Drei Turniersiege im fünften Jahr
Die fünfte Saison als ATP-Profi ist für Dominic Thiem Geschichte - und für den Niederösterreicher ist es auch heuer steil bergauf gegangen. Hauptverantwortlich dafür war die starke Sandplatzform des 22-Jährigen, der nicht nur unmittelbar vor den French Open seinen ersten ATP-Tour-Titel in Nizza holte. In Umag und Gstaad gewann er noch zwei weitere Siegerschecks.
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Schon im März zeigte Thiem mit dem Viertelfinale beim ATP-Masters-1000-Turnier in Miami, dass man mit ihm rechnen kann. Zusätzlich verbuchte er auch noch Halbfinale in Kitzbühel und St. Petersburg.

GEPA/RIA Novosti/Alexei Danichev
Thiem kann 2015 auf sein bisher erfolgreichstes Jahr zurückblicken
Der Drittplatzierte der österreichischen Wahl zum „Sportler des Jahres“ schließt das Jahr im ATP-Ranking als 20. ab. Auf Rang 18 - so gut wie nie zuvor - war er bereits im August und noch einmal im Oktober vorgestoßen. Thiem verdoppelte zudem in diesem Jahr sein Karrierepreisgeld auf knapp über zwei Millionen US-Dollar (brutto), im Einzel bilanziert er mit 36:28-Siegen.
Vorbereitung wieder auf Teneriffa
Damit der 22-Jährige „wieder frisch und voll Elan in die Saison 2016 starten kann“, hat er sich auf Teneriffa vorbereitet. Gleich zu Beginn des Jahres stehen die Turniere in Brisbane, Sydney und die Australian Open in Melbourne auf dem Programm.
„Die Vorbereitungszeit ist schon in vollem Gange bei mir. Jeden Tag wird hart an der Technik und Ausdauer trainiert. Mit mir sind auch noch Ernests Gulbis und Dennis Novak mit von der Partie. Ich freue mich schon auf die kommende Saison. Adios aus Teneriffa“, verkündete der Rechtshänder Anfang Dezember via Facebook.
Nach einer knapp zweiwöchigen intensiven Trainingsphase mit bis zu sieben Stunden pro Tag auf Teneriffa hofft Betreuer Günter Bresnik vor allem, dass sein Schützling nun gesund ins neue Jahr starten kann. Vor Jahresfrist hatte Thiem ja eine Verkühlung aus dem alten Jahr mitgeschleppt und deshalb eine schwache Ausbeute im ersten Jahresviertel abgeliefert.
Coach Bresnik traut Thiem Top Ten zu
Bresnik hält den Vorstoß seines Schützlings in die Top Ten für theoretisch möglich. „Aber ich gehe nicht davon aus, dass das nächstes Jahr der Fall sein wird, weil die vorne zu sehr einzementiert sind. Auch von hinten wird von ein paar Leuten Druck gemacht. Und man kann nicht davon ausgehen, dass er jedes Jahr drei Turniere gewinnt“, hatte Bresnik nach dem Wiener Stadthallenturnier gesagt.
Für den Saisonstart will er Thiem dennoch mit Erwartungen unter Druck setzen. „Ohne eine Auslosung eines Turniers zu sehen, ist das immer absurd. Aber er ist in Brisbane als Nummer 20 der Welt gerade als Achter gesetzt“, weiß Bresnik. Man kann sich rasch ausrechnen, wer ihm außerhalb der Top 20 auch gleich in einer ersten Runde blühen könnte. „Ich hoffe, dass er die Woche in Wien krankheitsfrei übersteht. Ich erwarte mir, dass er nächstes Jahr wieder eine sehr gute Saison spielt. Es spricht alles dafür. Wenn er am Jahresende zwischen 15 und 30 steht, bin ich heilfroh.“
Nicht müde zu betonen werden Bresnik und Thiem unisono, dass nun auch die Resultate bei den Masters-1000-Turnieren und den Grand Slams besser werden müssen. Dort gibt es die fetten Punkte zu holen - und dort holt sich Thiem vor allem auch die Matchpraxis gegen die ganz Großen im Tennis. Genau die fehlt ihm zum nächsten Ranglistensprung - das Potenzial dazu bewies er in dieser Saison mehr als je zuvor.
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