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Als Favorit ins Zweitrundenduell

Für Dominic Thiem geht es am Mittwoch (11.00 Uhr, live in ORF Sport +) bei den French Open weiter. Nach dem Auftaktsieg gegen den Australier Bernard Tomic trifft er auf Simone Bolelli. Die Ausgangslage ist klar: Der Weltranglistensiebente liegt im ATP-Ranking 463 Plätze vor dem Italiener. Beim bisher einzigen Duell 2015 setzte sich Thiem in Rom zweimal im Tiebreak durch.

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Thiem kennt Bolelli, der sich durch die Qualifikation gekämpft hat und mit vier Siegen en suite in Roland Garros Selbstvertrauen getankt hat, und zeigte durchaus Respekt vor seinem nächsten Kontrahenten. „Er hat wirklich unfassbare Schläge von hinten. Eine der besten Vorhände und Rückhände - also wenn er gut da steht, dann spielt er Winner aus jeder Lage“, weiß der Österreicher.

Thiem für Duell mit Bolelli bereit

Dominic Thiem ist voller Vorfreude auf seine Zweitrundenbegegnung in Paris. Gegen Simone Bolelli - die Nummer 470 der Welt - ist der Weltranglistensiebente klarer Favorit.

Der Italiener zeigte ebenfalls Respekt vor Thiem. „Dominic ist in sehr guter Form. Er ist einer der besten Spieler der Welt. Es ist eine sehr schwierige Aufgabe“, sagte der Italiener in der ORF-Sendung „Sport aktuell“, rechnet sich aber auch Chancen aus. „Ich denke, dass ich ihm mit meinem Spiel wehtun kann. Ich muss sehr aggressiv spielen und meine Stärken, den Aufschlag und die Vorhand, gut einsetzen.“

Bolelli muss bewegt werden

Auch die ATP-Platzierung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bolelli gerade auf Sand ein gefährlicher Gegner ist. Der 31-Jährige hat schwierige Zeiten hinter sich. Bolelli musste sich im Juni 2016 einer Operation im linken Knie unterziehen und kehrte erst im Februar dieses Jahres auf die Tour zurück. Der Einzug in die zweite Paris-Runde ist Bolellis größter Erfolg seit seiner Rückkehr.

Simone Bolelli

GEPA/Matthias Hauer

Simone Bolelli war schon einmal die Nummer 36 in der Weltrangliste

Thiem hat ein Rezept parat, wie er dem Italiener Schwierigkeiten bereiten kann. „Bei ihm wird es wichtig sein, dass ich ihn viel bewege, weil dann kann er seine Schläge nicht mehr so anbringen“, erklärte der 23-jährige Niederösterreicher den Matchplan, um bei seinem insgesamt 14. Grand-Slam-Turnier zum siebenten Mal in seiner noch jungen Karriere die Runde der letzten 32 zu erreichen.

Für Bresnik sind Rollen klar verteilt

Coach Günter Bresnik, der Bolelli gut kennt, sieht Thiem in der Rolle des klaren Favoriten. „Bolelli spielt sicherlich unangenehm, er ist ein klassischer Sandplatzspieler. Wenn Dominic normal spielt, dann müssen sich die anderen überlegen, was sie tun“, sagte Bresnik und fügte hinzu: „Wenn Dominic in Normalform spielt, dann ist er natürlich Favorit.“

Nach dem Auftaktsieg am Sonntag in nur 80 Minuten kann Thiem eine Spur lockerer in die Partie gehen. Der Druck wird aber hoch bleiben, denn aufgrund seiner herausragenden Sandplatzsaison hat Österreichs Nummer eins hohe Erwartungen bei seinem Saisonhöhepunkt. „Natürlich merkt man die Anspannung eines Grand-Slam-Turniers, man fühlt sich irgendwie in anderen Phasen des Jahres besser als jetzt“, gestand der Madrid-Finalist.

Es kann ruhig heiß bleiben

Thiem fühlt sich aber gut und fit. Der Sieg gegen Tomic brachte Selbstvertrauen - vor allem der Satz, den er mit 6:0 gewinnen konnte. „Das ist lange her, ich kann mich nicht erinnern. Aber es ist immer gut, bei einem Grand Slam, noch dazu, wenn es so heiß ist, ein bisserl Kraft zu sparen“, sagte Thiem.

Gegen die Hitze hat der Österreicher allerdings ganz und gar nichts einzuwenden. Gehe es nach Thiem, kann es ruhig so bleiben. Die hohen Temperaturen machen die Bedingungen sehr schnell, der extreme Spin von Thiems Schlägen überträgt sich dadurch besser auf den Platz und springt höher ab. „Ja, die Bedingungen sind sehr schnell. Das kann sich auch schnell ändern, aber gut, dass ich jetzt drauf eingestellt bin, falls es warm bleibt.“

Training mit Goffin

Am Dienstag schlug sich Thiem mit David Goffin auf das Match ein. Der Belgier würde ihm bei programmgemäßem Turnierverlauf am Sonntag im Achtelfinale gegenüberstehen. Dass er sich mit einem möglichen Gegner vorbereitete, stellte für den Niederösterreicher kein Problem dar: „Das ist egal. Wir haben letztes Jahr auch zwei-, dreimal trainiert vor dem Viertelfinale, es gibt eh keine Geheimnisse mehr zwischen uns.“

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