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Koslowa gelingt seltenes Kunststück

Erst zum zweiten Mal in der Profiära hat am Sonntag eine Titelverteidigerin bei den mit 39,2 Millionen Euro dotierten French Open schon in der ersten Runde verloren. Die als Nummer fünf gesetzte Lettin Jelena Ostapenko unterlag auf dem Court Philipp Chatrier der Ukrainerin Katerina Koslowa mit 5:7 3:6.

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2005 war es die Russin Anastasia Myskina gewesen, die in Paris gleich wieder die Koffer hatte packen müssen. Ostapenko ist überhaupt erst die sechste Grand-Slam-Einzel-Siegerin, die gleich zu Beginn ihrer Titelverteidigung ausgeschieden ist. In der Liste scheinen aber auch so prominente Namen wie Steffi Graf, Jennifer Capriati, Swetlana Kusnezowa und Angelique Kerber auf.

Kateryna Kozlova

APA/AFP/Christophe Archambault

Katerina Koslowa jubelte über ihren Überraschungssieg gegen Jelena Ostapenko

Dabei war die Weltranglisten-66. Koslowa nicht gerade topfit angetreten. Sie musste sich wegen einer großen Blase an der Ferse auch nach dem ersten Satz behandeln lassen. Für Ostapenko, die immer wieder ratlos in ihre Betreuerbox blickte, bedeutete das Aus ein Jahr nach ihrem Sensationshöhenflug einen Tiefpunkt. Die 20-Jährige hatte im Vorjahr im Endspiel den immer noch „überfälligen“ ersten Major-Titel der Rumänin Simona Halep verhindert.

Auch Venus Williams bereits out

Ebenfalls bereits am ersten von 15 Turniertagen erwischte es Venus Williams. Die als Nummer neun gesetzte US-Amerikanerin musste sich erstmals seit 2001 schon in der ersten Paris-Runde geschlagen geben. Vor 17 Jahren hatte sie gegen die Tirolerin Barbara Schett verloren, diesmal unterlag sie der Chinesin Wang Quiang mit 4:6 5:7. Williams, die am 17. Juni 38 Jahre alt wird, konzentriert sich nun ganz auf Wimbledon, wo sie 2017 sogar ins Endspiel eingezogen war.

Zverev gibt nur vier Games ab

Dafür war Mitfavorit Alexander Zverev für den Litauer Ricardas Berankis mehr als eine Nummer zu groß. Nach nur 69 Minuten hatte sich der Weltranglistendritte auf dem Court Suzanne Lenglen mit 6:1 6:1 6:2 durchgesetzt. „Es ist immer gut, mit einem glatten Sieg ins Turnier zu starten“, meinte der 21-jährige Deutsche noch auf dem Platz erfreut. „Ich bin sehr glücklich, wie ich gespielt habe.“

Zu Beginn der 51. Auflage des Turniers in der offenen Ära, die 1968 hier eingeläutet wurde, hatte sich auch der als Nummer vier gesetzte Bulgare Grigor Dimitrow ohne Satzverlust durchgesetzt. Gegen einen Gegner, von dem er erst kurz vor dem Match erfahren hatte. Denn der Serbe Viktor Troicki hatte sein Antreten streichen müssen, dafür war der Ägypter Mohammed Safwat als „Lucky Loser“ eingesprungen. Dimitrow, der den Nordafrikaner noch aus Juniorentagen kennt, setzte sich 6:1 6:4 7:6 (7/1) durch. Safwat, der sich auf dem Centre-Court immer wohler fühlte und den Bulgaren dann durchaus forderte, war der erste Ägpyter in einem Major-Hauptbewerb seit Tamer El Sawy 1996 bei den US Open.

Verdasco gewinnt Marathonmatch

Das längste Match des Tages und vielleicht auch schon des Turniers lieferten einander Fernando Verdasco und Yoshihito Nishioka. Der als Nummer 30 gesetzte Spanier, der vor Jahresfrist noch mit dem Erstrundensieg über Zverev für Furore gesorgt hatte, kämpfte mit dem Japaner nicht weniger als 4:22 Stunden. Am Ende zog Verdasco mit 6:7 (4/7) 6:4 6:3 6:7 (3/7) 7:5 in die zweite Runde ein.

Gar nicht nach Paris gereist ist Nick Kyrgios. Der Weltranglisten-23. aus Australien, der Mitte September möglicherweise sein Team im Davis-Cup-Weltgruppen-Play-off in Graz gegen Österreich anführen wird, sagte seine Teilnahme wegen einer noch nicht ausgeheilten Ellbogenverletzung ab.

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