Djokovic gegen Nadal selbstbewusst
Das Grand-Slam-Turnier von Wimbledon sieht am Sonntag (15.00 Uhr MESZ) sein Traumfinale. Saisonüberflieger Novak Djokovic fordert Wimbledon-Titelverteidiger Rafael Nadal. Das Finale ist auch das Duell zwischen neuer und alter Nummer eins. Denn durch den Finaleinzug hat Djokovic Nadal an der Spitze abgelöst. Jetzt will der Serbe noch mehr.
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Djokovic will das Turnier im All England Club an der Church Road von London erstmals für sich entscheiden. „Wenn du weißt, dass du der beste Spieler in der Welt wirst und erreichst das Endspiel deines Lieblingsturniers, dann ist das sehr speziell“, sagte der Serbe, der im Halbfinale den Franzosen Jo-Wilfred Tsonga in vier Sätzen aus dem Bewerb geworfen hatte. Nadal hatte im Semifinale mit dem Erfolg über Andy Murray die britischen Hoffnungen auf einen Heimsieg zerstört.
Vorteil Djokovic
Der bis Montag noch hinter Nadal in der Weltrangliste auf Rang zwei geführte Djokovic geht nicht als Außenseiter in die Partie. Die bisherigen Saisonergebnisse sprechen für den Serben. Gleich in vier Masters-Endspielen (Indian Wells, Miami, Madrid und Rom) bezwang der 24-Jährige den Spanier in dieser Saison - überhaupt hat er von 48 Saisonpartien nur eine verloren. Die einzige Niederlage kassierte Djokovic im Semifinale der French Open in Paris gegen den Schweizer Roger Federer.

AP/Carl De Souza
Novak Djokovic steht an der Church Road erstmals im Endspiel.
„Ich glaube fest daran, dass ich gegen ihn gewinnen kann“, zeigt sich Djokovic optimistisch. „Ich habe nichts zu verlieren, werde versuchen aggressiv aufzutreten“, fügte der 25-fache ATP-Turniersieger hinzu. Nadal hat allerdings seit seiner Endspielniederlage 2007 gegen den Schweizer Roger Federer im „Tennis-Mekka“ nicht mehr verloren. Allerdings: Beim Turnier 2009 fehlte der Spanier aufgrund einer Knieverletzung und „rettete“ damit seine makellose Bilanz in Wimbledon.
Nadal stört Wachablöse nicht
„Ich muss aggressiv spielen, mit Intensität und Rhythmus. Das ist das, was ich versuchen werde“, sagte der Spanier. Sein fünfter Wimbledon-Finaleinzug in Folge sei für den 25-jährigen Mallorquiner fantastisch gewesen. Mit der vorübergehenden Wachablöse an der Spitze der Weltrangliste hat Nadal überhaupt kein Problem. „Das macht mir nicht viel aus“, so der Spanier.
„Ich habe auch schon im vergangenen Jahr, als ich Dritter oder Vierter war, gesagt, dass es kein großes Ziel von mir ist, Nummer eins zu sein“, sagte der French-Open-Sieger. Der Titelverteidiger streute Djokovic jedenfalls vor dem Finale Rosen. Für Nadal steht der Serbe verdient ganz oben. „Wie er in der ersten Saisonhälfte gespielt hat, ist fantastisch“, lobte Nadal seinen Finalgegner.

AP/Alastair Grant
Rafael Nadal hat seinen insgesamt dritten Wimbledon-Titel im Visier.
Head-to-Head an Nadal
Geht es nach der Statistik in den direkten Duellen hat der Spanier am Sonntag die besseren Karten in der Hand. Im Head-to-Head hat Nadal nämlich noch klar die Nase vorne. Die Bilanz: 16:11-Siege für den Spanier. In Wimbledon trafen die beiden Finalisten aber erst einmal aufeinander. Beim Turnier 2007 zog Nadal mit einem Sieg zum zweiten Mal ins Finale ein. Allerdings mit Unterstützung des Serben: Djokovic musste beim Stand von 3:6 6:1 4:1 aus Sicht seines Gegners aufgeben.
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