RUS |
1:48,20 |
| 23. |
Gabriel Rivas |
FRA |
1:48,32 |
| 24. |
Santeri Paloniemi |
FIN |
1:48,40 |
| 25. |
Anton Lahdenperä |
SWE |
1:48,47 |
| 26. |
Jonathan Nordbotten |
NOR |
1:48,55 |
| 27. |
Felix Neureuther |
GER |
1:51,75 |
| Erster Durchgang: |
| 1. |
Marcel Hirscher |
AUT |
52,80 |
| 2. |
Felix Neureuther |
GER |
+ 0,22 |
| 3. |
Mario Matt |
AUT |
0,31 |
| 4. |
Henrik Kristoffersen |
NOR |
0.65 |
| 5. |
Patrick Thaler |
ITA |
0,66 |
| 6. |
Ivica Kostelic |
CRO |
0,71 |
| . |
Mattias Hargin |
SWE |
0,71 |
| . |
Fritz Dopfer |
GER |
0,73 |
| 9. |
Benjamin Raich |
AUT |
0,90 |
| 10. |
Steve Missillier |
FRA |
0,95 |
| 18. |
Reinfried Herbst |
AUT |
1,25 |
| Nicht qualifiziert: |
| 36. |
Wolfgang Hörl |
AUT |
1,72 |
| 50. |
Andre Myhrer |
SWE |
2,08 |
| 56. |
Manuel Feller |
AUT |
2,41 |
| 60. |
Manfred Pranger |
AUT |
2,76 |
| Zweiter Durchgang: |
| 1. |
Marcel Hirscher |
AUT |
52,62 |
| 2. |
Henrik Kristoffersen |
NOR |
52,90 |
| 3. |
Mario Matt |
AUT |
52,93 |
| 4. |
Ivica Kostelic |
CRO |
53,13 |
| 5. |
Mattias Hargin |
SWE |
53,20 |
| 6. |
Ted Ligety |
USA |
53,21 |
| 7. |
Sebastian-Voss Solevaag |
NOR |
53,26 |
| 8. |
Adam Zampa |
SVK |
53,27 |
| 9. |
Jean-Baptiste Grange |
FRA |
53,40 |
| 10. |
Benjamin Raich |
AUT |
53,51 |
| 11. |
Reinfried Herbst |
AUT |
53,57 |
| 27. |
Felix Neureuther |
GER |
58,73 |
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