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Seltene Entscheidung

Der Senat 1 der Österreichischen Fußball-Bundesliga hat das Verfahren gegen Martin Hinteregger von FC Red Bull Salzburg eingestellt. Am Samstag war es beim Spiel Altach gegen Salzburg zu einem umstrittenen Ausschluss gekommen: Patrick Seeger war im Strafraum im Laufduell mit dem ÖFB-Teamspieler gestolpert - Schiedsrichter Schüttengruber entschied überraschend auf Elfmeter und Rot für Hinteregger.

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Man sei nach Prüfung des Sachverhalts zu der Auffassung gelangt, dass es sich beim Ausschluss um eine offensichtlich falsche Entscheidung handelte. Das habe Schiedsrichter Manuel Schüttengruber in seinem Bericht bestätigt, teilte die Bundesliga am Montagabend mit.

Schiedsrichter Manuel Schüttengruber

GEPA/Oliver Lerch

Referee Schüttengruber verwies Hinteregger am Samstag des Feldes

Eine Rote Karte führt normalerweise automatisch zu einer Sperre. „Gemäß § 18 iVm § 5 der ÖFB-Rechtspflegeordnung hat der zuständige Strafausschuss (im Falle der Bundesliga der Senat 1) die Möglichkeit, ausschließlich bei offensichtlich falschen Disziplinarentscheidungen des Schiedsrichters korrigierend oder ergänzend tätig zu werden“, hieß es dazu erklärend in der Aussendung der Bundesliga. Hinteregger ist damit am Mittwoch in der Partie bei Sturm Graz spielberechtigt.

„Zweifelsfrei ein Irrtum“

„Die Einstellung des Verfahrens kam nur aus dem Grund infrage, da sowohl Schiedsrichter Schüttengruber seine Fehlentscheidung im Bericht bestätigt hat als auch die TV-Bilder dies ganz klar darlegten. Es handelte sich daher nicht nur um eine strittige Szene, sondern zweifelsfrei um einen offensichtlichen Irrtum, weshalb der Senat 1 von der automatischen Spielsperre Abstand nehmen konnte“, meinte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer.

Einen vergleichbaren Fall habe es in Österreich bereits in der Saison 2001/02 nach einem Spielausschluss von Krzysztof Ratajczyk gegeben, auch international seien solche Entscheidungen unter anderem schon in Deutschland, England und von der UEFA getroffen worden.

Vom Strafsenat am Montag jeweils für ein Spiel gesperrt wurden Thomas Reifeltshammer und Gernot Trauner (jeweils SV Ried).

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