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Das Extremjahr von Cristiano Ronaldo

Mit der vierten Wahl zum Weltfußballer des Jahres vor seinem Dauerrivalen Lionel Messi und EM-Topspieler Antoine Griezmann hat Cristiano Ronaldo am Montagabend bei der FIFA-Gala in Zürich ein perfektes Jahr 2016 gekrönt. Champions-League- und Club-WM-Titel mit Real Madrid sowie der EM-Triumph mit Portugal - selbst die Negativschlagzeilen in der Steuercausa verblassen angesichts dieser Bilanz.

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Unvergessen bleibt der tränenreiche Auftritt beim EM-Triumph in Paris, als er verletzt von der Seitenlinie seine portugiesischen Teamkollegen zum Finalcoup über Frankreich peitschte. Die personifizierte Ich-AG des Weltfußballs vollendete seinen größten Triumph als Teamplayer. Allerdings ereilten Ronaldo vergangenes Jahr seine bisher größten Negativschlagzeilen abseits des Platzes.

Cristiano Ronaldo (Real) mit CL-Pokal

APA/AP/Andrew Medichini

Auch den Champions-League-Pokal küsste Ronaldo im Jahr 2016

Zwar konnten die medialen Vorwürfe, mit Steuertricks mehrere Millionen Euro hinterzogen zu haben, wenig schockieren. Sein Manager beeilte sich jedoch, die Berichte zurückzuweisen und verwies darauf, dass Ronaldo gegenüber den Steuerbehörden ein Vermögen von mehr als 227 Millionen Euro deklariert habe.

„Geld ist nicht alles - Real ist sein Leben“

Schon bald versuchte Jorge Mendes seinen Mandanten mit Zahlen in ähnlich astronomischer Höhe ins gewohnte Licht zu rücken. Ein chinesischer Club wolle den Superstar aus Spanien weglocken, im Raum stehe dafür eine Ablösesumme von 300 Millionen Euro und ein Jahresgehalt von mehr als 100 Millionen. „Geld ist nicht alles“, versicherte Mendes gleichzeitig. „Real ist sein Leben.“ Und Portugal. Mit dem ersten Titel für sein Heimatland schloss Ronaldo im EM-Finale am 10. Juni 2016 die letzte Lücke in seinem perfekten Fußball-Lebenslauf. „Persönlich war das der beste Moment in meiner Karriere“, schwärmt er auch noch ein halbes Jahr später.

Natürlich sei es toll, die Champions League und die Club-WM oder auch den Ballon d’Or zu holen. „Aber wenn du etwas für dein Land gewinnst, ist das etwas ganz anderes. Und etwas mit Portugal zu gewinnen, ist ganz etwas anders als mit Brasilien, Argentinien oder Deutschland - es ist viel schwerer.“ Natürlich kommt es Ronaldo weiterhin auf die Außendarstellung an. Mitte Dezember wurde er mit dem Ballon d’Or der französischen Zeitung „France Football“ ausgezeichnet und ließ es sich vergangenes Wochenende nicht nehmen, seine umfangreiche Trophäensammlung vor dem Ligaspiel gegen Eibar auf dem Rasen des Estadio Bernabeu zu präsentieren.

„Immer ganz oben“

Dabei zeigte Ronaldo auch in Sozialen Netzwerken stolz das nächste ihm gewidmete Werk seines Schuhausstatters - standesgemäß mit dem Schriftzug CR7 und goldener Sohle. Seine Motivation sei, „dass mein Name immer ganz oben steht“, bekannte Ronaldo kurz vor der vierten Kür zum FIFA-Weltfußballer. Das Dauerduell mit seinem ewigen Rivalen Messi treibt ihn weiter an. Noch hat der Argentinier eine Weltfußballertrophäe mehr abgeräumt; so dürfte Ronaldo nicht eher ruhen, bevor er auch in dieser Kategorie die Oberhand behält. Er wolle seine Karriere bei Real beenden, „aber erst, wenn ich 41 bin“, sagte er halb im Scherz, halb im Ernst.

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