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Mehr Teamwork muss her

Zwischen Red Bull und seinem Motorpartner Renault stimmt die Chemie auch vor dem zweiten Saisonrennen am Sonntag in Malaysia nicht. Seit der Einführung der V6-Turbomotoren mit Beginn der vergangenen Saison gab es Probleme, die auch beim Auftakt vor zwei Wochen in Australien noch nicht behoben waren.

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Nachdem zuletzt immer wieder vonseiten der „Bullen“ auf die Unzulänglichkeit des Antriebs hingewiesen worden war, schlugen die Franzosen in dieser Woche zurück. Renaults Formel-1-Motorsportchef Cyril Abiteboul sagte in einem Interview: „Es ist hart, einen Partner zu haben, der lügt“.

Bei Red Bull hatte man schon im Vorjahr die Schuld am Rückstand auf Mercedes am PS-Mangel der französischen Antriebseinheit festgemacht. Die Autos seien zudem schwer fahrbar, hatte es geheißen. Man fürchtet, nach dem verpatzten WM-Auftakt mit Platz sechs durch Daniel Ricciardo beim überlegenen Doppelsieg der Mercedes durch Lewis Hamilton vor Nico Rosberg, nun auch in Malaysia erneut ins Hintertreffen zu geraten.

Daniel Ricciardo

GEPA/XPB Images

In Melbourne hatte es für Ricciardo nicht für einen Spitzenplatz gereicht

Hilfsbedürftiges Gesamtpaket

Renault hatte aber schon vor der Saison mehrfach betont, dass man immer das Gesamtpaket betrachten müsse. Ganz offensichtlich ist man bei Renault der Meinung, dass speziell das Heck des nochmals von Adrian Newey designten RB11 nicht optimal gelungen ist. Dieser sei zwar charmant und brillant, habe aber schon sein ganzes Leben lang die Motorenpartner kritisiert. Nun sei er zu alt, das noch zu ändern, sagte Abiteboul über den 56-jährigen Briten, der bei Red Bull aber künftig ohnehin verstärkt in anderen Bereichen tätig sein wird.

In einer Vorschau auf das Rennen in Sepang gestand Abiteboul zwar einen Rückstand bei Renault ein, forderte zugleich aber auch mehr Teamwork. „Wir müssen zusammenarbeiten, um unsere Probleme zu verstehen, sowohl beim Motor als auch beim Chassis“, sagte der Franzose. „Unsere Zahlen haben gezeigt, dass der Unterschied bei den Rundenzeiten in Melbourne zwischen Red Bull und Mercedes zu gleichen Teilen an der Fahrbarkeit des Autos, der Motorenleistung und dem Fahrgestell lag. Es ist daher das Gesamtpaket, das Hilfe braucht, und wir haben mit dem gesamten Team daran gearbeitet.“

Kein Licht am Ende des Tunnels

Newy hatte vor dem Saisonstart in Melbourne bemängelt, dass es „kein Licht am Ende des Tunnels“ gebe und man immer wieder Probleme mit dem Motor habe. „Es ist eine Sache, wenn man nicht konkurrenzfähig ist, aber einen möglichen Ausweg sieht. Und es ist eine andere Sache, wenn man nicht konkurrenzfähig ist und der Partner nicht bereit zu sein scheint, sich damit zu befassen.“

Neben Motorsportberater Helmut Marko hatte sich zuletzt auch Red Bulls Teamchef Christian Horner sehr kritisch nicht nur gegenüber Renault, sondern auch dem kompletten V6-Antriebsreglement der Formel 1, das Mercedes zur klaren Nummer eins in der Motorsport-Königsklasse gemacht hatte, geäußert. Renault-Einsatzleiter Remi Taffin schlug versöhnlichere Töne an. Malaysia sei eine gute Gelegenheit für einen Neustart, sagte der Franzose und versprach: „Unsere Designabteilung hat nonstop an Gegenmaßnahmen gearbeitet, um das zu verbessern, was in Melbourne nicht gepasst hat.“

Hamilton kann nur lächeln

Weltmeister Hamilton hat unterdessen belustigt darauf reagiert, dass Horner vom Motorsportweltverband (FIA) Maßnahmen eingefordert hat, um die Mercedes-Überlegenheit einzubremsen. „Das ist wirklich lustig, vor allem nach nur einem Rennen“, sagte der Brite.

Der 30-jährige Titelverteidiger verwies darauf, dass er zu Mercedes gekommen sei, als dieses Team noch schwache Leistungen abgeliefert habe, während Red Bull Racing viermal in Folge Weltmeister geworden sei. „Aber nie hat sich Mercedes in dieser Phase beschwert oder ausgleichende Dinge verlangt. Sie haben sich einfach die Ärsche abgearbeitet“, sagte Hamilton.

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