Infrastruktur nicht fristgerecht repariert
Die Bundesliga hat dem SV Grödig in Sachen Infrastruktur der Untersberg-Arena die Rute ins Fenster gestellt. Der Sensationsaufsteiger der vergangenen Saison erfüllte die an die Lizenz gekoppelten Auflagen nicht rechtzeitig. Auch Austria Lustenau behob die Mängel nicht zeitgerecht. Den beiden Teams drohen nun Sanktionen.
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Die Bundesliga verhängte im Rahmen der Lizenzierung im Frühjahr über acht Teams Infrastrukturauflagen. Während die Bundesligisten Admira Wacker Mödling (Flutlicht), Wiener Neustadt (Flutlicht) und Aufsteiger Altach (Flutlicht) sowie die Erste-Liga-Vereine Horn (Sitzplatzart), Hartberg (Zugang, Pressetribüne) und Kapfenberg (Flutlicht) diese fristgerecht bis zum 30. Juni erfüllten, war das bei Grödig und Lustenau nicht der Fall.
Punkteabzug als Höchststrafe
In der Grödiger Untersberg-Arena sind die Medieneinrichtungen der Grund für eine mögliche Bestrafung. Das gilt auch für Lustenau, wobei die Vorarlberger auch eine Flutlichtauflage hatten. Die beiden Vereine hätten die Auflagen bis zum Ende der Frist am Montag noch nicht vollständig erfüllt, zudem sei bis dato auch kein bestimmungsgemäßes Ausweichstadion genannt worden, verlautete die Liga.

ORF.at/Peter Pfeiffer
Die Untersberg-Arena ist laut Liga noch nicht fit für die neue Saison
Laut Disziplinarbestimmungen zum Lizenzierungsverfahren sind etwa eine Geldstrafe, Platzsperre oder ein Punkteabzug mögliche Konsequenzen, die beiden Teams könnten allerdings auch mit einer Verwarnung davonkommen. Bei der Bemessung der Sanktion werden die Faktoren Häufigkeit und Gewicht der früheren Verstöße des Clubs, Milderungsgründe und Schwere des Verstoßes berücksichtigt.
Die Grödiger haben ihre erste Heimpartie am 27. Juli gegen Sturm Graz, Lustenau spielt gleich zum Ligaauftakt am 18. Juli gegen den FAC zu Hause. Der Senat 5 werde über mögliche Konsequenzen umgehend entscheiden, gab die Bundesliga am Dienstag bekannt. Schon am Mittwoch soll eine Entscheidung bekanntgegeben werden.
Übersiedlung im Europacup
Grödig wird aufgrund der Stadionsituation auch seine Europacup-Spiele nicht in der Untersberg-Arena austragen. Die Salzburger tragen ihr Heimspiel in der zweiten Qualirunde der Europa League am 24. Juli in der Red Bull Arena in Wals-Siezenheim aus. Grödig begründete den Schritt mit den hohen Anforderungen der Europäischen Fußballunion (UEFA), die eine Adaptierung der eigenen Untersberg-Arena zu einem „Kraftakt“ gemacht hätten.
Der logistische und finanzielle Aufwand für nur ein Heimspiel im eigenen Stadion wäre „in keinem Verhältnis zum Nutzen“ gestanden, sagten die Grödiger. Der Dritte der vergangenen Bundesliga-Saison trifft bei seinem Europacup-Debüt auf den Sieger des Erstrundenduells aus Favorit Cukaricki Belgrad und UE Sant Julia aus Andorra. Das Hinspiel bestreitet der ÖFB-Vertreter am 17. Juli zuerst auswärts.
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