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Blitzstarts in beiden Hälften

Puntigamer Sturm Graz hat am Mittwoch im Uniqa-ÖFB-Cup ohne große Anstrengungen das Semifinale erreicht. Die Steirer setzten sich gegen Landesligist SV Wimpassing mit 3:0 (1:0) durch und bescherten Heiko Vogel in seinem fünften Pflichtspiel als Trainer den ersten Erfolg. Bereits in der zweiten Minute stellte Philipp Huspek die Weichen auf Sieg.

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Keine 120 Sekunden waren bei arktischen Temperaturen vor 2.811 Zuschauern in der Merkur Arena von Graz gespielt, als der Ball zum ersten Mal im Netz der überraschend ins Viertelfinale aufgestiegenen Burgenländer zappelte. Peter Zulj (47.) und Jakob Jantscher (70.) sorgten nach einer glanzlosen, aber souveränen Vorstellung für den Aufstieg ins Semifinale. Für Vogel war es das erste Erfolgserlebnis auf der Sturm-Bank. In den bisherigen vier Meisterschaftspartien unter dem Nachfolger von Franco Foda hatte der Tabellenzweite nur einen Punkt geholt.

Sturm Graz - SV Wimpassing 3:0 (1:0)

Graz, Merkur Arena, 2.811, SR Weinberger

Tore: Huspek (2.), Zulj (47.), Jantscher (70.)

Auftakt nach Maß

Vogel hatte vor der Partie von einem Muss-Sieg in einem Spiel „um Leben oder Tod“ gesprochen. Der Deutsche veränderte seine Startelf im Vergleich zum jüngsten Bundesliga-Auftritt gegen Salzburg gleich an sechs Positionen. So kamen die im Winter geholten Bright Edomwonyi und Jantscher von Beginn an zum Einsatz. Ein Erfolgserlebnis stellte sich rasch ein: Huspek war nach dem ersten Vorstoß der Hausherren nach Lochpass von Deni Alar auf und davon und bezwang Wimpassings Schlussmann Thomas Dau.

Philipp Huspek (Graz) und Mario Sara (Wimpassing)

APA/Erwin Scheriau

Huspek (l.) brachte die Grazer bereits früh auf die Siegerstraße

Wimpassing, das im laufenden Cupbewerb Blau Weiß Linz und den WAC eliminiert hatte, erfing sich aber vorerst. Die mit einer defensiven Fünferkette eingelaufenen Nordburgenländer verbuchten den einen oder anderen gefährlichen Vorstoß. Nach 20 Minuten hatte Sturm das Heft jedoch in der Hand. Wirklich gefährlich wurde der Bundesliga-Zweite gegen den Zweiten der Burgenlandliga aber nicht, da im Angriffsdrittel Präzision und Spielwitz fehlten. Erwärmen konnte die Partie die Zuschauer bei frostigen Temperaturen nicht wirklich.

Wimpassing wehrt sich vergeblich

Der nach einem Rempler mit Gelb verwarnte Edomwonyi blieb in der Pause in der Kabine und machte für Emeka Eze Platz. Die von Spielertrainer Eldar Topic, ehemals bei Rapid und der Austria in der Bundesliga im Einsatz, aufs Feld geführten Wimpassinger hatten plötzlich ihre beste Chance, Erdal Kara schoss aber deutlich über das Tor. Im Gegenzug machte der stark spielende Zulj mit einem Schlenzer ins Kreuzeck von der Strafraumgrenze alles klar.

Dau vereitelte bei einem Zulj-Fernschuss dann vorerst das 3:0. Jantscher legte dieses nach Eze-Vorarbeit dennoch nach. Für den Rückkehrer war es sein erster Treffer im Sturm-Trikot seit März 2010 oder fast acht Jahren. Der 29-Jährige hätte fast noch einen Doppelpack verbucht, sein Kopfball landete aber an der Stange (81.). Sturm erfüllte damit die Pflicht, Vogel durfte sich freuen. Am Samstag wird Sturm versuchen, die Bundesliga-Sieglosigkeit im Frühjahr beim LASK abzuschütteln.

Stimmen zum Spiel:

Heiko Vogel (Trainer Sturm): „Die Mannschaft hat die Favoritenrolle hervorragend gelöst. Wir haben die Geduld und die Kreativität gehabt, das Bollwerk zu knacken. Unser Matchplan war ein frühes Tor, nach dem schnellen 1:0 haben wir eine gewisse Konsequenz aber vermissen lassen. In der zweiten Halbzeit war es aber dann eine klare Sache. Mein größtes Kompliment an Wimpassing, vor allem für das couragierte Auftreten. Ich möchte noch zwei Dinge erwähnen, die mich bewegen. Sturm hat sensationelle, geile Fans, die mich stolz machen, und mit meiner Äußerung (Spiel auf Leben und Tod, Anm.) wollte ich niemandem zu nahe treten. Ich bitte, das nicht auf die Goldwaage zu legen.“

Jakob Jantscher (Torschütze Sturm): „Ich freue mich, das erste Mal nach langer Zeit wieder 90 Minuten gespielt zu haben. Das war Anfang November in der Türkei letztmalig der Fall. Wir sind seriös aufgetreten und haben konzentriert gespielt. Ich fühle mich von Spiel zu Spiel besser und sehe optimistisch in die Zukunft.“

Milivoj Vujanovic (Cheftrainer Wimpassing): „Ich war mit meiner Mannschaft sehr zufrieden, ein 0:3 gegen einen solchen Gegner ist akzeptabel. Das war ein Match für die Vereinsgeschichte des SV Wimpassing. Ab nächster Woche müssen wir uns auf die Meisterschaft konzentrieren, der Titel ist unser Ziel. Ich wünsche Sturm das Beste für die laufende Saison.“

Dejan Slamarski (Spieler Wimpassing): „Es war für uns junge Spieler überwältigend, in einem solchen Stadion zu spielen. Ich finde, wir haben uns gut präsentiert und können mit unserer Leistung zufrieden sein.“

Uniqa-Cup, Viertelfinale

Mittwoch:

Sturm Graz - SV Wimpassing 3:0 (1:0)

Graz, Merkur Arena, 2.811, SR Weinberger

Torfolge

1:0 Huspek (2.)
2:0 Zulj (47.)
3:0 Jantscher (70.)

Sturm: Schützenauer - Potzmann, Spendlhofer, Schulz, Schrammel - Zulj (64./Jeggo) - Huspek (78./Schmerböck), Hierländer, Jantscher - Edomwonyi (46./Eze), Alar

Wimpassing: Dau - Markovic, Rajkovic, Bortel, Sara, Divljak (76./Marzinger) - Sistek (84./Erben), Slamarski, Topic, Kouskous (66./Steingassner) - Kara

Gelbe Karte: Edomwonyi

Die Besten: Zulj, Hierländer, Potzmann bzw. Bortel, Sara

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