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Kurzauftritt im Stabhochsprung-Finale

Der Finalauftritt von Stabhochspringerin Kira Grünberg bei den Leichtathletik-Europameisterschaften in Zürich ist nur von kurzer Dauer gewesen. Die 21-jährige Tirolerin blieb am Donnerstagabend im Letzigrund-Stadion bei der Einstiegshöhe von 4,35 Metern ohne gültigen Versuch.

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Die angepeilte 4,50-Meter-Marke blieb damit für Grünberg, die in der Qualifikation mit übersprungenen 4,45 Metern für einen neuen ÖLV-Rekord gesorgt hatte, klar außer Reichweite. Den Finaleinzug bei ihrem ersten Großereignis in der allgemeinen Klasse darf die Heeressportlerin und Pharmaziestudentin, die mit einer Bestleistung von 4,22 Metern in die Freiluftsaison gestartet war, dennoch als beachtlichen Erfolg verbuchen.

Kira Grünberg (AUT)

GEPA/Mario Kneisl

Im EM-Finale lief es für Kira Grünberg nicht nach Wunsch

„Ich habe es genossen, auch wenn es kurz war“, zog Grünberg nach der Premiere ein erstes Resümee. „Manchmal geht es daneben, das war heute der Fall. Es hat schon beim Einspringen nicht gepasst. Ich habe heute zu viel Druck verspürt. Positiv war die Qualifikation, das war ein super Wettkampf. Das Finale vergessen wir am besten.“

„So schnell wird das nicht mehr passieren“

„Besser jetzt ein Nuller als in ein paar Jahren, wenn man vorne mit dabei sei kann“, meinte Grünberg danach tapfer lächelnd. „Ich glaube, dass das so schnell nicht mehr passieren wird. Jetzt hab’ ich es hinter mir“, so die 21-Jährige. „Ich habe mir heute selber viel Druck gemacht, dass ich ein bisschen was erreichen kann. 4,35 ist schon hoch, aber ich würde nicht sagen, dass es an der Anfangshöhe gelegen ist. Ich bin einfach nicht so gut gesprungen heute“, sagte die ÖLV-Rekordlerin.

Insgesamt trug Grünberg das frühe Ausscheiden mit Fassung: „Die Erfahrung muss jeder Athlet machen. Ich bin noch so jung, und so viel hätte ich eh nicht erreichen können.“ Vom schlecht verlaufenen Einspringen hatte sie sich übrigens nicht aus der Ruhe bringen lassen. „Der erste Sprung war gut, aber mit den härteren Stäben hat es nicht mehr funktioniert. Ich hatte schon fünf Sprünge, ich konnte nicht noch einen machen, dann bin ich fertig für den Wettkampf. Normalerweise klappt es dann im Wettkampf, aber heute war es nicht ausreichend.“

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