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Vom ÖFB zurück zu Rapid?

Laut ÖFB-Sportdirektor Willi Ruttensteiner hat U21-Teamchef Andreas Herzog dem Verband mitgeteilt, mit seinem ehemaligen Club Rapid demnächst Verhandlungen über den Posten eines Sportdirektors zu führen. Dieser ist seit dem Abgang von Alfred Hörtnagl am Freitag vakant.

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Ruttensteiner machte allerdings keine Angaben, wann das Gespräch stattfinden und wann es eine definitive Entscheidung geben soll. „Andi Herzog hat den ÖFB darüber informiert, dass Interesse besteht“, erklärte der Oberösterreicher. Herzog selbst hatte sich in einem Abo-TV-Interview zumindest nicht abgeneigt gegenüber einem neuen Job gezeigt: „Es hat noch keinen Kontakt gegeben. Aber jeder in Österreich, der mit Fußball zu tun hat, würde so einen Job gerne machen, außer er ist vielleicht Austrianer. Aber das bin ich nicht.“

Edlinger will nichts überstürzen

Rapid-Präsident Rudolf Edlinger hatte zuvor angekündigt, bei der Suche nach einem neuen Sportdirektor nichts überstürzen zu wollen. Der ehemalige Finanzminister befindet sich zwar unter einem gewissen Zugzwang, wehrt sich aber gegen Forderungen nach einer schnellen Lösung der Personalfrage.

„Ich setze mir keine Frist, das ist immer schlecht“, betonte Edlinger. Laut dem 71-Jährigen könnten Kandidaten in einem aufrechten Vertragsverhältnis mit einem anderen Arbeitgeber stehen, was ein Engagement bei Rapid verzögern würde - etwa wegen Ablöseforderungen. An den ÖFB würde es aber wohl keine Rapid-Zahlungen geben, sollte der neue Sportdirektor wie im Fall Herzog vom Verband kommen.

U21-Teamchef Andreas Herzog und Rapid-Präsident Rudolf Edlinger

GEPA/Walter Luger

Ex-Rapidler Herzog würde Edlingers Anforderungsprofil erfüllen.

Trainer Pacult in Suche nicht eingebunden

„Ich habe seinerzeit für Josef Hickersberger auch keine Ablöse verlangt“, erklärte Edlinger, wollte aber nicht bestätigen, dass Herzog aussichtsreichster Anwärter auf den Posten ist. „Von mir wird man keine Äußerungen über Kandidaten hören.“ Edlinger skizzierte lediglich das Anforderungsprofil des künftigen Sportchefs.

„Meine Tendenz ist es, Rapid-Spieler heimzuholen, die wissen, was Rapid-Geist bedeutet“, sagte er. Das sei jedoch nicht das einzige Kriterium. „Er muss einen Überblick über den Markt und sich seit seinem Ausscheiden als Spieler mit der Materie beschäftigt haben“, so Edlinger. Trainer Peter Pacult, der mit Hörtnagl einige Konflikte austrug, wird in die Sportdirektorensuche jedenfalls nicht eingebunden.

„Das ist eine Entscheidung der Vereinsleitung“, sagte Edlinger. Der Wunsch Pacults nach einem Modell a la Felix Magath, das Kompetenzen von Trainer und Sportdirektor vereinigt, sei für das Präsidium nie zur Debatte gestanden. „Ich möchte in diesem Bereich zwei Meinungen haben“, betonte der Rapid-Chef.

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