Nur ein Legionär im Kader
Österreichs Fußball-Nationalteam wird es am Dienstag im freundschaftlichen Länderspiel in Olmütz gegen Tschechien (20.30 Uhr, live in ORF eins) nicht mit den tschechischen Superstars Petr Cech und Tomas Rosicky zu tun bekommen.
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Chelsea-Tormann Cech muss aufgrund einer Schulterverletzung derzeit rund zwei Monate pausieren. Arsenal-Mittelfeldspieler Rosicky hat nach einer überstandenen Grippe bereits seinen Urlaub angetreten.

APA/EPA/Filip Singer
Rosicky wird am Dienstag nicht gegen Österreich zu sehen sein
Teamchef Pavel Vrba hat überhaupt nur einen Legionär in seinen international sehr unerfahrenen 18-Mann-Kader einberufen, Matej Vydra vom englischen Club West Bromwich. Die restlichen Spieler stehen allesamt in der tschechischen Liga unter Vertrag. So unter anderen auch Jiri Fleisman, Lukas Hejda und Jan Kopic, die erstmals zum A-Team zählen. Im Betreuerstab der Tschechen arbeitet übrigens ein alter Bekannter des ÖFB-Teams. Denn Karel Brückner, der von Juli 2008 bis März 2009 Österreichs Teamchef war, ist als Berater der tschechischen Nationalmannschaft tätig.
Nur kurze Vorbereitung auf Österreich-Match
Im tschechischen Oberhaus stand am Samstagabend die 30. und letzte Runde auf dem Programm, die Vorbereitungszeit der Tschechen auf das Länderspiel ist also sehr kurz. Der Titel ging überlegen und zum zwölften Mal an Sparta Prag, der Traditionsclub ist gleich mit acht Spielern im tschechischen Aufgebot für das Österreich-Match vertreten. Von Vizemeister Viktoria Pilsen stehen sechs Mann im Teamkader. Der international routinierteste Mann ist Angreifer Tomas Necid von Slavia Prag mit 26 Länderspielen und sieben Toren.
Kein Wunder, dass Ex-Rapidler Antonin Panenka über das aktuelle Team seiner tschechischen Heimat sagte: „Unser Team ist schon längst nicht mehr so stark wie zu meiner Zeit oder später mit Spielern wie Pavel Nedved oder Karel Poborsky. Der Mannschaft fehlt es an Qualität.“ Der 65-jährige Europameister von 1976 weiß, wie man Tschechien in Bedrängnis bringen kann. „Österreich muss gut organisiert stehen und dann schnelle Konter fahren. In der Abwehr haben wir große Probleme.“
Tschechischer Teamkader
Tor: Tomas Vaclik (Sparta Prag, 2 Länderspiele/0 Tore), Marek Stech (Sparta Prag, 0)
Abwehr: Jiri Fleisman (Slovan Liberec, 0), Lukas Hejda (Viktoria Pilsen, 0), Mario Holek (Sparta Prag, 6/0), Pavel Kaderabek (Sparta Prag, 1/0), David Limbersky (Viktoria Pilsen, 25/0), Vaclav Prochazka (Viktoria Pilsen, 3/0)
Mittelfeld: Borek Dockal (Sparta Prag, 8/2), Josef Husbauer (Sparta Prag, 8/1), Tomas Horava (Viktoria Pilsen, 4/1), Daniel Kolar (Viktoria Pilsen, 18/2), Jan Kopic (Jablonec, 0), Ladislav Krejci (Sparta Prag, 5/1), Milan Petrzela (Viktoria Pilsen, 14/0), Lukas Vacha (Sparta Prag, 1/0)
Angriff: Tomas Necid (Slavia Prag, 26/7), Matej Vydra (West Bromwich/ENG, 11/4)
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