Themenüberblick

Fünfjahresvetrag für 22-Jährigen

Der FC Bayern hat mit der Verpflichtung von Corentin Tolisso einen neuen Transferrekord aufgestellt. Der deutsche Fußball-Serienmeister verpflichtete den 22-jährigen französischen Nationalspieler für 41,5 Millionen Euro von Olympique Lyon. Die Ablösesumme könnte aufgrund allfälliger Bonuszahlungen um weitere sechs Millionen Euro steigen, teilte der französische Club am Mittwoch nach Abschluss des Deals mit.

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Damit landete der Arbeitgeber von ÖFB-Teamspieler David Alaba einmal mehr den teuersten Transfercoup in der Geschichte der deutschen Bundesliga. Die bisher höchste Ablösesumme, die ein deutscher Club bezahlte, betrug 40 Millionen Euro für Verteidiger Javi Martinez. Der spanische Internationale war 2012 von Athletic Bilbao zu den Bayern gewechselt.

Tolisso

APA/AFP/Franck Fife

Gegen Spanien durfte Tolisso auch schon für Frankreichs A-Team spielen

Er freue sich „riesig, bei einem der besten Clubs in Europa spielen zu dürfen“, sagte Tolisso. „Ich habe mir hohe Ziele mit dem FC Bayern gesteckt. Heute ist ein großer Tag für mich“, fügte er hinzu. „Corentin Tolisso war der Wunschspieler von unserem Cheftrainer Carlo Ancelotti für das Mittelfeld“, sagte Karl-Heinz-Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der Bayern. Tolisso ist damit auch der teuerste Transfer in der Clubgeschichte des Europa-League-Halbfinalisten Olympique Lyon.

Rummenigge „sehr glücklich“

Der Mittelfeldmann spielte seit seiner Jugend bei Olympique und sammelte dabei auch schon Champions-League-Erfahrung. Für Lyon erzielte der 1,81 Meter große Spielgestalter in 160 Pflichtspielen 29 Tore. In der französischen Nationalelf kam Tolisso bisher erst einmal zum Einsatz - im vergangenen März gegen Spanien (0:2). „Wir sind sehr glücklich, dass wir diesen jungen und hochinteressanten Spieler trotz großer Konkurrenz aus dem Ausland für den FC Bayern gewinnen konnten“, so Rummenigge.

Tolisso könnte in München als Ersatz für den zurückgetretenen Xabi Alonso auf der Sechserposition zum Einsatz kommen. In Lyon wurde er aber auch offensiver als Spielgestalter aufgestellt. Der Youngster war drei Jahre Stammspieler und überzeugte in der vergangenen Saison mit 14 Toren und sieben Vorlagen in 47 Pflichtspielen. Der Franzose ist der vierte Bayern-Neuzugang nach den Hoffenheimern Niklas Süle und Sebastian Rudy sowie Serge Gnabry von Werder.

Costa von Juve umworben

Unterdessen berichten italienische Zeitungen, dass Juventus Turin einen Wechsel des Bayern-Flügelspielers Douglas Costa vorantreibe. Mit dem Berater des Brasilianers sei bereits eine Einigung erzielt, meldeten die „Gazzetta dello Sport“ und „Tuttosport“ am Mittwoch. Nun müsse noch Bayern überzeugt werden, den 2015 für 30 Millionen Euro verpflichteten Costa herzugeben.

Links: