Vereinsinteressen über Olympia
Bei den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August 2016) besteht für die Fußballclubs keine Abstellungspflicht von Spielern. Das gab der Fußballweltverband (FIFA) am Dienstag bekannt. In Deutschland etwa, das erstmals seit langer Zeit für die Spiele qualifiziert ist, verhandeln deswegen schon Clubs, Deutscher Fußballbund (DFB) und die Deutsche Fußballliga (DFL).
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Das olympische Fußballturnier gehöre nicht zum internationalen Spielkalender der FIFA und sei demnach auch nicht an die entsprechenden Regularien gebunden, bestätigte der Weltverband am Dienstag. „Natürlich bitten wir die Clubs um Unterstützung, Spieler für Olympia freizustellen“, sagte die österreichische FIFA-Sprecherin Delia Fischer.

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Zumindest das Maskottchen wird beim Olympiaturnier auf jeden Fall dabei sein
In der Vergangenheit war die Abstellungspflicht der Spieler häufig ein Streitpunkt. 2008 hatten zahlreiche Clubs wie Schalke 04 (Rafinha), Werder Bremen (Diego) oder auch der FC Barcelona (Lionel Messi) vor dem Internationalen Sportgerichtshof (CAS) gegen die Abstellungspflicht ihrer Spieler geklagt - und Recht bekommen. 2012 hatte es eine Abstellungspflicht für U23-Spieler gegeben.
„Natürlich wollen wir eine gute deutsche Olympiamannschaft nach Brasilien entsenden, aber jeder Verein vertritt auch seine eigenen Interessen“, sagte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler. „Es darf dann nicht so sein, dass einige Clubs vier Profis abstellen und andere gar keinen.“ In der Bundesliga stehen aber nicht nur deutsche Spieler für Olympia zur Auswahl. „Es gibt Gedankenspiele, die Abstellungen der Spieler pro Verein zu limitieren - und zwar unabhängig von ihrer Nationalität“, sagte Völler.
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