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Bärenstarke Leistung gegen Russland

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Robert Almer: Gut

Der ÖFB-Goalie musste ständig hellwach sein und meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Beim Stangenschuss in der 15. Minute hatte er Glück, dafür war er bei einem Kopfball von Ignaschewitsch kurz vor der Pause zur Stelle. Almer war ein sicherer Rückhalt, der von den Russen aber nicht wirklich geprüft wurde.

Florian Klein: Gut

In der Defensive hatte der Stuttgart-Legionär mit den wendigen und technisch starken Russen ein bisschen Probleme, leistete sich aber keine grobe Unachtsamkeit und spielte solide. Offensiv überzeugte er im Verbund mit Harnik mit guten Aktionen, vor allem seine Flanken waren tempiert und sorgten für Gefahr.

Aleksandar Dragovic: Sehr gut

Dragovic war in der Innenverteidigung ein absolutes Bollwerk, an dem sich die Russen die Zähne ausbissen. Der Kiew-Legionär stand stets richtig und legte ein tolles Timing bei Kopfballduellen und im Tackling an den Tag. Beim Spielaufbau ging ihm etwas die Unterstützung aus dem Mittelfeld ab. Dragovic ließ sich deshalb aber nicht zu unüberlegten Aktionen hinreißen und lieferte über die gesamte Spielzeit eine bärenstarke Leistung ab.

Martin Hinteregger: Gut

Von der Verletzung im Vorfeld der Partie war beim Salzburger nichts zu sehen. Hinteregger agierte vor der Pause ebenso souverän wie Dragovic. Der 22-Jährige spielte wie ein Routinier. Ob taktisches Foul, starkes Zweikampfverhalten oder Ruhe im Spielaufbau, Hinteregger hatte alles. Nach der Pause schlichen sich dann ein paar Schlampigkeiten ein, die aber keine Auswirkungen hatten.

Christian Fuchs: Gut

In einigen Aktionen harmonierte der Kapitän sehr gut mit Vordermann Arnautovic. Das Resultat waren schnell vorgetragene Vorstöße. Auch seine Flanken kamen durchaus brauchbar in den Strafraum. In der Defensive hatte Fuchs meistens alles unter Kontrolle. Vor allem in der hektischen Schlussphase hielt er voll dagegen. Der Kapitän wollte diesen Sieg unbedingt und trug seinen Teil dazu bei.

Stefan Ilsanker: Befriedigend

Durch Julian Baumgartlingers Verletzung beim Aufwärmen rutschte Ilsanker kurzfristig in die Startelf. Von einem Kaltstart war aber wenig zu sehen. Der Salzburger erfüllte seine Rolle sehr solide und war meistens dort, wo es etwas zu holen gab. Mit seiner Laufbereitschaft und Kampfkraft fügte er sich brauchbar in die Mannschaft ein. Im Spielaufbau hätte es aber oft mehr Ruhe gebraucht. Auch sein taktisches Verhalten war nicht immer fehlerfrei.

Christoph Leitgeb: Genügend

In seinem 41. Länderspiel übernahm Leitgeb den schwierigen Part, den verletzten David Alaba zu ersetzen. Der Salzburger war in der ersten Hälfte allerdings nicht die erhoffte Schaltstelle im Mittelfeld und das Bindeglied für die Offensive. Nur selten konnte er seine Stärke - mit Tempo in die gegnerische Hälfte eindringen - ausspielen. Die Partie lief zumeist an ihm vorbei, Ballkontakte hielten sich in Grenzen.

Martin Harnik: Sehr gut

In der Offensive ging vom Stuttgart-Legionär die meiste Gefahr aus. Harnik spielte seine Schnelligkeit aus, kam mit Tempo über die Seite und auch zum Abschluss. Aus manchen Situationen hätte er zwar etwas mehr machen können, dafür war seine Vorarbeit zum Siegestor perfekt. Abgesehen von zwei heiklen Ballverlusten vor der Pause lieferte Harnik über die gesamte Spielzeit eine starke Leistung ab wie schon lange nicht.

Zlatko Junuzovic: Gut

Der Bremer versuchte, das Spiel mit direktem Passspiel schnell zu machen, was ihm dank seiner hervorragenden Technik auch gelang. Junuzovic setzte seine Mitspieler mit guten Ideen immer wieder überlegt ein und sorgte somit für Gefahr. Seine Laufbereitschaft war wie üblich vorbildlich.

Marko Arnautovic: Gut

Der Stoke-Legionär war einsatz- und lauffreudig und half auch in der Defensive aus. Die Russen hatten mit ihm ihre liebe Not. In der ersten Hälfte kam Arnautovic oft über die Flanken, aber nicht so sehr in die Gefahrenzone. Nach dem Seitenwechsel kam er auch zum Abschluss, wobei sein Schuss nach Vorarbeit von Fuchs zu zentral ausfiel. Der Trend von Arnautovic im ÖFB-Team zeigt aber absolut in die richtige Richtung.

Marc Janko: Genügend

Der Sydney-Legionär konnte während seines knapp einstündigen Einsatzes nicht die erhoffte Durchschlagskraft entwickeln. Janko war zwar bemüht und ging ein paarmal weitere Wege. Im Strafraum kam er trotz einiger Flanken nur selten in die Nähe einer Chance. Auch bei hohen Abschlägen in seine Richtung landete der Ball danach oft beim Gegner.

Rubin Okotie: Sehr gut

Siegestor gegen Montenegro und Siegestor gegen Russland: Okotie ist der Mann der Stunde im ÖFB-Team. Nachdem ein Tor von ihm nicht anerkannt wurde, stach der „Joker“ nur Augenblicke danach und sicherte damit die drei wichtigen Punkte. Im Spiel selbst war er sehr agil und tauchte auch oft auf den Flanken auf. Alles gelang zwar nicht, angesichts des Tores ist das aber völlig egal.

Sebastian Prödl: zu kurz eingesetzt

Marcel Sabitzer: zu kurz eingesetzt

Christian Wagner, ORF.at

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