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„Bei uns rennt es fast zu schön“

Nicht, wie vor der Saison angenommen, Rapid, Austria oder Puntigamer Sturm Graz ist aktuell das Team, das in der tipico-Bundesliga mit Red Bull Salzburg Schritt halten kann, sondern Pellets WAC. Mit drei Siegen in drei Spielen verhindern die Kärntner als einzige Mannschaft einen Sololauf der „Bullen“ und liegen punktgleich mit dem Meister an der Spitze.

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Einzig die um drei Treffer schlechtere Tordifferenz trennt die Wolfsberger von der Tabellenführung. Angesichts dieser Situation ist beim Team von Coach Dietmar Kühbauer alles eitel Wonne. „Mehr geht nicht“, freute sich Kühbauer über die makellose Bilanz. Der 43-Jährige sorgt aber auch dafür, dass sein Team trotz des sportlichen Höhenflugs auf dem Boden bleibt. „Bei uns rennt es fast zu schön, es werden aber auch noch andere Zeiten kommen“, so Kühbauer.

Jubel der WAC-Spieler

GEPA/Felix Roittner

Die WAC-Spieler haben allen Grund, sich über den Saisonstart zu freuen

Kühbauer sieht weiteres Potenzial

Auf dem Leistungszenit sieht der Trainer seine Elf aber noch nicht angekommen, Kühbauer sieht weiteres Potenzial. „Wir müssen immer noch weiterarbeiten, es sind noch Dinge zu beheben“, stellte Kühbauer klar, machte aus seinem Stolz auf die gezeigten Spiele aber keinen Hehl. „Ich bin sehr, sehr zufrieden mit dem Auftreten. Die Jungs sind im Moment vom Kopf her sehr stark“, sagte der ehemalige ÖFB-Teamspieler nach dem ersten Sieg im fünften Duell bei Grödig.

Entsprechend groß ist auch das Selbstvertrauen der Spieler. „Unser Saisonstart war sensationell, wir haben die Qualität, dass wir jeden Gegner schlagen können“, erklärte Boris Hüttenbrenner nach dem saisonübergreifend vierten Sieg in Serie. Am Samstag wartet das nächste Auswärtsmatch beim ebenfalls ungeschlagenen Aufsteiger Cashpoint Altach, der zwar erst zwei Partien ausgetragen hat, bei der schwächelnden Austria aber einen Punkt geholt hat.

Rapid mit Abschlussschwäche

Rapid hat indes mit vier Punkten nur einen durchschnittlichen Start hingelegt, kann sich aber darauf berufen, immerhin das erste Duell mit Salzburg (1:6) schon hinter sich gebracht zu haben. Beim 1:1 gegen die Admira wurde aber deutlich, woran es bei den Grün-Weißen noch hapert. „Zeitweise waren unsere Angriffe schön anzuschauen, am Abschluss müssen wir aber arbeiten. Nach dem Ausgleich haben wir zu viele technische Fehler gemacht, daher hat es nur zu einem Unentschieden gereicht“, ist sich Coach Zoran Barisic bewusst.

Nicht mehr punktelos ist auch Sturm nach dem 4:2-Heimsieg gegen Wr. Neustadt. „Das war ein schweres Match gegen einen Gegner, der in der ersten Hälfte sehr aggressiv agiert hat, da hatten wir Probleme. In der zweiten Hälfte haben die Jungs Moral gezeigt, wir hatten mehr Raum und haben verdient gewonnen“, resümierte Sturm-Coach Darko Milanic. Die Erleichterung bei allen Beteiligten war nach den zwei Auftaktpleiten groß. „Es herrscht eine Riesenfreude“, sagte Milanic.

Grödig denkt schon an EL-Rückspiel

Grödig fiel indes mit der ersten Saisonniederlage auf Platz vier zurück, tanzt aber derzeit wie Salzburg auf zwei Hochzeiten. Nach dem siebenten Match innerhalb von 23 Tagen wollte Trainer Michael Baur von Verschleißerscheinungen dennoch nichts wissen. „Wir haben es bis jetzt in jedem Spiel geschafft, dass wir bis zum letzten Abdruck Tempo gehen“, sagte der Tiroler und lobte sein Team, das bis zum Schluss Kampfgeist gezeigt hatte.

Fehler in der Abwehr und mangelnde Chancenverwertung verhinderten jedoch einen zählbaren Erfolg der Salzburger. Schon am Donnerstag gilt es, im Qualifikationsrückspiel der Europa League in Chisinau einen 1:2-Rückstand aufzuholen. „Da müssen wir kompromissloser sein. Ich bin zuversichtlich und glaube daran, dass wir noch Chancen haben. Wir werden das auch in die Köpfe der Spieler reinbringen“, erklärte Baur.

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