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Europacup-Platz als Ziel

Zoran Barisic fungiert bis Saisonende als Trainer von Rekordmeister Rapid. Das gab Clubchef Rudolf Edlinger am Montagnachmittag, wenige Stunden nach der fristlosen Entlassung von Peter Pacult, bekannt.

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Barisic, der unter Pacult von 2006 bis 2009 als Assistenzcoach gearbeitet hatte, soll nun die derzeit fünftplatzierten Hütteldorfer in den verbleibenden acht Runden noch auf einen Europacup-Platz führen.

„Das ist für mich eine große Ehre, ich bin dem Präsidenten für das Vertrauen sehr dankbar“, erklärte Barisic, der im Sommer 2009 auf Betreiben von Pacult von der Kampfmannschaft entfernt worden war und seither als Individualtrainer beim Rapid-Nachwuchs arbeitete.

„Barisic ist eine gute Lösung“

Über Pacult verlor Barisic kein schlechtes Wort und gab sogar zu Protokoll, die Spieler seien „konditionell in einem Topzustand. Jetzt geht es darum, dass sie ihr Potenzial zu 100 Prozent ausschöpfen.“ Dabei sollen Robert Haas (bisher bei den Amateuren) und Thomas Bogendorfer (zuletzt im Nachwuchs) mithelfen.

Rapid-Trainer Zoran Barisic  und Spieler beim Training

GEPA/Christian Ort

Jetzt lässt Barisic (re.) die Rapid-Spieler nach seiner Pfeife tanzen.

„Barisic ist eine gute Lösung. Er kennt den Großteil der Mannschaft, hat im Nachwuchs hervorragende Arbeit geleistet und genießt das Vertrauen der Vereinsführung bis Saisonende“, betonte Edlinger. Ein Engagement des 40-Jährigen über diese Saison hinaus ist laut Edlinger nicht gänzlich ausgeschlossen. Allerdings machte der Ex-Finanzminister klar, bis Sommer eine „dauerhafte Lösung“ zu suchen.

„Das Haus wird neu bestellt“

Barisic möchte sich jedenfalls „empfehlen“. Sofern er jedoch keine Siegesserie hingelegt, könnte Pacults langfristiger Nachfolger Andreas Herzog (U21-Teamchef), Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer) oder Peter Schöttel (Wiener-Neustadt-Coach) heißen. Als Anwärter auf den Sportdirektor-Posten gilt Carsten Jancker.

Eine kurzfristige Rückkehr von Alfred Hörtnagl ist nicht realistisch, auch wenn sein Rivale Pacult nicht mehr beim Verein ist. „Das wäre nicht besonders opportun, wenn sich einer entschieden hat, den Verein zu verlassen“, meinte Edlinger und ergänzte: „Das Haus wird neu bestellt.“

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