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Zwei „Sehr gut“ und zwei „Gut“ in Baku

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Pascal Grünwald: Befriedigend

Lange Zeit war es ruhig im Strafraum von Grünwald. Erst nach dem Führungstreffer für Österreich gab es etwas zu tun, und da war der Austria-Goalie zur Stelle. Auch nach der Pause änderte sich das Bild nicht wirklich. Beim Gegentor war Grünwald ohne Chance.

Ekrem Dag: Genügend

Der Besiktas-Legionär zeigte sich in der Anfangsphase mit guten Offensivaktionen, verschwand dann aber immer mehr von der Bildfläche. In Erscheinung trat er erst wieder, als Aserbaidschan das 1:3 erzielte. Da ließ Dag Nadirow völlig unbedrängt und staunte anschließend nicht schlecht über das Tor.

Sebastian Prödl: Befriedigend

In Abwesenheit des verletzten Emanuel Pogatetz stiegt Prödl zum Abwehrchef auf. Der Bremer spielte zwar solide, die Defensive wirkte in einigen Aktionen allerdings nicht sattelfest. Prödl war in weniger Zweikämpfe verwickelt als sein Kollege Dragovic und wirkte auch manchmal etwas unsicher.

Aleksandar Dragovic: Befriedigend

Der 20-Jährige agierte in der Defensive sehr konzentriert und stellte in gefährlichen Situationen immer wieder rettend seinen Mann. Im Spielaufbau leistete sich Dragovic aber ein paar Abspielfehler. Die Chemie mit den anderen Defensivkollegen stimmte ebenfalls nicht immer.

Christian Fuchs: Befriedigend

Der Schalke-Legionär war offensiv wieder einmal sehr präsent, in der Defensive leistete er sich aber ebenfalls wieder einmal Aussetzer. Zwei Stellungsfehler von Fuchs führten zu den größten Chancen von Aserbaidschan vor der Pause. Auch nach Seitenwechsel hatte der Niederösterreicher mit Ismaijlow so seine Probleme.

David Alaba: Gut

Teamchef Ruttensteiner bot Alaba überraschend auf der rechten Seite auf und tat dem Bayern-Legionär damit anfangs keinen Gefallen. Alaba kam kaum ins Spiel, wechselte aber nach einer halben Stunde die Seite und war prompt maßgeblich am Führungstreffer beteiligt. Nach der Pause fand er dann auch über rechts besser ins Spiel und hatte auch beim zweiten Treffer seine Beine im Spiel. Bei einem Lattenschuss hatte er überdies Pech.

Paul Scharner: Befriedigend

Der 31-Jährige versuchte, sich ins Offensivspiel einzubringen, was ansatzweise auch gelang. Pech hatte Scharner in Minute 19, als er mit seinem Kopfbällen an der Latte und an einem auf der Linie postierten Gegner scheiterte. Im Spielaufbau schlichen sich aber auch einige Fehler ein. Sein Bemühen, in der Zentrale Akzente zu setzen, war aber da.

Julian Baumgartlinger: Genügend

Der Mainzer fand nur schwer ins Spiel. Offensiv verzettelte er sich in so mancher Aktion und beschränkte sich danach auf den Sicherheitspass, der aber auch nicht immer gelang. Nach einer frühen Gelben Karte war er auch in seinem körperbetonten Spiel gehemmt. Baumgartlinger hat man im Team definitiv schon besser gesehen.

Andreas Ivanschitz: Sehr gut

Der Ex-Kapitän feierte in seinem 50. Länderspiel ein echtes Traumcomeback. Als wäre er nie zweieinhalb Jahre weg gewesen, war Ivanschitz von Beginn an sehr präsent, lief viel und bot sich immer als Anspielstation an. Bei seinem Führungstreffer bewies er viel Präzision, bei seinem Assist zum zweiten Tor viel Übersicht und beim Einwurf, der das zweite Janko-Tor einleitete, eine schnelle Reaktion. Der Mainzer machte überdies seinen Führungsanspruch deutlich, als er Arnautovic früh im Spiel lautstark zurechtwies.

Marko Arnautovic: Befriedigend

Als nominell zweite Spitze ließ sich Arnautovic oft sehr weit zurückfallen und versuchte, sich in den Aufbau einzubringen. Im Abschluss und mit seinen üblichen Schmähs und Tricks war der Bremer aber an diesem Abend nicht immer erfolgreich. Im Zweikampf attackierte er phasenweise sehr rustikal. Nach 67 Minuten musste er Junuzovic Platz machen.

Marc Janko: Sehr gut

Neuer Teamchef, neue Motivation: Janko lief diesmal mehr als sonst und arbeitete auch nach hinten. Obwohl Flanken wieder einmal Mangelware waren, kam der Kapitän sehr zur Geltung. Der Torraub an ihm war eine entscheidende Szene, beim ersten Tor war er beteiligt, beim zweiten und dritten Treffer eiskalter Vollstrecker. Die Tore acht und neun im Nationalteam - die ersten seit zwei Jahren - machen Hoffnung auf bessere Teamzeiten des Torjägers.

Zlatko Junuzovic: Gut

Der Austrianer ersetzte Ivanschitz und rückte in die Zentrale. Dort machte Junuzovic seine Sache recht gut und wurde in der Nachspielzeit mit dem ersten Treffer im 15. Länderspiel belohnt.

Daniel Royer: zu kurz eingesetzt

Philipp Hosiner: zu kurz eingesetzt

Christian Wagner, ORF.at

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