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Klare Nummer eins in der Qualifikation

Chiara Hölzl hat bei der nordischen WM in Lahti am Donnerstag die Qualifikation für das Damen-Skispringen am Freitag (16.30 Uhr, live in ORF eins) gewonnen. Hölzl kam auf 96,5 m und erzielte damit die Bestnote der 39 in der Quali angetretenen Damen.

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Neben der 19-jährigen Salzburgerin sind bei der ersten Medaillenvergabe im Skispringen aus dem ÖSV-Team auch Daniela Iraschko-Stolz und Jacqueline Seifriedsberger mit dabei, sie mussten dank ihrer Top-Ten-Plätze im Weltcup nicht in die Qualifikation.

Sprung von Chiara Hölzl

APA/Roland Schlager

Hölzl kam mit der Schanze schon gut zurecht

Hölzl, die wie alle anderen Qualifikantinnen mit zwei Luken mehr Anlauf als die besten zehn in die Spur ging, war dementsprechend zufrieden. „Es war schon ein bisserl Überwindung heute, das umzusetzen, was ich mir vorgenommen habe“, sagte sie. „Ich habe einfach gestern und heute noch einmal ein bisserl was verändert, vom Gefühl her beim Springen“, sagte die Vizeweltmeisterin im Mixed von 2013.

Im Bewerb einfach „cool bleiben“

Sie würde sich nun für den Bewerb am Freitag „so eine Steigerung wie von Dienstag (Training, Anm.) auf heute“ wünschen. In erster Linie möchte sie ihren Sprung konsequent durchziehen. „Wenn ich sehe, es geht dahin, dass ich cool und über dem Ski bleibe und schön zum Telemark hinkomme.“

Hinter Hölzl landeten mit Elena Runggaldier und Manuela Malsiner zwei Italienerinnen schon mit über neun Punkten Rückstand auf den Rängen zwei und drei. Malsiner war sogar zwei Meter weiter als Hölzl gesprungen, hatte aber weit bessere Windbedingungen.

„Das war schon besser“

Für Seifriedsberger (93 m) und Iraschko-Stolz (89 m) hatte die Qualifikation eher Trainingscharakter. „Das war auf jeden Fall schon besser als im Training, aber über dem Vorbau tue ich mich noch ein bisschen schwer. Vom Tisch gefällt es mir auch schon besser“, sagte die Oberösterreicherin.

Und Ex-Weltmeisterin Iraschko-Stolz glaubt schon Möglichkeiten gefunden zu haben, wie sie in dem etwas eigenwilligen Anlauf in Lahti die richtige Anfahrtsposition findet. „Ganz ist es noch nicht gelungen, aber bei dem Sprung war jetzt schon mehr richtig als falsch. Auch wenn die Weite nicht so großartig war, das Training nehme ich nie so ernst.“ Die 33-jährige Steirerin hofft auf gute Verhältnisse am Bewerbstag: „Du brauchst sowieso Glück. Die Leute, die ein Plus hinten stehen haben, kommen nicht auf die große Weite“, spielt sie auch auf die Windbedingungen an. „Natürlich kann ich noch viel mehr, morgen zählt’s.“

Favoritinnen halten sich zurück

Eher unauffällig blieben auch die größten Favoritinnen: Die bereits vierfache Weltcup-Gesamtsiegerin Sara Takanashi landete bei 92,5 m, ihre japanische Landsfrau Yuki Ito bei 92 und die Norwegerin Maren Lundby nur bei 88,5. Auch Olympiasiegerin und Titelverteidigerin Carina Vogt zeigte mit 93 Metern nicht ihr volles Potenzial.

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