Dritter Wimbledon-Titel in Griffweite
Jürgen Melzer hat die Chance auf seinen dritten Wimbledon-Titel: Der Niederösterreicher, der bereits im Junioren-Einzel (1999) und im Herren-Doppel (2010) reüssierte, steht gemeinsam mit der Tschechin Iveta Benesova im Mixed-Finale.
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Die Nummer-neun-Paarung bezwang am Samstagabend im Halbfinale nach einer Spielzeit von 1:05 Stunden Daniel Nestor/Yung Jan Chan (CAN/TPE/8) mit 6:4 6:4 und trifft nun am Sonntag auf Mahesh Bhupathi/Jelena Wesnina (IND/RUS/4).
Melzer bleibt ruhig
Melzer/Benesova mussten im gesamten Spiel kein Break hinnehmen, durchbrachen dafür ihrerseits zweimal den Aufschlag der Taiwanesin. Der 39-jährige Nestor, der Anfang Juni noch bei den French Open mit Max Mirnyi den Doppel-Titel geholt hat, servierte zwar gut, konnte seiner Partnerin aber nicht jenen Rückhalt geben wie etwa Melzer Benesova mit seiner ruhigen und souveränen Spielweise.
Die größte Chance auf ein Break hatten Nestor/Chan ausgerechnet im letzten Game bei Aufschlag Melzer, doch der Niederösterreicher rettete sich mit einem starken zweiten Service aus der Bedrängnis. Den ersten Matchball verwertete er mit einem Ass, das um Millimeter die Linie berührte und erst nach Videobeweis gut gegeben wurde.
Sollte Melzer auch im Mixed siegen, fehlt ihm nur noch der Sieg im Herren-Einzel zum persönlichen „Wimbledon-Slam“. Denn vor zwölf Jahren hatte er sich als 18-Jähriger mit dem Sieg im Junioren-Einzel zum ersten österreichischen Wimbledon-Sieger überhaupt gekürt, im Vorjahr gewann er dann an der Seite des Deutschen Philipp Petzschner das Herren-Doppel auf dem „heiligen Rasen“.
Bryan-Brüder stellen Rekord ein
Als Titelverteidiger waren Melzer/Petzschner diesmal aber bereits im Viertelfinale an den US-Amerikanern Bob und Mike Bryan gescheitert. Die Zwillingsbrüder stellten mit ihrem bereits elften Grand-Slam-Titel den Rekord der Australier Todd Woodbridge und Mark Woodforde ein. Die Bryan-Brüder, die heuer bereits die Australien Open in Melbourne gewonnen hatten, bezwangen am Samstag im Endspiel die schwedisch-rumänische Paarung Robert Lindstedt/Horia Tecau mit 6:3 6:4 7:6 (7/2).
Im Damen-Doppel ging der Titel an Kveta Peschke und Katarina Srebotnik. Die Tschechin und die Slowenin fertigten im Finale die deutsche Einzel-Halbfinalistin Sabine Lisicki und die Australierin Samantha Stosur mit 6:3 6:1 ab.
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