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Kurioser Vorfall

Die Meisterschaftspartie zwischen Galatasaray Istanbul und Trabzonspor wird als Skandalspiel in die Geschichte eingehen. Referee Deniz Ates Bitnel gingen die Karten am Sonntag locker von der Hand, nach drei Platzverweisen standen die Gäste aus Trabzon nur noch mit sieben Feldspielern auf dem Rasen. Dann gab Bitnel beim Stand von 1:1 auch noch einen Elfmeter, und die Stimmung kochte über.

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Und Verteidiger Salih Dursun reichte es. Während seine Mitspieler im Rudel um den Schiedsrichter herum standen und protestierten, duckte sich der Rechtsverteidiger zwischen seinen Kollegen durch, riss Bitnel die Rote Karte aus der Hand, hob sie auf - und zeigte sie dem Schiedsrichter, wie auch auf einem YouTube-Video zu sehen ist.

Schiedsrichter nicht zu Scherzen aufgelegt

Der Unparteiische verstand keinen Spaß, holte sich die Karte zurück und verwies den Abwehrspieler ebenfalls des Feldes. Es war bereits der vierte Platzverweis für Trabzonspor, damit musste das Team die Partie mit nur noch sechs Feldspielern beenden. Galatasaray-Kapitän Selcuk Inan verwandelte den fälligen Foulelfmeter in der 89. Minute zum Siegestreffer.

Salih Dursun (Trabzonspor) zeigt dem Schiedsrichter die Rote Karte

picturedesk.com/Seskim

Schiedsrichter Bitnel war mit den Ausschlüssen nicht geizig

„War eine Ungerechtigkeit“

„Gegen zwölf Mann spielen zu müssen war eine Ungerechtigkeit. Ich habe die Karte gezeigt, damit der Gegner nur noch zu elft ist“, sagte der aufmüpfige Spieler. Vor allem wegen Dursuns Aktion ist die Begegnung in der Türkei nun in aller Munde. Manche sprechen ihr gar historische Bedeutung zu.

„Salih Dursun hat heute dem türkischen Fußball die Rote Karte gezeigt“, erklärte Trabzons Vereinspräsident Muharrem Usta. „Der Fußball in diesem Land muss sich ändern. Ab morgen wird alles anders sein.“ Auf der Website des Vereins wird man jetzt mit einer Aufnahme der Szene begrüßt - betitelt mit „Schwarzer Abend für den türkischen Fußball“.

Einige Trabzonspor-Fans ließen ihren Ärger am Fußballverband TFF aus und protestierten in der Nacht vor dessen Bürogebäude in Trabzon. Auf Fernsehbildern der Nachrichtenagentur DHA waren an die Wände gesprühte Slogans und eingeschlagene Fenster zu sehen. Welche Strafen dem Verein und Dursun nun drohen, ist ungewiss. Vom TFF gab es noch keine Stellungnahme.

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