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Grabherr muss erneut einspringen

Cashpoint SCR Altach hat sich am Freitag vorzeitig von Trainer Martin Scherb getrennt. Wie die Vorarlberger im Rahmen einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz mitteilten, wurde der 47-Jährige mit sofortiger Wirkung beurlaubt. Scherb, der erst im Jänner die Nachfolge von Damir Canadi angetreten hatte, saß damit nur 154 auf der Bank.

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„Es tut mir irrsinnig leid. Es gibt schönere Situationen. Wir sind in Altach eine Familie und wir hatten immer das hundertprozentige Vertrauen, dass wir den Turnaround schaffen“, sprach Sportchef Georg Zellhofer von einer schwierigen Entscheidung. „Für mich war bis jetzt immer der Glaube da, dass wir die Situation zum Guten wenden“, bedauerte er die Entlassung noch vor der letzter Runde. Schlussendlich sei der Clubführung aufgrund der Stimmungslage aber nichts anderes übrig geblieben.

Altach entlässt Martin Scherb

Bundesligist Altach hat am Freitag Trainer Martin Scherb mit sofortiger Wirkung entlassen. Die 0:2-Heimpleite gegen Schlusslicht Ried war der Höhepunkt einer langen erfolglosen Serie.

„Scheide enttäuscht, aber nicht im Bösen“

„Ich bin niemandem böse und scheide enttäuscht, aber nicht im Bösen“, sagte Scherb der APA. „Es waren zuletzt zehn Spiele ohne Sieg, für diese Bilanz bin ich als Trainer verantwortlich.“ Als Gründe für das schlechte Abschneiden im Frühjahr nannte Scherb die lange Verletztenliste, den Winterabgang von Goalgetter Dimitri Oberlin, die schlechte Chancenauswertung und vor allem die hohe Erwartungshaltung nach dem Gewinn des inoffiziellen „Winterkönig“-Titels. „Wenn ich das nächste Mal einen Tabellenführer übernehme, weiß ich, was ich besser machen werden“, sagte Scherb mit ironischem Unterton.

Martin Scherb (Altach)

GEPA/Oliver Lerch

Nach der Pleite gegen Ried rechnete Scherb schon mit seinem Rauswurf

Unter Scherb hatten die Altacher, die sich in der tipico-Bundesliga unter Canadi dank einer sensationellen Hinrunde zum Winterkönig gekürt hatten, im Frühjahr nur zwei Siege gefeiert. Am Donnerstag unterlagen die Vorarlberger daheim Schlusslicht SV Guntamatic Ried mit 0:2 (0:0), sind damit seit zehn Spielen ohne Sieg und können sich als Vierter nicht mehr aus eigener Kraft für den Europacup qualifizieren, sondern müssen auf einen Triumph von Meister Red Bull Salzburg im ÖFB-Samsung-Cup hoffen.

„Klar, dass Menschenopfer gefordert werden“

Bereits nach dem Spiel gegen die Innviertler hatte Scherb, dessen letzter Erfolg mit den Altachern bereits über zwei Monate zurückliegt, deshalb mit personellen Konsequenzen gerechnet. „Es ist klar, dass Menschenopfer gefordert werden - das gehört zum Geschäft. Wenn man Erfolg hat als Trainer, hat man sehr viele Freunde, wenn man verliert, ist man alleine im Stadion“, sagte er nach dem Schlusspfiff.

Scherb war erst im Jänner dem von Rapid abgeworbenen Canadi nachgefolgt und hatte in Altach einen Vertrag bis Sommer 2018 unterschrieben. Der Niederösterreicher war zwischen 2007 und 2013 beim SKN St. Pölten tätig, mit dem er den Aufstieg von der Regionalliga Ost in die Erste Liga schaffte. Danach arbeitete er als TV-Experte und hospitierte bei zahlreichen Clubs. Für den ÖFB war er in der Gegnerbeobachtung tätig. Beim letzten Saisonspiel am Sonntag gegen Meister Salzburg wird, wie schon im Herbst nach dem Abgang Canadis, Assistenzcoach Werner Grabherr die Altacher betreuen.

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